Wirtschaft
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Weltkugel am Abgrund

Bild: montage: watson / material: shutterstock

Analyse

Jetzt bekommen die Zentralbanker wirklich Angst vor einer Rezession

Europa kränkelt, die USA wird immer nationalistischer, China immer autoritärer. Wie soll die Weltwirtschaft das verkraften?



Bill Dudley war Präsident der Federal Reserve Bank of New York, der wichtigsten Tochter der US-Notenbank, der Fed. Kürzlich hat er erklärt, die Fed müsste eine allfällige Wiederwahl von Donald Trump als ernsthafte Bedrohung der Wirtschaft betrachten und dementsprechend reagieren.

Es ist mehr als ungewöhnlich, dass Notenbanker sich in dieser Art äussern, selbst dann, wenn sie nicht mehr im Amt sind. Doch Dudley ist keine Ausnahme. Philipp Hildebrand, der ehemalige Präsident der Schweizerischen Nationalbank, hat soeben die Finanzwelt mit einem Gastkommentar in der «Financial Times» verblüfft.

Darin warnt Hildebrand vor einer kommenden Rezession der Weltwirtschaft und fordert die Zentralbanken auf, selbst ungewöhnliche Massnahmen ins Auge zu fassen, denn «die Verantwortlichen für die Geldpolitik haben keine Munition mehr, um eine Rezession, ganz zu schweigen von einer ausgewachsenen Krise, zu bekämpfen.» Hildebrand fordert deshalb einen Plan, wie man billiges Geld nicht via Banken, sondern direkt an die Bürger verteilen kann.

ZUM PROZESS GEGEN DEN THURGAUER SVP-POLITIKER HERMANN LEI IM FALL HILDEBRAND VOR DEM ZUERCHER OBERGERICHT, AM FREITAG, 23. JUNI 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDENDE ARCHIVBILDER ---- Swiss National Bank chairman Philipp Hildebrand speaks during a media conference in Bern, Switzerland, January 9, 2012. The President of the Swiss National Bank, Philipp Hildebrand, is stepping down with immediate effect, the bank announced online 09 January 2012. Hildebrand had faced allegations of conducting potentially illegal foreign exchange transactions. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Fordert Helikopter-Geld: Ex-SNB-Präsident Philipp Hildebrand. Bild: KEYSTONE

Die amtierenden Chefs denken derweil über drastische Massnahmen nach. Fed-Präsident Jerome Powell soll angeblich noch im September die Leitzinse erneut senken, und zwar um 50 Basispunkte. Mario Draghi, der scheidende Präsident der Europäischen Zentralbank, will die ohnehin noch negativen Leitzinsen noch weiter drücken. Draghis Nachfolgerin Christine Lagarde fordert Europas Regierungen auf, Ankurbelungsprogramme zu lancieren.

Die Angst der Zentralbanker ist verständlich. Hier sind ein paar Meldungen aus den vergangenen Tagen:

Die Zuckungen der Aktienbörsen sind so etwas wie das Zurechtrücken der Liegestühle auf dem Deck der Titanic. Der Rezessions-Eisberg ist bedrohlich nahe. Nicht die einzelnen Mosaiksteine sind bedrohlich, sondern das gesamte Bild. Adam Tooz beschreibt es in der «New York Times» wie folgt: «Die Aussicht auf die Weltwirtschaft ist düster: Europa leidet an Schwindsucht, die USA an Nationalismus und China wird autoritär.»

Derweil läuft der Handelskrieg zwischen den USA und China aus dem Ruder und bedroht die Weltwirtschaft ernsthaft. Trump habe sich verzockt, glaubt inzwischen selbst sein ehemaliger Wirtschaftsberater Gary Cohn. Tatsächlich scheinen die Chinesen den Handelskrieg besser zu verkraften als die Amerikaner.

A broker watches his screens with the German stock index DAX in background at the stock market in Frankfurt, Germany, Thursday, Aug. 15, 2019. (AP Photo/Michael Probst)

Wie weiter? Broker an der Börse in Frankfurt Bild: AP

Trump wird so immer mehr zum Gefangenen der Investoren. An der Wall Street liefern sich Bären und Bullen (Pessimisten, resp. Optimisten) einen wilden Kampf um die Lufthoheit über die Aktienbörse. Jeder Tweet des Präsidenten löst wilde Kursreaktionen aus. Doch die Einsicht wächst, dass zwischen Washington und Peking im besten Fall ein zeitlich begrenzter lahmer Kompromiss möglich ist.

Trump allerdings will davon nichts wissen. Einmal mehr droht er, den Konflikt gar noch auszuweiten. «Allen Genies da draussen, die glauben, ich müsse zusammen mit der EU gegen China vorgehen, sei gesagt: Die EU behandelt uns ebenfalls sehr UNFAIR.»

Nicht nur dieser Tweet ist unsinnig. Der Präsident hat einen katastrophalen Sommer hinter sich. Grönland-Debakel, Streit mit Juden, Streit mit seinem eigenen Fed-Präsidenten, Streit mit ehemaligen Speichelleckern (Scaramucchi) – ja selbst Streit mit Fox News.

Im Weissen Haus beginnt man daher, sich ernsthaft Sorgen um die geistige Gesundheit des Präsidenten zu machen. So hat er übers Wochenende einmal mehr erklärt, er habe noch nie von einem Kategorie-5-Hurrikan gehört, obwohl sich allein in seiner Amtszeit drei davon ereignet haben.

Ein wirrer Präsident an der Spitze der nach wie vor einzigen Supermacht – kein Wunder, schlafen die Zentralbanker schlecht.

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    Alle Leser-Kommentare
  • m. benedetti 06.09.2019 00:08
    Highlight Highlight Immer wenn ich Löpfe und Analyse lese, weiss ich was kommt, nämlich seine Meinung irgendwo zusammengeschrieben aus anderen linksgrünen Massenmedien und sicher keine Analyse. Immer dabei Trump und oft dabei Köppel. Das ist schon fast pathologisch.
    • Evan 06.09.2019 10:08
      Highlight Highlight Bin einverstanden, aber fairerweise muss man sagen, dass er durchaus mal den ein oder anderen lesenswertn Artikel gebracht hat.
  • marcog 05.09.2019 18:01
    Highlight Highlight Die ganze Wirtschaft wurde über die Jahre etwas windschief... Es ist doch recht töricht anzunehmen, dass man dies flicken kann, indem man ein bisschen an der Zinsschraube dreht.
  • kmaloney 05.09.2019 17:33
    Highlight Highlight Journalisten lieben es, Angstnachrichten zu verbreiten, deshalb hier die Gegenthese:

    - Wir leben in einer der innovativsten aller Zeiten, fast täglich werden neue Erfindungen gemacht, die uns das Leben einfacher machen
    - Wir leben in einer der sichersten aller Zeiten, die Wahrscheinlichkeit von Krieg oder einer Hungersnot ist so klein wie noch nie
    - Rezession heisst nicht, dass die Welt untergeht...
    - die weltweite Arbeitslosenquote ist so tief wie noch nie
    - Konjunkturzyklen sind normal
    - Nur weil Deutschland im letzten Q. um 0.1% geschrumpft ist, heisst das nicht, dass eine Weltkrise folgt
    • häxxebäse 05.09.2019 18:27
      Highlight Highlight Und wer profitiert effektiv von den tollen erfindungen? Sprich, sind diese bezahlbar? Mein kühlschrank zb. ist 40jährig.
      Richtig, aber dieses essen macht uns krank... monsanto lebe hoch 🙄
      Die meisten jobs sind scheisse: bore out oder burn out
      Rezessionen lassen die welt nicht untergehen, verursachen extrem viel stress...: emtlassungen, pleiten, scheidungen, selbstmorde, depressionen, etc.
      Arbeitslosenquote: warum gibt es immer mehr workingpoors?
      Es gibt andere länder ausser deutschland.. deren einwohner werden entlassen, wandern aus und nehmen jeden job an = drückt den lohn, erhöht die mieten
    • Roblock 05.09.2019 18:32
      Highlight Highlight Ich bin auch dieser Meinung. Es hat schon immer Rezessionen gegeben und die Welt ist deshalb nicht von der Klippe gefallen. Die Börsen kennen langfristig nur eine Richtung - nach oben. Und dies trotz 2 Weltkriegen und mehrerer Witschaftskrisen. Man muss halt eine langfristige Kaufen-und-Halten-Strategie verfolgen und nicht bei jedem Weltuntergangsartikel in den Medien Aktien verkaufen wollen.
  • Grossmaul 05.09.2019 17:21
    Highlight Highlight
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    Ich muss aufhören mir das reinzuziehen...
  • johnnyenglish 05.09.2019 16:50
    Highlight Highlight Jetzt aber wirklich? ;-)
  • IMaki 05.09.2019 16:23
    Highlight Highlight Das wirtschaftliche Null-Wachstum der reichen Industriestaaten und der anschliessende Rückbau inkl. Konsumverzicht wären wesentliche Voraussetzungen, um die Klimakatastrophe mindestens lindern zu können. Das war alles schon vor 50 Jahren vorauszusehen. Jetzt ist der für einen wirtschaftlich und sozial verträglichen systemischen Umbau notwendige Bremsweg so kurz geworden, dass ein fürchterlicher Aufprall unvermeidbar ist. Schlimmer noch: angesichts wirtschaftliche und sozialer Zusammenbrüche wird uns genau jenes Rezept verschrieben, die uns alles eingebrockt hat: Wachstum.
    • bebby 05.09.2019 19:32
      Highlight Highlight Konsumverzicht wäre aber wirtschaftlich schon eine kleine Katastrophe. Man denke nur zurück an die guten alten Calvinistischen Zeiten, zu denen jeglicher Konsum verpönt war. Zürich und Genf wussten gar nicht mehr wohin mit dem vielen Geld! Mit dem Resultat, dass die Zinsen ins Bodenlose fielen, und das Geld im Ausland investiert werden musste, um dort irgendwelche Kriege zu finanzieren.
  • Hausmeister krause 05.09.2019 16:18
    Highlight Highlight Wäre eine richtig kräftige Rezession nicht gut für den Planeten? Weniger konsum, weniger Umweltverschmutzung usw.
    Vieleicht kriegt Trumpel einen Preis vom WWF weil der co2-Ausstoss weltweit sinkt... 😂😂
  • Billy the Kid 05.09.2019 14:14
    Highlight Highlight Trump ist ein Symptom und keine Ursache.
    Im Endeffekt spielt er die einen Globalisierungsverlierer gegen die anderen aus - während er an seine Kaste gewaltige Steuergeschenke vergibt, dem militärisch-industriellen Komplex weitere Milliarden in den gierigen Schlund wirft und den noch verbliebenen Rumpf von "Sozialstaat" in die Mülltonne der Geschichte schmeisst.
    Falls die Wirtschaft noch während seiner 1. Amtszeit gewaltig crasht - wird er einfach seinen selber installierten obersten Notenbanker die Schuld in die Schuhe schieben oder die Chinesen und Europäer an den Pranger stellen.
  • wasps 05.09.2019 14:01
    Highlight Highlight China wird immer autoritärer? Im Ernst, Loepfe? China belegt im Demokratieindex Platz 136 von 167 Ländern! Autoritärer geht gar nicht mehr.
    • Das ist lustig, weil ... 05.09.2019 14:29
      Highlight Highlight ... China entgegen der Aussage des Users in diesem Index noch 30 Plätze abrutschen und entsprechend noch einiges undemokratischer werden könnte. Der User bringt mit seinem Kommentar zum Ausdruck, dass er die Demokratie in China nicht als Demokratie empfindet.
    • Philipp Löpfe 05.09.2019 14:49
      Highlight Highlight #wasps: Doch, 30 Plätze kann China noch fallen.
  • WID 05.09.2019 13:55
    Highlight Highlight Vielleicht schlittern wir auch langsam in eine Verringerung der Wirtschftsleistung (=Rezession) weil imme rmehr Menschen merken, wie unnötig 90% der produzierten und konsumierten Produkte doch eigentlich sind.
    • Der Ökofuzi 05.09.2019 16:31
      Highlight Highlight Würde mich sehr freuen wenn du recht hast. Der ewige Konsum / das ewige Wachstum auf dem unsere Wirtschaft leider beruht, bringt uns ansonsten früher oder später ins Grab.
    • karies 05.09.2019 16:38
      Highlight Highlight you dreamer du!
    • häxxebäse 05.09.2019 18:28
      Highlight Highlight First sinking, then telling!
  • WID 05.09.2019 13:52
    Highlight Highlight Das Teaserbild ist total bescheuert, sorry. Aber ich mus das so krass formulieren. Denn die Welt geht nimmer den Bach runter wenn wir eine Rezession bekommen. Im Gegenteil, bei Rezessionen vermindern sich die Umweltbelastungen eher weil weniger Ressourcen verbraucht werden.
  • Fairness 05.09.2019 13:50
    Highlight Highlight Das ist - ehrlicherweise u.a. - das Resultat, wenn Schlaumeier wie Trump meinen die Wirtschaft sei eine TV-Show.
  • Mat_BL 05.09.2019 13:41
    Highlight Highlight Sorry aber dieser Artikel ist ziemlich mager recherchiert. Was soll das Trump-, USA-, China-Gerede und dabei wird mit keinem Wort die (immer noch) katastrophale Euro EZB (Europäische Zentralbank) Geldpolitik erwähnt?

    Schon vergessen dass die EZB mit Anleihekäufen von 60 Mrd. € pro MONAT (!) Geld in die EU gepumpt hat? Was das langfristig bedeutet und dass das nie gut herauskommen kann, steht schon im Vorwort eines diesbezüglichen Sachbuches.

    Wenn es also zu einer massiven Rezession kommt, sind die dafür Verantwortlichen auch in Brüssel, resp. Frankfurt am Main zu suchen.
  • fools garden 05.09.2019 13:40
    Highlight Highlight Hildebrand sieht das gar nicht so schlecht.
    Die Staaten können getrost beginnen das Geld direkt zu verteilen, es landet am Schluss wieder bei den Reichsten, aber dazwischen hat die Knete wenigsten gearbeitet und Gutes getan.
    • geissenpetrov 05.09.2019 13:59
      Highlight Highlight Man könnte auch Aktienrückkäufe wieder verbieten, was +/- denselben Effekt hätte.

      Ich wundere mich wie mutlos die Regierungen geworden sind. Oder liegts eher daran, dass sie immer noch die neoklassischen Märchen glauben oder ganz gezielt eine politik verfolgen, die nur den oberen 1-2% zugute kommt?
    • bebby 05.09.2019 15:39
      Highlight Highlight Hildenbrands Ideen sind brandgefährlich...traue nie einem Ökonomen.
  • Posersalami 05.09.2019 13:05
    Highlight Highlight „Europa leidet an Schwindsucht, die USA an Nationalismus und China wird autoritär“

    In wie fern ist es ein Problem für die Wirtschaft, wenn ein Land autoritär regiert wird? Sry aber der einzige Einfluss hat die Wirtschaftspolitik und sonst nichts. Das eine Demokratie es auch verkacken kann sieht man doch aktuell gut in Europa. Gleichzeitig gedeihen autoritär regierte Staaten wie Singapur (das Land gehört praktisch einer Familie) prächtig.

    Das Argument gegen China ist Nonsens.
  • dmark 05.09.2019 13:03
    Highlight Highlight Eigentlich ist es schon längst an der Zeit, dass dieses aufgeblähte virtuelle Schuldensystem, welches sich "Wirtschaft" nennt, endlich mal in sich zusammen fällt.
    • Der Ökofuzi 05.09.2019 16:43
      Highlight Highlight Wahrscheinlich schon, aber solange wir das System nicht hinterfragen und ein neues erarbeiten, wird die Wirtschaft anschliessend die Scherben zusammenkehren und munter weiter machen. Das wird dann so lange wiederholt bis unser Planet daran krepiert, weil ewiges Wirtschaftswachstum bei endlichen Ressourcen schlicht und einfach nicht möglich ist.
    • Firefly 06.09.2019 16:45
      Highlight Highlight Ja und dann kann der Staat wieder blechen!?
  • Mutbürgerin 05.09.2019 13:03
    Highlight Highlight Früher akzeptierte man, dass die Wirtschaft sich in Wellen entwickelt. Eine Rezession ist notwendig, damit unrentable Firmen vom Markt verschwinden und der Staat sein angefuttertes Fett wieder los wird. Mit der Geldschwemme haben die Notenbanker aber geglaubt, das Perpetuum Mobile gefunden zu haben. Nun wird auch dies wirkungslos. Die Notenbanker sind ein Experiment eingegangen, das gescheiter ist, deshalb sind ihre neuen Ratschläge völlig überflüssig. Es gibt zuviel Geld auf dieser Welt, wie absurd ist das denn.
    • Peter R. 05.09.2019 14:46
      Highlight Highlight Da muss ich Ihnen einmal recht geben. Es wird zuviel Geld gedruckt und dieser Trend geht unendlich weiter. Wir werden eines Tages aufwachen und feststellen, dass Geld keinen Wert mehr aufweist.
      Die Billig-Geldpolitik, die von allen Notenbanken angefangen wurde, kann nicht mehr gestoppt werden bzw. hat keinen Effekt mehr. Es gibt bald keine Mittel mehr um eine Rezession zu verhindern oder um die Wirtschaft anzukurbeln. Wenn das so weitergeht, werden wir eines Tages Kredit bekommen und dafür zahlen die Kreditgeber noch Zins!!
    • bebby 05.09.2019 16:03
      Highlight Highlight Letzteres ist bereits Realität...
  • Sarkastoball 05.09.2019 13:02
    Highlight Highlight Ehm... das klingt sehr nach cryptowährungen: "billiges Geld direkt an die Bürger verteilen ohne Bank"
    • The Destiny // Team Telegram 05.09.2019 17:16
      Highlight Highlight Muss nicht sein, könnte auch über die Steuern gemacht werden, ala Rückvergütung.
    • Lexxus0025 05.09.2019 22:29
      Highlight Highlight Bedingungsloses grundeinkommen *hust*
  • schuldig 05.09.2019 12:49
    Highlight Highlight Hmm lass mal sehen:
    Streitigkeiten können sich negativ auswirken, Rückzug auf rein nationalistische Standpunkte kann unabsehbare Folgen haben, Trump hat nicht alle im Oberstübchen.
    Wieso habe ich das Gefühl, in diesem Beitrag nichts Neues erfahren zu haben?
  • Scaros_2 05.09.2019 12:41
    Highlight Highlight Immer wieder erstaunlich, wie ein bericht anfänglich bei etwas anfängt und am schluss noch ein Bashing gegen Trump gesetzt wird, dass eigentlich nichts mit dem anfänglichen Problem zu tun hat.

    Hauptsache man konnte die tägliche (und ermüdende) Dosis absetzen.
    • Scarrus 05.09.2019 13:13
      Highlight Highlight Genau, es sind mindestens noch seine Wähler und Unterstützer mit schuldig wenns um seine Politik geht!
  • Triumvir 05.09.2019 12:39
    Highlight Highlight Das sind doch gar nicht so schlechte News. Denn sofern Trump wegen mieser Konjunktur von den Wählern in den USA aus dem Amt gejagt werden würde, würde ich eine kurze Rezession sogar begrüssen. Zumal der Zweck bekanntlich die Mittel heiligt...
  • walsi 05.09.2019 12:34
    Highlight Highlight Wie schön, dass man den Schuldigen schon gefunden hat. Donald Trump. Es könnte ja nicht die falsche Zinspolitik der Zentralbanken sein, oder die falsche Aufarbeitung der Finanzkrise von 2008, es ist auch nicht die Währungsunion, bei der alle, ausser Deutschland, verloren haben. Nein es ist Donald Trump alleine. Das Leben muss schön sein mit so einem einfachen Weltbild.
    • Janorian 05.09.2019 13:01
      Highlight Highlight Nun, dir gesamte Wirtschaft ist sehr unruhig.
      Mr. Trump hat viel versucht - produktion ins Inland, Zölle auf Deutsche Autos, Rohstoffe aus den USA.

      Aber: wenn Chinesen 10 mal billiger produzieren, deutsche Autos bei halbem Verbrauch doppelt so lange leben und amerikanischer Stahl halt einfach ungenügend ist, bringen diese Schritte halt nun mal nichts.
    • Unkel Wullewu 05.09.2019 13:10
      Highlight Highlight Und dabei wird den "Rechtspopulisten" immer vorgeworfen, sie arbeiten mit einfachen Lösung. Wie man momentan schön in GB sehen kann, ist aber sowieso alles Hans wie Heiri. Die Selektion, wie man für Wahlen als Kandidat auf Partei-Listen kommt, bevorzug offenbar ungeignete Charakter; um die Regeln für die Gesellschaft aufzustellen. Ich denke, es ist Zeit für mindestens zwei Dekaden Demarchie, die Wahl durch Auslosen. Aristotoles Lösung für solche Situationen. Vor 2350 kreiert, weil auch die Demokratie sich verennen kann und nicht mehr für das Volk arbeitet.
    • Peter R. 05.09.2019 13:16
      Highlight Highlight Es ist halt einfacher einen Sündenbock für eine wirtschaftliche Misere zu nennen, anstatt die wahren Gründe des Problems herauszufinden.
      In einem westlichen Land wie die USA (hier besonders) kann die Regierung ein Umfeld schaffen, aber die wirtschaftliche Entwicklung wird durch die Unternehmungen und die Konsumenten beeinflusst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • CogitoErgoSum 05.09.2019 12:28
    Highlight Highlight An der Börse auf fallende Preise zu setzen wieder abschaffen.
    • Tomtom64 05.09.2019 13:14
      Highlight Highlight Bitte erkläre wieso und was das mit einer Rezession und der Geldpolitik zu tun hat.
    • CogitoErgoSum 05.09.2019 16:19
      Highlight Highlight Reiche mit sehr viel Geld - und von denen haben wir doch einige - können den Handel dadurch in beide Richtungen beeinflussen.
  • Raphael Stein 05.09.2019 12:23
    Highlight Highlight Die Zuckungen der Aktienbörsen sind so etwas wie das Zurechtrücken der Liegestühle auf dem Deck der Titanic.


    Was für guter Vergleich.
    • TheRealSnakePlissken 05.09.2019 13:47
      Highlight Highlight Eher schiefes Bild. Bis zum Zusammenstoss mit dem Eisberg war die Stimmung ja top auf der Titanic. Das gilt ja für die aktuelle Wirtschaftslage eher nicht: Frühindikatoren im Minus, Politpersonal am Rumhampeln - und das alles mit gigantischem Schuldenberg im Hintergrund. Kommt mir eher vor wie der iranische Tanker, der im Mittelmeer herumirrt und sein Öl nicht los wird.
    • Raphael Stein 05.09.2019 18:24
      Highlight Highlight @TheRealSnakePlissken,

      tja, ich versteh das so, wir rücken die Liegestühle zurecht, aber ändern den Kurs nicht. Ist es jetzt etwas besser verständlich?
  • amore 05.09.2019 12:16
    Highlight Highlight O-Ton des Präsidenten: „er habe noch nie von einem Kategorie-5-Hurrikan gehört“.
    Ob dieser Mensch dumm, krank oder beides ist, weiß ich nicht. Aber eines davon wird’s wohl sein. Dass ein demokratisches Land einen Menschen für diese Aufgabe an die Spitze stellt, ist einfach nicht nachzuvollziehen.

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