Wirtschaft

Amazon schreibt rote Zahlen wegen neuer Investitionen

Onlinehandel

Amazon schreibt rote Zahlen wegen neuer Investitionen

25.07.2014, 00:1325.07.2014, 09:30
Amazon-Chef Jeff Bezos bei einer Produktvorstellung im Juni.
Amazon-Chef Jeff Bezos bei einer Produktvorstellung im Juni.Bild: JASON REDMOND/REUTERS

Der US-Onlinehändler Amazon hat wegen kräftiger Investitionen in neue Geschäftsbereiche im zweiten Quartal seinen Nettoverlust überraschend stark ausgeweitet. Der Verlust betrage 126 Millionen Dollar, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Im Vorjahreszeitraum betrug der Verlust sieben Millionen Dollar. 

Für das laufende Quartal dürfte das Defizit laut Amazon auf operativer Ebene sogar bis zu 810 Millionen Dollar betragen. Zugleich erzielte der Konzern aber einen Umsatz von 19,34 Milliarden Dollar, das ist ein Plus von 23 Prozent. 

Der teure Expansionskurs lässt Amazon immer wieder in die Verlustzone rutschen. Ziel ist es, rasch Marktanteile zu gewinnen, neuerdings etwa durch eine Lieferung am Sonntag in den USA. Amazon entwickelt inzwischen eigene Fernsehshows und Videospiele. Ausserdem ist der Konzern ins Smartphone-Geschäft eingestiegen und hatte Mitte Juni ein Handy namens «Fire» vorgestellt, mit dem er vor allem Apple und Samsung Konkurrenz machen will. 

In der Vergangenheit waren die Anleger grundsätzlich einverstanden mit dem Treiben des Firmengründers. Doch die kritischen Stimmen mehren sich. Seit Jahresbeginn hat die Aktie alleine im regulären Handel bereits ein Zehntel ihres Werts verloren. Nach Bekanntwerden der neuesten Zahlen rutschte sie nachbörslich um 8 Prozent ab. (trs/sda/reu/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Das sind die grössten Schweizer «Baustellen» bei KI und Digitalisierung
Ein grossangelegtes Forschungsprogramm zeigt: Ob KI uns nützt oder schadet, entscheidet nicht die Software, sondern der Faktor Mensch. Die Forschenden fordern ein Umdenken in Schulen, Medien und auf dem Arbeitsmarkt.
«Die digitale Transformation, also die Veränderungen, die durch die Technik, die künstliche Intelligenz durch Computer auf uns zukommen, ist in vollem Gange und verändert unser tägliches Leben», sagte Abraham Bernstein von der Universität Zürich, Präsident der Leitungsgruppe des Forschungsprogramms, am Donnerstag vor den Medien.
Zur Story