Wetter
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Kalte (Ferien-)Woche vor uns

Au revoir, lieber Sommer. Man sieht sich hoffentlich bald wieder



Das erste Juli-Wochenende hat vielerorts so geendet, wie es begonnen hat: Mit Gewittern. Zuerst kam die Schweiz aber in den Genuss eines sonnigen und warmen Sonntags. Das Wochenende bildete für viele Schulkinder den Start der Sommerferien – was wie üblich zu Staus vor dem Gotthard-Tunnel führte.

Über eine Stunde betrug die Wartezeit am Samstag kurz nach Mittag vor dem Nordportal, die Fahrzeuge stauten sich auf einer Länge von sieben Kilometern. Bereits am Freitag kurz vor Mittag hatten sich vor dem Gotthard erste Staus gebildet.

Der Ferienbeginn in 19 Schweizer Kantonen machte sich auch an den Flughafen Zürich und Genf bemerkbar. Es habe deutlich mehr Passagiere als üblich gegeben, erklärten die Medienstellen. In Zürich-Kloten wird der grosse Andrang aber erst in einer Woche erwartet, weil dann im Kanton Zürich die Ferien beginnen.

Herbstliche Temperaturen in Sicht

Wer das Prachtswetter am Sonntag genoss, tat gut daran: Denn nächste Woche wird sich der Sommer voraussichtlich vorübergehend verabschieden.

«In der Nacht auf Dienstag ist eine deutliche Abkühlung zu erwarten», sagte Daniel Murer von MeteoSchweiz. Schon für Montag sagt der Meteorologe Regen ab dem Nachmittag und Abend voraus, dies bei Nachmittagstemperaturen im Flachland zwischen 22 und 23 Grad.

Am Dienstag regne es weiter, das Thermometer zeige nur noch 14, 15 Grad an. Durchzogen bleibe das Wetter auch am Mittwoch und Donnerstag, und für das kommende Wochenende seien weiterhin keine sommerlichen Temperaturen zu erwarten.

Bade- und Glacéwetter in der ganzen Schweiz gab es dafür am Sonntag; im Zentralwallis, im Churer Rheintal und im Raum Basel massen die Meteorologen um die 30 Grad. Am Abend setzten dann Gewitter ein, besonders unfreundlich zeigte sich der Himmel im Jura und in den westlichen Voralpen.

Sturmböen fegen durch die Westschweiz

Das Wochenende hatte bereits einen stürmischen Einstand gegeben: Am Freitagabend waren heftige Gewitter über die Westschweiz gezogen. Besonders in der Romandie und in den Kantonen Freiburg und Bern waren Polizei und Feuerwehr im Grosseinsatz. Der heftige Regen und die Sturmböen von bis zu 114 km/h sorgten für umgestürzte Bäume, überflutete Keller und Blitzeinschläge.

Des cabanons servant de stands de nourriture a la fan zone de Bellerive photographies detruits apres un violent orage ce vendredi 4 juillet 2014 a Lausanne. Comme prevu par MeteoSuisse, une violente tempete a deferle sur la Suisse romande, vendredi en debut de soiree. Des degats ont eu lieu a la Fan Zone de Bellerive. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Die WM-Fanmeile in Lausanne nach dem Sturm. Bild: KEYSTONE

In Lausanne beschädigte der Sturm vier Stände und ein Zelt der Fussball-Fanmeile von «Bellerive» am Ufer des Genfersees. Die Veranstaltungen Free4style in Estavayer-le-Lac FR und Wake'n'Jam in Murten FR wurden wegen starker Regenfällen unterbrochen.

Nicht nur Sportfans, sondern auch tausenden von Opernliebhabern machte das Gewitter einen Strich durch die Rechnung. Die Organisatoren des Opernfestivals Avenches VD mussten die für den Abend geplante Aufführung von «Carmen» im römischen Amphitheater absagen. (kub/sda)

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