USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
U.S. Secretary of State John Kerry walks to his car with Austria's Foreign Minister Sebastian Kurz, right, as he arrives at Vienna International Airport, in Vienna, Austria, Wednesday, Oct. 15, 2014. Kerry meets Wednesday in Vienna with Iranian Foreign Minister Mohammad Javad Zarif to try and advance nuclear talks and meet the target date of Nov. 24. (AP Photo/Carolyn Kaster, Pool)

US-Aussenminister John Kerry beim Verlassen seines Regierungsjets in Wien. Zum Rückflug sollte es wegen einer Panne nicht kommen (15.10.2014).
Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Alternde Boeing 757

Zum vierten Mal gegroundet: US-Aussenminister Kerry muss Linienflug nehmen



Wirtschaftlich und militärisch mögen die USA einsame Spitze sein – doch ihren ranghöchsten Diplomaten bugsiert das Land mit einem Schrottflieger in der Welt herum. Zum vierten Mal dieses Jahr blieb der Regierungsjet von John Kerry am Donnerstag wegen einer Panne am Boden.

Laut einem Reporter der Nachrichtenagentur AP, der die Boeing 757 am Flughafen Wien inspizierte, war ein Reservetank undicht und die Kabine voller Rauch. Einem der Techniker, der das Problem zu beheben versuchte, sei davon schlecht geworden.

Kerry und seine Entourage mussten in der Folge auf einen Linienflug ausweichen. Der Top-Diplomat nahm es offenbar gelassen: «Wenn dir nichts Schlimmeres passiert, als einen Linienflug nehmen zu müssen, führst du ein ziemlich gutes Leben», soll er gegenüber Mitarbeitern gesagt haben.

Der iranische Aussenminister Javad Zarif, mit dem sich Kerry im Rahmen der Atomgespräche in Wien getroffen hatte, konnte sich einen Scherz nicht verkneifen, als er von dem Vorfall erfuhr: «Es sind also nicht unsere Flugzeuge», sagte er gegenüber einem Reporter von «Al-Monitor». Iran bekundet aufgrund der US-Sanktionen grosse Mühe, seine Flugzeuge in Schuss zu halten.

Jen Psaki, Sprecherin des US-Aussenministeriums, machte allerdings klar, dass der Vorfall durchaus ernste Konsequenzen hatte: Auf einem Linienflug ist Kerry mehr oder weniger zur Untätigkeit verdammt. Vertrauliche Telefongespräche kann er in Anwesenheit anderer Passagiere nicht führen. Faktisch war Kerry während neun Stunden offline.

Bereits im August hatte Kerry aufgrund einer Panne per Linienflug von Hawaii nach Washington fliegen müssen. Zwei kleinere Probleme in Genf und London Anfang Jahr konnten offenbar gelöst werden, sodass nur eine kleine Verspätung entstand.

Kerry hat bereits angedeutet, dass er ein neues Flugzeug gebrauchen könnte. Seine alternde Boeing 757 hat ihn seit Amtsantritt im Februar 2013 in 55 Länder und über 900'000 Kilometer weit geflogen. (kri)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Donald Trumps christliche Dschihadisten

Christliche Fundamentalisten waren mit dabei, als das Kapitol gestürmt wurde. Sie bilden einen zentralen Bestandteil von Trumps Kampftruppen – und sie sind brandgefährlich.

Kuhhörner, die Flagge der Südstaaten, Wikinger-Felle und Runen: All dies bringen wir in Verbindung mit den Chaoten, welche das Kapitol in Washington gestürmt haben. Wir denken an Neo-Nazis und weisse Herrenmenschen. Gerne übersehen wir die Vielzahl von christlichen Symbolen, die ebenfalls mitgeschleppt wurden, etwa Fahnen, auf denen die Liebe zu Christus verkündet wird.

Die gewalttätigen Proud Boys sind vor dem Sturm gar zum Gebet niedergekniet. Das ist kein Zufall. «Die Extremisten unter den …

Artikel lesen
Link zum Artikel