USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Überstellung von Guantánamo-Häftlingen

Die USA wollen sich vom Papst helfen lassen



Die USA haben den Vatikan um Hilfe beim Transfer von Häftlingen aus dem umstrittenen Gefangenenlager Guantánamo gebeten. Aussenminister John Kerry habe das Thema bei seinem Treffen mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in Rom angesprochen, teilte Papst-Sprecher Federico Lombardi am Montag mit.

Die USA wünschten sich «Unterstützung bei der Suche nach angemessenen humanitären Lösungen für derzeitige Insassen», hiess es. Auf welche Art von Hilfe Kerry sich konkret bezog, sagte Lombardi nicht. Der Vatikan könnte aber helfen, andere Länder zur Aufnahme von Gefangenen zu bewegen.

The entrance to Camp 5 and Camp 6 at the U.S. military's Guantanamo Bay detention center, which President Barack Obama has pledged to close amid opposition in Congress, at Guantanamo Bay Naval Base, Cuba, Saturday, June 7, 2014. The U.S. currently holds 149 men at Guantanamo. They include five prisoners charged with planning and aiding the Sept. 11, 2001, terrorist attack who face trial by military commission, as well as a handful of others being prosecuted. Most have been held without charge since the government began taking prisoners suspected of links to al-Qaida and the Taliban at the Navy base on the southeastern edge of Cuba in January 2002. (AP Photo/Ben Fox)

Noch immer sitzen 136 Gefangene in Guantánamo. Bild: AP ap

US-Präsident Barack Obama kämpft seit Jahren vergeblich für die Schliessung des von Menschenrechtlern heftig kritisierten Lagers. Schon in seinem ersten Wahlkampf im Jahr 2008 war er mit diesem Versprechen angetreten. 

Erbitterter Widerstand im Kongress, besonders von den Republikanern, verhinderte eine Schliessung, die einen wichtigen Erfolg für den zunehmend unbeliebten Obama bedeuten würde. Auf dem US-Marinestützpunkt auf Kuba sitzen derzeit noch 136 Häftlinge hinter Gittern, nachdem zuletzt sechs von ihnen an Uruguay überstellt wurden. (feb/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Analyse

So will Donald Trump seinen teuflischen Plan durchsetzen

79 Tage liegen zwischen der Wahl des Präsidenten und seiner Amtseinsetzung. Diese Zeit will Trump nutzen.

Am 24. März 1933 liess Adolf Hitler vom deutschen Reichstag das sogenannte «Ermächtigungsgesetz» verabschieden. Es sicherte ihm die absolute Macht. Begründet wurde dieser Staatsstreich mit dem Brand des Reichstages, den ein gewisser Marinus von der Lubbe angeblich verursacht haben soll.

Donald Trump hat keine Möglichkeit, ein Ermächtigungsgesetz durch den amerikanischen Kongress zu peitschen. Anders als Putin, Orban, Erdogan & Co. kann er auch die Wahlen nicht so manipulieren, dass sein …

Artikel lesen
Link zum Artikel