Erster Weltcupsieg! Am Holmenkollen schlägt die grosse Stunde von Gregor Deschwanden
Der Bronzemedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele 2026 stand im Weltcup bislang sechs Mal auf dem Podest, aber noch nie zuoberst. Vier Mal wurde er Zweiter, zwei Mal Dritter – beim 310. Anlauf in einer Weltcup-Einzelkonkurrenz ging für den Routinier zum ersten Mal alles perfekt auf.
Mit 35 Jahren wurde Deschwanden zum ältesten Premierensieger im Weltcup. Mehr als 14 Jahre vergingen zwischen seinem Debüt auf höchster Stufe und dem ersten Erfolg. «Ich musste darum kämpfen und bin jetzt wirklich stolz», sagte Deschwanden laut «skispringen.com».
«Ich bin so froh, dass ich es endlich geschafft habe»
In Oslo lag Deschwanden bei Halbzeit auf Rang 2. Er fing in der Entscheidung den Führenden Österreicher Maximilian Ortner mit einem Flug auf 130,5 Metern noch ab. «Ich hatte zwei wirklich gute Sprünge und das Glück war auch auf meiner Seite», sagte der Sieger. «Ich habe mein Bestes gegeben und bin so froh, dass ich es endlich geschafft habe.» Rang 3 ging an den Japaner Naoki Nakamura.
Mit Felix Trunz (15.), Simon Ammann (26.) und Juri Kesseli (30.) schafften es drei weitere Schweizer in die Weltcup-Punkte. Für den 19-jährigen Trunz stellt dieses Resultat seine Karriere-Bestleistung dar.
Der vierfache Olympiasieger Ammann war 2014 der bislang letzte Schweizer Weltcupsieger. Deschwanden ist erst der fünfte Schweizer, dem dies gelang. Seine Vorgänger waren Hansjörg Sumi, Stefan Zünd, Andreas Küttel und Ammann.
Prevc im Nebel gescheitert
Überraschend scheiterte der Gesamtweltcupsieger Domen Prevc erstmals in dieser Saison bereits nach dem ersten Durchgang. Dem Slowenen wurden die schwierigen Verhältnisse mit kompliziertem Wind und aufkommendem Nebel zum Verhängnis.
«Das war klassisch Oslo», erklärte der in diesem Winter dominierende Prevc. «Man muss hier immer mit dem Unerwarteten rechnen.» Zum Beispiel mit dem ersten Weltcupsieg eines 35-jährigen Luzerners: Gregor Deschwanden. (ram/sda)
