Wirtschaft
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Nestlé räumt Zwangsarbeit in Thailand ein

24.11.15, 13:11 24.11.15, 14:06


Nestlé will künftig gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen auf thailändischen Fischerei-Schiffen vorgehen. Angesichts der zunehmenden Sorgen bezüglich der Arbeits- und Menschenrechte in der thailändischen Fischerei sowie des Bekenntnisses von Nestlé, gegen solche Praktiken vorzugehen, bestehe nun ein Aktionsplan.

epa04460870 A young woman sorts fish at the port bordering Myanmar, in Ranong, southern Thailand, 24 October 2014. The Thai fishing industry has been accused of instances of using alleged slave crews and continued over-fishing, moving further away from traditional methods that do not allow a sustainable supply chain of fish, and creating a threat to food security. The southern coastal areas sees many workers from Myanmar employed in the fishing industry.  EPA/BARBARA WALTON

Ein Mädchen auf einem Fischmarkt in Thailand.
Bild: BARBARA WALTON/EPA/KEYSTONE

Ende August war Nestlé in den USA wegen Menschenrechtsverletzungen in Thailand mit einer Klage konfrontiert worden. Nestlé wurde vorgeworfen, dass ein Teil der vom Konzern aus Thailand importierten Meeresfrüchte unter Sklaverei-Bedingungen gewonnen würde und Nestlé diesen auf thailändischen Fischerei-Schiffen grassierenden Bedingungen bewusst Vorschub leiste. Eine entsprechende Sammelklage wurde von der Anwaltskanzlei Hagens Berman an einem Bundesgericht in Kalifornien deponiert.

epaselect epa04464082 A young Myanmar girl, the child of a shipyard migrant worker, roams the shipyard as Myanmar workers restore wooden fishing boats in Ranong, southern Thailand, 26 October 2014. The workers from Myanmar are known for their work restoring, repairing and cleaning the fishing boats in Ranong, an area dependent on its fisheries industry.  EPA/BARBARA WALTON

Ein Mädchen aus Myanmar, das auf einer thailändischen Werft arbeiten muss.
bild: BARBARA WALTON/EPA/KEYSTONE

Mit dem Aktionsplan möchte sich Nestlé gemäss der Mitteilung nun dazu verpflichten, Zwangsarbeit in der thailändischen Fischerei zu eliminieren, teilte der Nahrungsmittelkonzern am Montag mit. Man gehe davon aus, dass der erstellte Aktionsplan dazu beitragen werde, die Leben von solchen «nicht zu akzeptierenden Arbeitsbedingungen» Betroffener zu verbessern, heisst es weiter. Dies werde aber keine leichte Aufgabe, die schnell erledigt werden könne. Dennoch gibt sich Nestlé zuversichtlich, in den kommenden Monaten nennenswerte Fortschritte zu erzielen.

(sda/awp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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