USA
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Guantanamo

Frühere CIA-Agenten: 

«Der Bericht enthält Fehler»

Frühere Agenten der CIA und deren Unterstützer haben den Senatsbericht über die Folterverhöre des US-Geheimdienstes scharf kritisiert. Aus ihrer Sicht enthält der Bericht «Fehler» bei Fakten und Interpretation der CIA-Arbeit und Widersprüche zur «Realität».

Eine Gruppe früherer Agenten schaltete am Dienstag als Reaktion auf den Senatsbericht eigens die Internetseite CIASavedLives.com (Die CIA hat Leben gerettet) auf. Sie wehrt sich darin etwa gegen die Behauptung im Bericht, das Programm sei wenige wirksam gewesen.

Mit dem CIA-Programm hätten nicht nur ranghohe Anführer des Terrornetzwerks al-Kaida gefangen genommen werden können, hiess es auf der Seite. Es habe auch dabei geholfen, Terrorchef «Osama bin Laden zu finden». 

Widersprüche zur Rolle des Weissen Hauses

Dem Senatsbericht zufolge soll der damalige US-Präsident George W. Bush allerdings erst im April 2006 von den Verhörmethoden erfahren haben. Der Präsident habe sich damals unwohl gefühlt, als er das Bild eines «an die Decke geketteten Gefangenen in Windeln» zu sehen bekommen habe.

Die CIA-Vertreter hinter der Website betonten dagegen, dass das Weisse Haus von Beginn an eingebunden gewesen sei. So erklärte der frühere CIA-Chef George Tenet auf der Website, dass der Präsident das Programm geleitet habe. Auch die Führung im Kongress sei «regelmässig und genau» über das Vorgehen unterrichtet worden.

FILE - In this April 30, 2007, file photo, George Tenet, former CIA director, listens during an interview in New York. The CIA does not give up its secrets easily. Under pressure from a Senate committee to declassify parts of a congressional report on harsh interrogations of suspected terrorists, the CIA is shadowed by its reluctance to open up about its operations and its past. The CIA officials who decide which secrets can be revealed have wrestled with Congress, archivists, journalists, former CIA employees and even a former CIA director.  (AP Photos/Bebeto Matthews, File)

George Tenet, Ex-Chef der CIA. Bild: ap/AP

Eine Zusammenfassung des Untersuchungsberichts des US-Senats war am Dienstag nach langem Ringen zwischen Parlament und Geheimdiensten veröffentlicht worden. Der Report gibt einen Einblick, wie die CIA unter Bush ein weltweites System von Geheimgefängnissen aufbaute. Dort wurden mutmassliche al-Kaida-Anhänger in einem praktisch rechtsfreien Raum festgehalten und brutal verhört.

Republikaner bemängeln «Einseitigkeit»

Die Republikaner kritisierten den Bericht als einen «politischen» Angriff auf die CIA und sprachen von einer «einseitigen» Sichtweise. Diese habe zu «falschen Analysen, ernsthaften Ungenauigkeiten und falschen Darstellungen der Fakten» geführt, hiess es in einer Erklärung des obersten Republikaners im Senat, Mitch McConnell, und des Senators Saxby Chambliss.

Lediglich der republikanische Senator John McCain, selbst in Kriegsgefangenschaft gefoltert, lobte die Veröffentlichung des Berichts. Er wisse aus eigener Erfahrung, dass der «Missbrauch von Häftlingen» bei der Geheimdienstarbeit nicht zum Erfolg, sondern eher zum Gegenteil führe, erklärte er. (feb/sda/afp)



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