Polnischer Erfinder baut Schwebe-Gleiter wie aus «Star Wars» – und du kannst ihn kaufen
Wolltest du auch schon immer mal auf einem Speeder Bike durch die Gegend flitzen, so wie es Luke Skywalker in «Star Wars VI: Die Rückkehr der Jedi» auf dem Waldmond Endor tut? Dann gibt es gute Neuigkeiten: Was bei den Dreharbeiten 1983 noch Fantasie war, ist jetzt Realität und dein Traum könnte schon bald in Erfüllung gehen – sofern du das nötige Kleingeld hast.
Der polnische Erfinder und Unternehmer Tomasz Patan soll nämlich ein schwebendes Fortbewegungsmittel namens «Airbike» erfunden haben, welches stark an das «Speeder Bike 74-Z», einen Publikumsliebling aus dem Star-Wars-Universum, erinnert. So sieht es aus:
Patan tüftelt laut seiner Webseite wohl schon länger an seinem «Airbike». Vor rund einem Jahr hat er das erste Mal begonnen, seine Fortschritte auf Social Media und YouTube anzuteasern. Am 4. Mai hat er den aktuellsten Clip seines Schwebegleiters hochgeladen, thematisch angelehnt an «Star Wars». Und ging damit direkt wieder viral.
Der 4. Mai gilt als internationaler Star-Wars-Tag, weil eines der bekanntesten Zitate aus dem Franchise lautet: «Möge die Macht mit dir sein» oder im Original «May the Force be with you». «May the Force» klingt dabei sehr ähnlich wie «May the fourth», wie der 4. Mai auf Englisch genannt wird.
Patan will seine Erfindung auch kommerziell zugänglich machen. Unter dem Markennamen Volonaut verkauft er das Airbike im Internet. Für stolze 880'000 US-Dollar. Aktuell kann es vorbestellt werden. Wer interessiert ist, muss zuerst 2000 US-Dollar als nicht rückerstattbare Reservation anzahlen. In einem zweiten Schritt werden dann weitere 80'000 US-Dollar als Kaution fällig. Die übrigen 798'000 US-Dollar soll man bezahlen, wenn das Airbike fertig ist. Wann die ersten Bikes ausgeliefert werden können, ist auf der Webseite nicht ersichtlich.
Wie funktioniert das Airbike?
Details zur Funktionsweise und ein paar technische Daten des Fortbewegungsmittels lassen sich dort hingegen finden. So soll das Airbike mittels Strahlantrieb fliegen und dank eines eigens entwickelten Stabilisierungssystems, das durch einen Flugcomputer ergänzt wird, einfach steuerbar sein. Auf der Webseite finden sich widersprüchliche Angaben zur Geschwindigkeit. An einer Stelle ist von 200 km/h die Rede, während ein paar Scrolls weiter 102 km/h als Höchstgeschwindigkeit angegeben werden.
Das Airbike soll zudem dank «fortschrittlicher Carbonfasermaterialien, 3D-Druck und eines minimalistischen Ansatzes» siebenmal leichter als ein typisches Motorrad sein, konkret seien das im leeren Zustand nur 30 Kilogramm. Ein kleiner Wermutstropfen ist vielleicht die Reichweite: Mit einem gefüllten Tank – betrieben wird der Gleiter entweder mit Kerosin oder Diesel – soll man laut Herstellerangaben maximal zehn Minuten fliegen können. Immerhin: Aufgetankt werden könne das Airbike in weniger als einer Minute.
Keine Fluglizenz benötigt
In den USA braucht man laut Erfinder Patan keine zusätzliche Genehmigung, keinen Flugschein oder speziellen Führerausweis, um das Airbike zu benutzen. Das Fortbewegungsmittel halte alle Anforderungen der US-Luftfahrtbehörde FAA ein und gelte als Ultraleichtflugzeug.
Damit hat Patan offenbar bereits Erfahrung. Der polnische Tüftler soll Berichten zufolge auch bereits an der Erfindung eines ähnlichen Fluggeräts im Ultraleicht-Bereich beteiligt gewesen sein, des sogenannten «Jetson One». Bereits dieses schien trotz des hohen Preises auf Interesse zu stossen: Es seien Hunderte Vorbestellungen eingegangen, heisst es. Dies sei ein klares Zeichen für das wachsende Interesse an persönlicher Luftmobilität, wurde Hersteller Jetson letztes Jahr zitiert. (lzo)
