Sport
Wintersport

Snowboarder Koch und Scherrer ohne Chance auf direkten Finaleinzug

Slopestyle-Qualifikation

Snowboarder Koch und Scherrer ohne Chance auf direkten Finaleinzug

Die Snowboarder Lucien Koch und Jan Scherrer sind als erste Schweizer in Sotschi wettkampfmässig im Einsatz gestanden. Koch liefs auf dem Slopestyle-Kurs nicht gut, Scherrer darf mit dem Final zumindest liebäugeln.
06.02.2014, 06:5306.02.2014, 11:28

Mit der neuen Olympia-Sportart Snowboard-Slopestyle sind um 7 Uhr (Schweizer Zeit) die Wettkämpfe der Winterspiele von Sotschi gestartet. Zwei junge St. Galler traten für die Schweiz in der Qualifikation an: Der 18-jährige Lucien Koch aus Werdenberg und der ein Jahr ältere Ebnat-Kappler Jan Scherrer. 

Vor dem Wettkampf hiess es, dass das Duo in Sotschi primär lernen soll. Koch und Scherrer sind Teile eines längeren Aufbauprojekts von Swiss Snowboard. Die Qualifikation hat gezeigt, dass Medaillenträume utopisch sind. Scherrer kann mit einem perfekten Run und etwas Wettkampfglück den Final der besten 12 erreichen; Koch ist wohl chancenlos, wenn er sich nicht markant steigern kann.

«Im Halbfinal muss ich an die Grenzen gehen»

Der Toggenburger absolvierte einen makellosen ersten Run, für den er 74,50 Punkte erhielt. Einzig die Landung des letzten Sprungs geriet Scherrer nicht ganz sauber. Den zweiten Run verpatzte er. Nach einem Strauchler beim zweiten Sprung liess er die weiteren Sprünge aus, um kein unnötiges Risiko einzugehen, denn nur der bessere der beiden Läufe zählt.

«Ich riskierte zu wenig», zeigte sich Scherrer selbstkritisch. «Im Halbfinal muss ich an die Grenzen gehen, der normale Standard reicht nicht.» Er habe angesichts der im Vorfeld viel diskutierten Dimensionen der Hindernisse nicht mit einer derart forschen Performance der Konkurrenten gerechnet, gab Scherrer zu: «Im Training hielten sich viele noch zurück.»

Bild

«Weiterhin jede Minute geniessen»

Koch absolvierte beide Runs nicht fehlerfrei. Im ersten Lauf stürzte er beim letzten Sprung, den zweiten Lauf verpatzte er schon ganz zu Beginn, als er von einer Rail fiel. Für den 18-Jährigen resultierte bloss Rang 12 von 15 Startern der 1. Gruppe.

«Zum Glück erhalte ich nochmals zwei Chancen», sagte Koch. «Dank des zusätzlichen Trainingstags wird es mir hoffentlich gelingen, mein Programm am Samstag ohne Fehler umzusetzen», kommentierte das Talent seinen mässigen Einstand auf der globalen Sportbühne. «Ich werde weiterhin jede Minute geniessen.»

Für Scherrer resultierte in der Endabrechnung der beiden Gruppen der 19. Platz unter insgesamt 29 Teilnehmern. Koch konnte bloss vier Gegner hinter sich lassen.

Zweite Chance im Halbfinal

Die vier Bestklassierten beider Gruppen stiegen direkt in den Final der besten 12 auf. Alle anderen haben in einem Halbfinal die Chance, sich ebenfalls noch zu qualifizieren. 21 Teilnehmer balgen sich um die letzten vier Plätze im Final. Die beste Leistung von allen zeigte in der Qualifikation der Kanadier Maxence Parrot.

Die Entscheidung im Snowboard-Slopestyle der Männer fällt am Samstag. Scherrer und Koch bestreiten ab 6.30 Uhr die Halbfinals, um die Medaillen wird ab 9.45 Uhr gefahren und gesprungen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Mein Leben steht auf dem Spiel»: Heute besteigt Alex Honnold den Taipei 101 ohne Seil
Heute Freitagabend wird der Extremkletterer Alex Honnold den Wolkenkratzer Taipei 101 ohne Seil erklimmen und die ganze Welt sieht zu. Was geht im Hirn des Mannes vor, der sich offensichtlich nicht fürchtet?
Und was, wenn er kurz vor dem Ziel niesen muss – 500 Meter ohne Seil über dem Boden? Diese Frage, verriet der Extremkletterer Alex Honnold kürzlich in seinem Podcast «Climbing Gold», stellten ihm Fremde tatsächlich regelmässig. Ein Nieser ist ein unkontrollierbarer Reflex, für die meisten harmlos. Für jemanden wie Honnold, der seilfrei in der Senkrechten hängt, wäre er jedoch tödlich.
Zur Story