Wintersport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Rastas nur als Tarnung

Der Freestyler, der so gerne cool wäre und doch nur ein Bünzli ist

Henrik Harlaut trägt Rastazöpfe und den Hosenbund in der Kniekehle – aber die Tarnung des Slopestyle-Skifahrers ist aufgeflogen. Schlimmer Befund: Der Schwede ist ein Bünzli.



Bei den Stichworten «Henrik, Schweden, Rastazöpfe» muss der Sportfan nicht lange überlegen: Es muss von Henrik Larsson die Rede sein. Der einstige Fussballstar trug seine Haare als aufstrebendes Talent verfilzt, bevor er sich im reiferen Alter für eine ebenso markante Glatze entschied.

Wir wissen nicht, ob Larsson das Vorbild für einen anderen schwedischen Henrik ist. Harlaut heisst er mit Nachnamen, Slopestyle-Skifahrer ist er von Beruf, zwei Siege an den X-Games sind seine grössten Erfolge. Die Freestyler haben einen Ruf zu verteidigen: Im Gegensatz zu den langweiligen alpinen Skifahrern sind sie ganz einfach saumässig cool.

Animiertes GIF GIF abspielen

Bei jedem Sprung dasselbe: Am Ende ist die Hose in der Kniekehle. GIF: SRF

XXXXL-Ausrüstung

Harlaut, einer der besten seines Fachs, trägt Rastazöpfe. Eine Jacke, die mindestens drei Nummern zu gross ist. Bunte Handschuhe mit witzigen Motiven drauf. Und eine überweite Hose, die ihm bis in die Knie herunterhängt. Nur dank Hosenträgern verliert er sie während dem Run nicht. «Das ist mein Style, so bin ich seit zehn Jahren unterwegs», sagte Harlaut in der Mixedzone. «Ich fühle mich wohl damit.»

Harlaut pflegt das Image des Übercoolen, der sich auch von einem Dopingtest mitten im Wald nicht aufhalten lässt in seiner knüppelharten Olympia-Vorbereitung. Video: Youtube/InspiredMediaTV

Wir wären beinahe hereingefallen auf seine Tarnung. Denn die sagenhaften Tricks von Henrik Harlaut lenken davon ab, dass er nichts als ein verkleideter Bünzli ist. Einer, der wahrscheinlich Astrid Lindgrens «Wir Kinder von Bullerbü» auf dem Nachttisch liegen hat. Der sich schon freut, bald wieder zu Hause in seinem Schrebergärtchen zu sein.

Denn unter seiner saucoolen Kleidung trägt Harlaut den gleichen hautengen Skidress wie seine langweiligen schwedischen Alpinkollegen. Da können seine Sprünge noch so faszinierend sein – der ganz grosse Zauber ist irgendwie weg.

Zu einer Medaille reicht es Harlaut in Sotschi nicht. Der Schwede muss sich mit Rang 6 begnügen. Gold, Silber und Bronze gehen alle in die USA, erster Ski-Slopestyle-Olympiasieger der Geschichte wird Joss Christensen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Das? Ach das ist nur eine (brutal) lange Schlange vor der Titlis-Bergbahn 😱

Corona sorgt für abnormale Bilder in den Skigebieten. In Engelberg standen die Wintersportler am Dienstag in einer schier unendlich langen Warteschlange vor der Talstation.

Wer an einem Sonntag bei schönem Wetter auf die Piste will, brauchte schon vor Corona viel Geduld beim Anstehen. Doch die aktuelle Situation sorgt in den Skigebieten für noch längere Wartezeiten. Am Dienstag nahm dieses Szenario in Engelberg vor der Talstation eine völlig neue Dimension an. In einem Video filmt ein Wintersportler die ganze Warteschlange und diese will kaum ein Ende nehmen.

Grund für diese Bilder sei das neue Zutrittssystem, sagt Urs Egli, Mediensprecher der Titlis Bergbahnen …

Artikel lesen
Link zum Artikel