Whats on
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARD/NDR TATORT: KOPFGELD, am Sonntag (09.03.14) um 20:15 Uhr im ERSTEN.Ines Kallwey (Britta Hammelstein), Nick Tschiller (Til Schweiger) und Mehmet (Berkant Ãztürk) im Fahrstuhl des Krankenhauses. Sie versuchen dem Astan-Clan zu entkommen.© NDR/Marion von der Mehden, honorarfrei - Verwendung gemäà der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter NDR-Sendung bei Nennung

Til Schweiger: Immer irgendwie im Kampf. bild: ard

Ein Hoch auf Til Schweiger (aber nur ausnahmsweise): Wie er sich auf Facebook gegen Fremdenhass wehrt, ist nicht nur gross, sondern auch lustig



Es gibt einen Volkssport unter uns Sofasitzern und der heisst «Vorurteile gegen Til Schweiger, die nun mal einfach wahr sind». Zum Beispiel: Til Schweiger ist ein schlechter Schauspieler; Til Schweiger macht schlechte Filme; Til Schweiger macht sowieso nur Filme, um seine vielen Töchter zu beschäftigen. 

Und: Til Schweiger hat keinen Stil, und auf seine Witze fahren eh nur Dumpfköpfe ab, die wir alle nicht kennen. (Jaaaa, okay, ich bleib bei «Keinohrhasen», «Zweischnabelkücken» und «Dreischwanzkalb» auch immer hängen, jedes verdammte, einzelne Mal ... wieso bloss? Weil das Zeug was hat, so ein ganz grundsätzliches, lockeres Gespür für Unterhaltung, die auch ans Herz geht.)

Aber jetzt hat Til Schweiger ganz einfach Recht. Weil sein Herz bei all seinen rüpelhaften Übersprungshandlungen, für die er berühmt ist, auf dem rechten – in diesem Fall linken – Fleck sitzt. 

Warum? Am 18. Juli um 17.15 Uhr bat er auf Facebook (1,3 Millionen Follower) die Hamburger darum, an einer Spendenaktion für Flüchtlinge mitzumachen. Um 17.29 Uhr postete er: «Oh Mann – ich habs befuerchtet!! Ihr seid zum Kotzen! Wirklich! Verpisst Euch von meiner Seite, empathieloses Pack! Mir wird schlecht!!!»

Was war passiert? Es hatten sich wieder genau jene unzufriedenen Mitbürgerinnen und Mitbürger gemeldet, die sowieso in jeder Kommentarspalte gegen Ausländer, Homosexuelle, den Islam, Linke, Atomgegener, Velofahrer, Obdachlose, Villenbesitzer, Frauen, die nicht stillen wollen und Männer, die gern Teilzeit arbeiten möchten, pöbeln. Im Fall Schweiger klingt das so:

Und so weiter. Rechtschreibung: Facebook. Til Schweiger spendet übrigens gut 10'000 Euro pro Monat für soziale Zwecke. Und er schmeisst den Trollen ein paar gute Brocken Humor in die gröhlenden Kehlen:

Am 20. Juni sagt er im «Nachtmagazin» der ARD: «Ich bin ja kein Sozialforscher, aber es gibt offensichtlich mehr Menschen mit rechtem Gedankengut, als uns lieb ist. Und dann haben wir natürlich Leute, die nicht nachdenken, weil sie keine Fantasie haben, weil sie den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen und in Reality-Shows sehen, wie sich irgendwelche dumpfen Leute gegenseitig beleidigen, runtermachen, dissen, und das prallt nicht an einem ab. Das deutsche Fernsehen trägt seinen Teil dazu bei, dass die Leute so abgestumpft sind.» 

Hat er auch damit recht? Ja, hat er. Klar. Wer's nicht glaubt, soll einen Nachmittag lang deutsches Privatfernsehen schauen: Frustrierte Menschen reagieren sich an allen andern ab. Stundenlang.

Allerdings trug Til Schweiger selbst einmal in ein paar dunklen Stunden zu dieser Kultur des Runtermachens bei: Es war 2009, seine Casting-Show hiess «Mission Hollywood», er suchte da auf RTL eine junge Schauspielerin für eine kleine Rolle im letzten Teil der «Twilight»-Saga. «Mission Hollywood» war ein Quotendesaster. Und eine Feier des unkontrollierten TV-Sexismus. Impossible. Er hat's dann auch nie wieder versucht. Und hüllt sich darüber in Schweigen, der Schweiger. 

Der Rest: Respekt. Riesenrespekt.

P.S. Okay, ein ganz kleines bisschen darf man ihn jetzt auch hochnehmen ...

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

99
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

99
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Ein Stapel Geschirr, abgewaschen und zum Trocknen hingelegt. Das zeigt das Foto der jungen Amerikanerin Brittany Ernsperger, das sie Anfang Juli auf Facebook lud. Das Bild wirkt auf den ersten Blick nicht aussergewöhnlich.

Doch der dazu geschriebene Text der jungen Frau bewegte Tausende von Facebook-Usern. In einem längeren Text beschreibt die Mutter, wie sie täglich gegen die psychische Krankheit ankämpft. Folgend der ganze Text übersetzt:

Ernsperger erhielt auf ihren Post tausende Reaktionen. …

Artikel lesen
Link zum Artikel