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epa04471612 A doctor prepares himself for a treatment of a patient with ebola in Groningen, The Netherlands, 31 October 2014. A separate ebola space is installed in the infection department of University Medical Center Groningen (UMCG).  EPA/REMKO DE WAAL

Im Umgang mit der Epidemie sind höchste Schutzmassnahmen gefordert. Bild: EPA/ANP

Hohe Dunkelziffer

WHO geht von mehr als 13'500 Ebola-Fällen in Westafrika aus



Die Zahl der Ebola-Fälle in Westafrika liegt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei mehr als 13'500. 13'567 Menschen sind bislang an der Seuche erkrankt, wie die Organisation am Freitag in Genf mitteilte.

4951 Menschen seien durch das Virus gestorben, hiess es. Die Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Die Zahl der offiziell registrierten Fälle sei im Vergleich zum vorherigen Stand leicht gesunken, da sich einige Verdachtsfälle in Guinea nicht bestätigt hätten.

Am Mittwoch hatte die WHO noch von etwa 13'700 Ebola-Erkrankungen gesprochen. Betroffen sind vor allem Liberia, Guinea und Sierra Leone.

Weniger Neuinfektionen

Die Vereinten Nationen meldeten derweil Fortschritte bei der Bekämpfung von Ebola in Westafrika. Aktuelle Zahlen deuteten beispielsweise auf weniger Neuinfektionen in Liberia hin, sagte der UNO-Ebolakoordinator David Navarro am Freitag in New York. Man sei zudem auf einem guten Weg, wie geplant bis Anfang Dezember 70 Prozent aller Erkrankten zu behandeln.

Von der geforderten Milliarde Dollar an Hilfsgeldern seien 50 Prozent bereits zugesagt, hiess es weiter. «Aber es ist noch ein weiter Weg bis wir sagen können, dass wir den Ausbruch der Krankheit unter Kontrolle oder gar überstanden haben.»

Kritik an Quarantäneregeln

Navarro kritisierte die Quarantäneregeln einiger Staaten bei der Rückkehr von Ärzten und Krankenschwestern. «Wir möchten nicht, dass sie sich in ihrer Heimat nach der Rückkehr nicht willkommen fühlen.»

In den USA war vergangene Woche eine Krankenschwester direkt nach ihrer Rückkehr aus Sierra Leone unter ihrer Ansicht nach sehr harschen Bedingungen isoliert worden. Sie zeigt keine Symptome und bisher konnte bei ihr in mehreren Tests keine Infektion festgestellt werden.

SAN FRANCISCO, CA - OCTOBER 28: A registered nurse at the University of California Medical Center holds signs during a demonstration to protest inadequate Ebola preparedness at UC medical centers on October 28, 2014 in San Francisco, California. Over a dozen University of California medical center registered nurses held a demonstration to demand training and proper protective equipment for healthcare workers who could be called upon to care for a patient with the Ebola virus.   Justin Sullivan/Getty Images/AFP
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In San Francisco wehren sich Demonstranten gegen den Umgang mit den Ebola-Helfern. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Prostest von Krankenschwestern

Mit landesweiten Streiks und Protestaktionen wollen amerikanische Krankenschwestern im kommenden Monat einen besseren Schutz vor Ebola in den US-Kliniken fordern. Der Berufsverband der US-Krankenschwestern (National Nurses United, NNU) rief am Donnerstag zum Arbeitskampf und zu Demonstrationen am 11. und 12. November auf.

Ziel sei es, «schärfere Ebola-Sicherheitsvorkehrungen in den Spitälern des Landes» zu erzielen, erklärte der Verband. Das Virus überträgt sich durch Körperflüssigkeiten, medizinisches Personal ist bei der Pflege von Ebola-Kranken daher besonders gefährdet.

In Spanien war Anfang Oktober eine Pflegehelferin erkrankt. Die Frau hatte einen älteren Priester betreut, der sich in Westafrika infiziert hatte und zur Behandlung heimgeholt worden war. Wie die WHO nun mitteilte, wiesen sämtliche 83 Kontaktpersonen der Pflegerin nach der maximalen Inkubationszeit von 21 Tagen keine Symptome auf.

China stockt Hilfe auf

Angesichts der Ebola-Epidemie stockte China seine Hilfen zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika auf. Es seien insgesamt 750 Millionen Yuan (116 Millionen Franken) bereitgestellt worden, teilte der Generaldirektor im Aussenministerium in Peking, Lin Songtian, am Freitag mit.

Die Zahl der medizinischen Helfer aus China in der Region werde von 200 auf 700 aufgestockt. In Liberia baue China innerhalb eines Monats ein Behandlungszentrum auf. China schicke auch 60 Ambulanzen, 100 Motorräder, Schutzkleidung, Spitalbetten und Medikamente in die Region. (sda/dpa/afp/gag)

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