Weihnachten
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das deutsche Paar, das 42 Jahre lang stets ein Weihnachtsfoto schoss



Von 1900 bis 1942 schossen Anna und Richard Wagner jedes Jahr am Heiligabend stets ein Erinnerungsfoto vor dem Weihnachtsbaum in ihrer guten Stube. Hier sieht man das junge Paar aus Essen im Jahr 1900:

Schön inszeniert – Anna mit der Hauskatze und Richard mit dem neuen Gehstock.

1908 sind sie umgezogen und bereits etwas gesetzter. Der Herr raucht Pfeife.

1912 – Scheinbar wollen die Wagners ihre Beliebtheit demonstrieren. Alle erhaltenen Weihnachtsgeschenke (und das sind nicht wenige) werden ins Bild reingepackt:

1915 – Es tobt der Erste Weltkrieg (deshalb die Karte mit dem markierten Kriegsfrontverlauf), doch der Baum ist üppiger denn je ...

... was nicht von 1917 behauptet werden kann. Inzwischen ist der Krieg bereits drei Jahre alt und in Deutschland herrscht (Kohle-)Mangel. In der Wohnung ist es saukalt.

1927 gab es augenscheinlich schon Elektrizität. Anna hat einen Staubsauger bekommen, den sie stolz zur Schau stellt:

Anscheinend haben Weltwirtschaftskrise, deutsche Bankenkrise und die Machtergreifung der Nazis an Richard Spuren hinterlassen. Ende 1935 sieht man ihm die Jahre deutlich an:

1942 herrscht wieder Krieg. Doch diesmal mögen die Wagners keine Frontverlauf-Karte aufhängen. Und die Weihnachtsgeschenke wurden auch knapper:

Damit enden die Weihnachtsgrüsse der Wagners. Richard verstarb im folgenden Jahr. Anna starb zwei Jahre später, 1945.

(obi)

Dinge, die sich Jungs vor 20 Jahren zu Weihnachten gewünscht haben

Dinge, die sich Mädchen vor 20 Jahren zu Weihnachten gewünscht haben

Das könnte dich auch interessieren:

Geld allein macht nicht glücklich – aber was dann, Herr Glücksforscher?

Link zum Artikel

Love-Scamming: Wie ich einer Russin (fast) auf den Leim gegangen bin

Link zum Artikel

Die Geschichte dieses Bildes steht exemplarisch für den momentanen Gender-Knorz

Link zum Artikel

Bond fährt E-Auto? (00)7 Vorschläge, wie er sich noch besser an die Generation Y anpasst

Link zum Artikel

Vegane Influencerin bekommt ihre Periode nicht mehr – jetzt zieht sie Konsequenzen

Link zum Artikel

Warum ich bete

Link zum Artikel

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lichtblau 25.12.2015 01:00
    Highlight Highlight In nur 7 Jahren, zwischen 1935 und 42, hat auch bei Anna ein massiver Alterungsprozess stattgefunden. Tragisch. Hatten die Wagners Kinder? Einen Sohn, der im Krieg gefallen ist? Gute Geschichte, danke.
  • Realcath 24.12.2015 17:28
    Highlight Highlight Coole und schöne Idee! :)

Wie aus einer römischen Orgie der Geburtstag von Jesus wurde

Beim Anblick von bunt geschmückten Schaufenstern, dumm grinsenden Samichlaus-Fratzen und durch Einkaufsstrassen hetzenden Menschen könnte ich kotzen. Doch eigentlich ist das der einzig wahre Sinn des Weihnachtsfests – und das seit über 2000 Jahren.  

Puristen verachten das Fest am Ende des letzten Monats im Jahr. «Alles bloss Kommerz, wir feiern unsere eigene Versklavung am Kapitalismus, so 'n Scheiss!», motzen sie vor sich hin und lehnen den Becher voller Glühwein, der ihr Ticket zur pathetischen Ausgelassenheit sein könnte, kommentarlos ab.

Dem Vorwurf, dass Weihnachten, so wie wir es heute feiern, nur wenig bis gar nichts mehr mit der Huldigung von Jesu Geburt zu tun habe, würden wahrscheinlich sogar Hardcore-Christen zustimmen.

Nur ist …

Artikel lesen
Link zum Artikel