Sport
WM 2014

Voodoo-Zauber vom Schrottplatz soll Franzosen an der WM gegen die Schweiz helfen

Bild: AFP
Teambus von 2010 verschrottet

Voodoo-Zauber vom Schrottplatz soll Franzosen an der WM gegen die Schweiz helfen

Die bösen Geister der WM 2010 sollen kurz vor dem Turnier in Brasilien endgültig vertrieben werden. In einer grandiosen PR-Aktion haben die Franzosen ihren Mannschafts-Car von damals vernichtet.
27.05.2014, 12:0827.05.2014, 14:50

In der Schweiz können Fussballfans mit dem «Bus von Knysna» nichts anfangen. Ganz anders in Frankreich. Der Car ist das Synonym für die schweren atmosphärischen Störungen innerhalb der französischen Nationalmannschaft an der WM 2010.

Im südafrikanischen Knysna weigerten sich die Spieler damals, fürs Training aus dem Bus auszusteigen. So protestierten sie gegen den Rauswurf ihres Teamkollegen Nicolas Anelka. Die WM war ein einziges Desaster: Ohne einen Sieg musste die «Equipe Tricolore» schon nach den Gruppenspielen heimreisen.

Reporter bedrängen den Bus, in dem sich die französischen Spieler verschanzt haben.
Reporter bedrängen den Bus, in dem sich die französischen Spieler verschanzt haben.Bild: AP

«Ein Klotz am Bein»

«Der Bus von Knysna, dieses starke Symbol, ist ein Klotz am Bein der Nationalmannschaft», erklärt Guillaume de Monplanet, der Direktor von Adidas Frankreich, dem damaligen Ausrüster. «Deshalb haben wir beschlossen, dass wir den Bus vor der WM in Brasilien vernichten.»

Video: Youtube/Le Figaro

Vollzogen wurde die Zerstörung des Cars gestern Abend in La Courneuve, einem Vorort von Paris, unweit des Stade de France. Wie für ein Symbol üblich handelte es sich nicht um den tatsächlich im Einsatz gestandenen Bus, sondern um ein ausrangiertes, aber entsprechend bemaltes Modell.

Frankreich ist in Brasilien ein Vorrunden-Gegner der Schweiz. Heute Abend testen «Les Bleus» ihre WM-Form in einem Heimspiel gegen Norwegen.

Bilder: AFP
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Goalie Peter Schmeichel erzielt ein Fallrückzieher-Tor – aber es endet im Drama
4. Februar 1997: Peter Schmeichel ist einer der grössten seiner Zunft. Der dänische Keeper hext seit Jahren bei Manchester United, doch es fliesst auch Stürmerblut in seinen Adern. Gegen Wimbledon trifft Schmeichel traumhaft, unvorstellbar schön und spektakulär für einen Goalie. Zu seinem Leidwesen zählt der Treffer nicht.
Manchester United ist 1997 in England seit Jahren das Mass aller Dinge. Der Meister von 1993, 1994 und 1996 ist bereits wieder auf dem besten Weg zum nächsten Meistertitel. Seit zwei Monaten und 14 Spielen sind die «Red Devils» ungeschlagen. Im FA-Cup stand der Titelverteidiger in den letzten drei Jahren im Endspiel (Sieger 1994 und 1996). Und jetzt wartet in der vierten Runde des Cups das bescheidene Wimbledon.
Zur Story