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Veganer veranstalten Blutbad in Paris – um den «Holocaust» der Tierschlachtung zu stoppen



Hunderte Tierrechts-Aktivisten begaben sich am Nachmittag des 26. September auf den Place du Palais Royal in Paris und übergossen sich mit Theaterblut, um gegen «tierisches Leiden und Fleischkonsum» zu protestieren, wie es in einer Mitteilung der Gruppe 269 Life hiess.

Animal rights activists lay on the ground covered in fake blood during a protest against animal suffering and meat consumption as part of the World Day for the Abolition of Meat in Paris, France, Saturday, Sept.  26, 2015.  (AP Photo/Binta Epelly)

Bild: Binta Epelly/AP/KEYSTONE

Die veganen Demonstranten inszenierten ein «Open-Air-Schlachthof» als Teil der Weltwochen zur Abschaffung von Fleisch (WWAF) die seit 2007 stattfinden.

Bild: Binta Epelly/AP/KEYSTONE

Während die meisten Aktivisten mit roter Farbe beschmiert auf dem Boden lagen, liessen sich andere als aufgehängte Schlachttiere inszenieren:

Die Gruppe 269 Life, die den Protest organisierte, beschreiben das Schlachten von Tieren für die Fleischproduktion als «Holocaust» und behaupten, dass «Veganismus ein entscheidender Schritt» sei, «den jede verantwortungsvolle und vernüftige Person machen muss».

Bild: Binta Epelly/AP/KEYSTONE

Die Weltwochen zur Abschaffung von Fleisch finden drei Mal pro Jahr Ende Januar, Mai und September statt und gehen auf eine Aktion einer Schweizer Tierrechts-Gruppe im Jahr 2007 zurück:

abspielen

Video der ersten, Schweizer Aktion, anno 2007.
YouTube/CrazyRhin0

Die Events propagieren die «Abschaffung der Produktion und des Konsums von Fleisch von fühlenden Wesen». Ziel ist es, Fleischkonsum «aus ethischen Gründen» zu illegalisieren.

(obi)

Ebenfalls zum Thema: Vom Fleischfresser zum Trend-Veganer in zwei Wochen; Woche II

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    Alle Leser-Kommentare
  • FranzM 29.09.2015 15:19
    Highlight Highlight Diese Kampagne ist respektlos gegenüber der jüdischen Gemeinschaft, den Sinti und Romas, Menschen mit Beeinträchtigung, den sozialen Randgruppen, den politisch Verfolgten und allen anderen Gruppen, welche Opfer der Verbrechen der Nazis wurden. Die Abscheulichkeit des Holocaust wird vermindert und der Wert des menschlichen Lebens mit jenem von Tieren gleichgesetzt. Die Ideologie, welche hinter dem Antispzietismus steckt und damit auch hinter dem Veganismus, ist Holistisch und damit faschistoid.
    • 1337pavian 29.09.2015 15:44
      Highlight Highlight Zum totlachen, dass dieser Kommentar nun auch noch genau 100% auf's Schema passt, welches in dem vgt-Warnschreiben, das ich unten verlinkt hatte, angegeben ist.

      Eine holistische Ideologie als faschistoid zu bezeichnen ist dann allerdings schon eine extreme Verstiegenheit. Elaborieren Sie BITTE, ich brauche dringend mehr von ihren witzigen Ergüssen.

      "Die Abscheulichkeit des Holocaust wird vermindert."

      Das ist ein guter Witz. Sie meinen also tatsächlich, der Holocaust wird dadurch weniger schlimm? HAHAHAHA!

      Wenn Sie so hochtrabend daherkommen, müssen sie korrekt formulieren, Sie Anfänger.
    • Datsyuk * 29.09.2015 15:51
      Highlight Highlight Veganismus will, dass der Mensch kein Tier ausbeutet und tötet.
      Solche Kampagnen werden gestartet, weil sich viele Fleischesser mit der Herkunft des Fleisches gar nicht befassen wollen. Wieso haben Schlachthäuser keine Glaswände? Wieso werden solche Anliegen versteckt? Weil es schrecklich ist, was darin passiert.. Motto: Aus den Augen aus dem Sinn.
      Wenn man den Begriff "Holocaust" hier nicht verwenden würde: Wie könnte man das alles denn beschrieben?
    • Datsyuk * 29.09.2015 15:53
      Highlight Highlight Anlagen, nicht Anliegen. Sorry.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 1337pavian 29.09.2015 15:17
    Highlight Highlight In Addition zu meinem letzten Kommentar, hier ein Artikel mit Erwähnung der jüdischen Bekanntheiten, die die Shoah mit Massentierhaltung verglichen inklusive Wertung dieser Legitimationsversuche (O-Ton: gerissen und schmierig).

    www.sueddeutsche.de/kultur/die-holocaust-plakate-von-peta-vegetarische-moral-1.893374
  • 1337pavian 29.09.2015 15:14
    Highlight Highlight Echt verwirrend, die Geschichte um Holocaust-Vergleiche im Zusammenhang mit Massentierhaltung. Dazu ein nicht minder verwirrender link:

    www.vgt.ch/doc/linksextreme/

    Die Zitate von grossen jüdischen Persönlichkeiten, die diesen Vergleich ziehen, suche ich gerade.

    Wie da die Wellen hochgehen. Da muss was dran sein.
    • Tatwort 29.09.2015 15:32
      Highlight Highlight Naja, den vgt als Referenz heranzuziehen ist doch etwas verwegen. Denn gemäss ihm sind Kritiker des Veganismus "Linksradikale", ergo sind Veganer also ziemlich Rechts der Mitte anzusiedeln.
      Lustig auch, dass Veganer zwar behaupten, auf tierische Produkte zu verzichten, dennoch Computer und Handies sowie Kameras benutzen.... so viel zum Thema "Konsequenz der Veganer"...
    • 1337pavian 29.09.2015 15:51
      Highlight Highlight Sie meinen "Konsequenz der Menschen"?

      Ich bitte Sie, das Gegenteil wollen Sie nicht sehen.
      Der verkrampfte Versuch, konsequent zu sein (als Gruppe) führt in die totalitären Systeme.

      Ausserdem ist war das eben ein typisches "Ich bin ja nicht gegen Einwanderung, aber diese Flüchtlinge haben alle Smartphones"-Argument, auf Veganer übertragen.

      Mehr haben Sie nicht zu bieten? Ich bin weder Veganer noch Smartphonebesitzer, überlege mir aber beides.
    • 1337pavian 29.09.2015 15:52
      Highlight Highlight Wieso "Referenz"? Referenz - für was?

      Eher zur Belustigung und Kenntnisnahme.
      Mir war der vgt bislang unbekannt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alnothur 29.09.2015 13:21
    Highlight Highlight Soso, von "fühlenden Wesen". Dummerweise fühlen aber auch Pflanzen.
    • Datsyuk * 29.09.2015 13:52
      Highlight Highlight Legitimiert denn das jetzt den Konsum von Fleisch? Du darfst Tiere töten (lassen), weil der Veganer Pflanzen tötet bzw. töten lässt. Oder was willst du damit sagen?
    • 1337pavian 29.09.2015 14:10
      Highlight Highlight Klar, nur gehen sie mit ihren Gefühlen niemandem auf die Nerven. Wenn die Tomate zucken und sich vor dem Messer wegkrümmen würde, wäre das ja auch um ein Vielfaches spannender, nicht?
    • Alnothur 29.09.2015 15:57
      Highlight Highlight Ich will damit sagen, dass diese Aktivisten mit dieser Argumentation überhaupt nichts mehr essen dürfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NichtswissenderBesserwisser 29.09.2015 09:17
    Highlight Highlight First rule to be vegan: tell everyone you are vegan. 🍗
  • dracului 29.09.2015 03:07
    Highlight Highlight Fangen wir damit an, dass wir den Tieren wieder Namen geben und eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Das würde vieles ändern!
  • Androider 28.09.2015 22:55
    Highlight Highlight Darauf erstmal ein Steak :P
  • PeterPepp 28.09.2015 22:22
    Highlight Highlight ...
    Benutzer Bild
  • lily.mcclean 28.09.2015 20:02
    Highlight Highlight Warum setzen sie sich den nicht für eine Tiergerechte haltung ein? Diese Aktion war doch mehr als melodramatisch!
    • Walter Sahli 28.09.2015 21:54
      Highlight Highlight Ein bisschen Melodrama ist beim heutigen Umgang mit Nutztieren, der durchaus als pervers bezeichnet werden muss, durchaus angebracht.
    • Creative Teen 28.09.2015 22:00
      Highlight Highlight Sie werfen Fragen auf, bringen Leute zum nachdenken und stellen Forderungen. Die Forderung nach weniger Fleischkonsum ist ja ein Einsatz für mehr Tierwohl, oder etwa nicht?
    • lily.mcclean 28.09.2015 22:24
      Highlight Highlight Eher das man darauf achten sollte wo man das Fleisch einkauft. Wiso nicht einfach zu einem Bauer gehen und dort einkaufen? Das kann man überall in der Schweiz. Und wenn man da ist kann man ja einen Rundgang machen und sehen was da abgeht. Et voila.
    Weitere Antworten anzeigen
  • koks 28.09.2015 19:53
    Highlight Highlight keine schlechte performance. ans orgien mysterien theater des wiener aktionskünstlers hermann nitsch kommts aber nicht ganz ran.... ;-)
    anschauliche videos auf youtube auffindbar. http://dai.ly/x22g4me
    • 1337pavian 29.09.2015 09:41
      Highlight Highlight Lecker wie Lady Gaga's Fleischkostüm!

      Es gibt leider weitaus schlimmeres als schlechte Kunst.
  • Theiss 28.09.2015 19:40
    Highlight Highlight Sehr pointiert, die Werbung unterhalb der Headline :P
    Benutzer Bild
  • Datsyuk * 28.09.2015 18:36
    Highlight Highlight So erzeugt man mehr Aufmerksamkeit für seine Anliegen. Wie sich der Mensch gegenüber den Tieren verhält, gleicht dem Holocaust. Beispielsweise bei der Eierproduktion werden männliche Küken einfach vergast, weil sie keine Eier liefern würden.
    • Datsyuk * 28.09.2015 20:52
      Highlight Highlight Wenn man mit mir nicht übereinstimmt: Wieso ist der Vergleich nicht zulässig?
    • Datsyuk * 28.09.2015 21:27
      Highlight Highlight Dort waren es Menschen, hier Tiere. Mit den Menschen und Tieren wurde/wird gleich umgegangen.
    • Tatwort 28.09.2015 23:11
      Highlight Highlight Das heisst also, dass Du - bevor Du Veganer wurdest - Menschen gegessen hast? Oder Deine Mitmenschen wie Tiere behandeltest? Vergleiche sind Glückssache, nicht wahr?
    Weitere Antworten anzeigen
  • The fine Laird 28.09.2015 17:17
    Highlight Highlight Ach ja die Veganer, süss.
    • 1337pavian 29.09.2015 09:54
      Highlight Highlight Nimm dich in acht; Dogmatiker können schnell ziemlich bedrohlich werden! ; )
    • The fine Laird 29.09.2015 11:20
      Highlight Highlight Ouu, ouu ja dann bin ich ruhig. ;-)
  • saukaibli 28.09.2015 16:54
    Highlight Highlight Ich finde ja auch, dass die industrielle Fleischproduktion zu weit geht, aber ich bin nicht bereit gesundheitliche Schäden zu riskieren weil ich auf tierische Vitamine und Proteine verzichten soll. Vegetarisch zu leben, naja, könnte ich mir im Notfall noch vorstellen, aber vegan? Solange ich mir aber Biofleisch leisten kann, werde ich wohl kaum auf Fleisch verzichten. Ich bin nun mal nicht zum Extemisten geboren, egal um was es geht. Und solche Vegan-Extremisten quälen ja teilweise ihre Hunde mit veganer Ernährung, oder noch schlimmer, ihre Kinder. Das ist ein absolutes NoGo.
    • Datsyuk * 28.09.2015 19:19
      Highlight Highlight Vegane Ernährung ist mit dem nötigen Wissen gesund.
    • 1337pavian 29.09.2015 09:59
      Highlight Highlight Hunde können im Unterschied zu Katzen (echte Karnivoren) relativ problemlos mit pflanzlicher Ernährung überleben.

      Bei Kindern sollte man rechtlich etwas vorsichtig sein, ihnen ab und an ein Alibi-Schnitzel vorsetzen, damit mögliche gesundheitliche Komplikationen nicht im Sinne einer Verfehlung der Sorgepflicht ausgelegt werden können.

      Ansonsten geht es ja nicht um das Was, sondern um das Wie:
      Wenn die Eltern Gemüse gut zubereiten können (sprich: Gute Köche sind) dann hat das Kind schon Vorteile dadurch, denn dann kennt es gutes Essen (und das kann niemals lediglich aus Fleisch bestehen).
    • 1337pavian 29.09.2015 11:55
      Highlight Highlight Ihr habt echt keinen Humor!
      Aber los: Nehmt alles, was mit Kindern zu tun hat, todernst.
      Sie werden es euch danken. Mit Drogenkonsum.
      Salut!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mnemonic 28.09.2015 16:51
    Highlight Highlight Oh es ist eigentlich ganz einfach; jede(r) der ehrlich behaupten kann, bei der Schlachtung seines Lieblingssnacks oder Burgers dabei sein zu können soll soviel Fleisch essen wie er oder sie will... ;-)
    • Tilman Fliegel 28.09.2015 18:37
      Highlight Highlight Wieso sollte er dabei sein müssen? Ich kann es, das weiss ich. Aber ich finde nicht, dass das nötig ist. Die Menschheit praktiziert Arbeitsteilung, es muss nicht jeder alles machen können oder wollen.
    • Tatwort 28.09.2015 23:13
      Highlight Highlight Tja, und dann wird plötzlich zur Hatz auf die Jäger geblasen.... Nein, Hand aufs Herz: Ich bin der Meinung, dass man durchaus einmal gesehen haben muss, wie geschlachtet wird. Als ich noch ein Kind war, schlachtete der Metzger neben dem Pausenplatz - täglich. Und dass ich ab und zu mal Kuhaugen, Hörner und dergleichen nach Hause brachte, war normal. Ebenso normal war, dass der Hase, den man gefüttert hat, später gegessen wurde.
    • Donaldo Perez 29.09.2015 00:10
      Highlight Highlight Und wenn ich beim Bäcker ein Brot kaufe, muss ich einmal dabei gewesen sein wenn er den Teig knetet? Oder daneben stehen wenn der Automechaniker meine Karre repariert?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Boston5 28.09.2015 16:46
    Highlight Highlight Mein Gott, man kanns ja auch übertreiben. Jeder soll essen was er will.
    • Rocky77 28.09.2015 16:55
      Highlight Highlight Jeder soll töten, wen er will?!👏
    • The Destiny // Team Telegram 28.09.2015 17:43
      Highlight Highlight @rocky77, kleiner Fehler, Jeder soll töten, was* er will?!

    • 1337pavian 29.09.2015 10:07
      Highlight Highlight Du musst skalieren. Das Prinzipielle reicht nicht aus/ist zu blutleer, ergo geheuchelt.

      Ich kann problemlos täglich Abertausende von Pflanzen abschlachten; sie scheinen kein Problem damit zu haben.
      Ich verschwende an ihr Leiden keinen Gedanken, schliesslich bin ich ein Lebewesen der nächsthöheren Stufe: Ein Tier.

      Als Tier bin ich schon ein Ökosystem an sich und als solches respektiere ich andere Lebewesen der gleichen Komplexitätsstufe intuitiv. Sprich: Das Töten derselben belastet mich, so dass ich dies nicht im Akkord zu verrichten wünsche. Diese natürliche Grenze ist dank Maschinen passé.
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