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Lag bei Halbzeit auf Rang 3: Michelle Gisin.
Lag bei Halbzeit auf Rang 3: Michelle Gisin.Bild: keystone

Sturm bringt Gisin um die Chance, erstmals im Riesenslalom aufs Podest zu fahren

28.12.2020, 13:3528.12.2020, 15:07

Das Wetter spielte in Semmering nicht mit. Der zweite Lauf des Weltcup-Riesenslaloms der Frauen konnte wegen starkem Wind nicht ausgetragen werden. Der Wind hatte schon während des ersten Durchgangs geweht. Trotz der Böen konnte der erste Teil des Pensums aber in regulärem Rahmen abgehalten werden. Nach der Mittagspause bot sich am Zauberberg aber ein anderes Bild. Der Wind wurde zum Sturm.

Die Organisatoren versuchten mit der Herabsetzung des Starts und durch den zweimal um eine Viertelstunde verzögerten Beginn den zweiten Lauf zu retten. Doch auch diese Massnahmen nützten nichts. Der Sturm nahm weiter an Stärke zu und blies alles weg, was nicht niet- und nagelfest war. Absperrgitter im Zielraum kippten um, Sicherheitsnetze wurden aus der Verankerung gerissen und Reklame-Banden und -figuren durch die Luft gewirbelt. Die Sicherheit für die Fahrerinnen war nicht mehr gewährleistet. An ein Rennen unter den gegebenen Umständen war nicht mehr zu denken.

Die Gondel- wurde zur Achterbahn.
Die Gondel- wurde zur Achterbahn.Bild: keystone

Gisin in aussichtsreicher Lage gestoppt

Auf die Absage folgten Diskussionen und Abklärungen. Die angedachte, gemäss Reglement erlaubte Variante, den zweiten Durchgang am Dienstagmorgen nachzuholen, wurde verworfen. Die Wetterprognosen sagten für die vorgesehene Startzeit anhaltend starken Wind und in der Nacht Schneefall voraus. Das Programm für den Slalom am Dienstag bleibt unverändert. Der erste Lauf beginnt um 15.15 Uhr, der zweite um 18.30 Uhr. Ob und allenfalls wo der Riesenslalom nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

Nach dem ersten Durchgang hatte sich die Ausgangslage aus Schweizer Sicht viel versprechend präsentiert. Michelle Gisin lag hinter der Slowakin Petra Vlhova und der Italienerin Marta Bassino an 3. Stelle und hatte sich damit eine sehr gute Basis für ihren ersten Podestplatz in einem Weltcup-Riesenslalom geschaffen.

Gut und Holdener auf Top-Ten-Kurs

Die erste Klassierung unter den ersten drei in der Basisdisziplin ist für die Obwaldnerin überfällig. Dreimal wurde sie schon Vierte, in dieser Saison beim Auftakt in Sölden und im zweiten Rennen in Courchevel.

Als zweitbeste Schweizerin lag Lara Gut-Behrami, die in den bisherigen drei Riesenslaloms in diesem Winter stets in den ersten zehn klassiert war, mit 1,2 Sekunden Rückstand und trotz nicht optimaler Fahrt auf Platz 6. Wendy Holdener gelang die Steigerung nach drei nicht wunschgemäss verlaufenen Auftritten noch nicht in erhofftem Mass. Die Schwyzerin büsste 1,8 Sekunden auf Petra Vlhova. Corinne Suter, die vor zwei Wochen in Courchevel erstmals in dieser Disziplin Weltcup-Punkte geholt hat, qualifizierte sich mit 2,3 Sekunden Rückstand erneut für den zweiten Durchgang. Camille Rast, Priska Nufer, Mélanie Meillard und Jasmina Suter verpassten die Qualifikation für den zweiten Lauf. (ram/sda)

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