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«Justizirrtum»

79 Organisationen fordern Freilassung syrischer Bürgerrechtler



In this photo taken on Wednesday, June 11, 2014, and released by the Syrian official news agency SANA, Syrian prisoners, center, checked by a security men (in green) as they leave a central jail, in Damascus, Syria. The Britain-based Syrian Observatory for Human Rights said the Syrian government has released around 530 detainees under a

Gefängnis in Syrien: Eine kleine Anzahl Inhaftierter kommt frei. Bild: AP/SANA

In einem gemeinsamen Appell haben 79 Organisationen die sofortige und bedingungslose Freilassung von drei in Syrien inhaftierten Bürgerrechtlern gefordert. Die Vorwürfe gegen den Journalisten Masen Darwisch sowie dessen Mitstreiter Hussein Ghreir und Hani Saitani seien ein «Justizirrtum».

Sie seien völlig aus der Luft gegriffen, hiess es in der am Freitag veröffentlichten Stellungnahme zu den Vorwürfen. Die Männer sitzen seit Februar 2012 in Haft. Unterzeichnet haben den Appell auch Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie Amnesty International, Human Rights Watch und Reporter ohne Grenzen.

Die drei Männer waren für das Syrische Zentrum für Medien und freie Meinungsäusserung tätig, als ihr Büro in Damaskus vor zweieinhalb Jahren durch staatliche Sicherheitskräfte gestürmt wurde. Seither wird ihnen das «Propagieren terroristischer Akte» zur Last gelegt – eine Beschuldigung, die unter das ebenso breitgefasste wie umstrittene syrische «Anti-Terror-Gesetz» fällt.

In dem Freilassungs-Appell wurde jedoch betont, dass sich Darwisch, Ghreir und Saitani völlig friedlich verhalten und lediglich Informationen zu Menschenrechtsverstössen in Syrien veröffentlicht hätten.

Es wird erwartet, dass das syrische Anti-Terror-Gericht am 24. September ein Urteil in dem Fall fällt. Von der Amnestie-Regelung für zahlreiche Häftlinge, die Machthaber Baschar al-Assad am 9. Juni verkündet hatte, waren die drei Männer nicht betroffen. (sda/afp)

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