Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Julius-Bär-Chef

Bankkunden mit geringem Vermögen verlassen die Schweiz



Boris Collardi, Chief Executive of Swiss private bank Julius Baer, addresses a news conference to present the bank's half-year results in Zurich July 21, 2014. Zurich-based private bank Julius Baer said on Monday that it will buy the private banking activities of Bank Leumi in Luxembourg and Switzerland, in a deal which will cost up to 70 million Swiss francs ($78 million).     REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLAND - Tags: BUSINESS HEADSHOT)

Die wohlhabenden Kunden bleiben treu, sagt Boris Collardi. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Trotz steigender Kosten, sinkender Erträge und verstärkter Regulierungen in der Vermögensverwaltung: Banken könnten in der Schweiz noch immer Geld verdienen, sagt der Chef der Bank Julius Bär, Boris Collardi. Eine Veränderung stellt er bei ausländischen Kunden fest.

Es sei erkennbar, «dass Kunden mit vergleichsweise geringen Vermögen von einigen 100'000 Franken der Schweiz den Rücken kehren», sagte Collardi in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Samstag. Sehr wohlhabende Kunden hingegen würden dem Land treu bleiben, da sie «die hohe Dienstleistungsqualität» schätzten und es als sicher gelte.

«Singapur ist zu weit weg»

Julius Bär gewinne nicht nur neue internationale Kunden in der Schweiz. Auch würden bestehende Kunden der Bank einen grösseren Teil des Vermögens anvertrauen. «Für mich steht die Schweiz weiterhin klar an der Spitze als Zentrum für die internationale Vermögensverwaltung.» Anleger würden «nirgends in Europa eine so gute Dienstleistung bekommen» wie hierzulande.

Was den Finanzplatz Singapur angeht, der bisweilen als Konkurrenz für die Schweiz genannt wird, relativiert Collardi. Für Europäer sei Singapur zu weit weg. Und Schwarzgeld nähmen die Banken dort auch nicht mehr an, da genug Neugeld in der Region vorhanden sei.

Singapur könne indes Anlegern empfohlen werden, die einen Teil ihres Vermögens in Asien verwalten möchten. «Die Schweiz und Singapur sind komplementäre Zentren, je nach Region, in der ein Anleger investieren will.» Für Julius Bär sei denn auch «Singapur als zweites Zentrum vorgesehen» – neben der Schweiz, die immer das Herz der Firma bleiben werde. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

UBS Schweiz hat eine neue Chefin: Sabine Keller-Busse ersetzt Axel Lehmann

Bei der UBS kommt es per Anfang Februar zu einem Wechsel in der Geschäftsleitung. Axel Lehmann wird auf seinen Funktionen als Chef von Personal & Corporate Banking und von UBS Schweiz durch Sabine Keller-Busse ersetzt, die aktuell Chief Operating Officer (COO) der Grossbank ist.

Lehmann habe sich entschieden, per Ende Januar 2021 von seinen gegenwärtigen Funktionen zurückzutreten, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Er werde das Unternehmen nach einer Übergangsphase per 31. Juli …

Artikel lesen
Link zum Artikel