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Das teure Pflaster Manhattan zeigt eine eindeutige iPhone-Dominanz (rot), während im deutlich weniger exklusiven Newark mehr Android-Geräte (grün) im Einsatz sind.
Das teure Pflaster Manhattan zeigt eine eindeutige iPhone-Dominanz (rot), während im deutlich weniger exklusiven Newark mehr Android-Geräte (grün) im Einsatz sind.Bild:Businessinsider
Twitter weiss, wo die Reichen wohnen

Android ist für arme Leute

Eine interaktive Weltkarte zeigt, von welchen Geräten Tweets gesendet werden. Ärmere Gebiete setzen vorzugsweise auf Android, während wohlhabendere Gegenden eine deutliche iPhone-Übermacht aufweisen.
05.04.2014, 12:0406.04.2014, 09:37
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Philipp Rüegg
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280 Millionen winzig kleine Punkte über die ganze Welt verteilt: Sie repräsentieren Tweets, farblich geordnet nach dem benutzten Gerät. Das Rot der iPhones sticht trotz weltweiter Android-Dominanz klar ins Auge. Dabei scheint sich auch die Schere zwischen Arm und Reich bemerkbar zu machen. Am deutlichsten fällt dies anhand des Beispiels von New York auf. Das wohlhabende Manhattan ist ein einziger roter Fleck, während das ärmere Newark einen klaren Grünstich von Android-Geräten aufweist.

Auch wenn aktuelle Zahlen den Android-Vormarsch in der Schweiz proklamieren, zeigt sich eindeutig, auf welche Geräte die gutverdienende Bevölkerung beim Twittern setzt. 

Für eine Ansicht in voller Grösse können Sie die Original-Seite besuchen.

Zürich ist eine iPhone-Stadt

Bild: Mapbox

Auch wenn der Unterschied hierzulande nicht so drastisch ausfällt wie in New York, scheint an der Theorie von arm und reich etwas dran zu sein. Ein Blick auf die Europakarte verrät ähnliche Tendenzen. Das Twitter-aktive und krisengeschüttelte Spanien ist eine regelrechte Android-Hochburg.

Twitter-Verteilung in Europa

In Spanien ist Android am dominantesten. Daneben gibt es auch in den Niederlanden eine starke grüne Präsenz. In London und Paris sind zudem die eher seltenen violetten Punkte zu sehen, die für das Blackberry stehen.
In Spanien ist Android am dominantesten. Daneben gibt es auch in den Niederlanden eine starke grüne Präsenz. In London und Paris sind zudem die eher seltenen violetten Punkte zu sehen, die für das Blackberry stehen.Bild: Mapbox

Dass iPhone-User das dickere Portemonnaie besitzen, darauf deuten auch Erhebungen des Marktforschungsinstituts Monetate zum Konsumverhalten hin. 

Besucheranteil von Shoppingseiten: Tablets

Bild/Quelle: watson/infogram/businessinsider

iPad-User kaufen im Schnitt für 155 Dollar und User von Android-Tablets für 110 Dollar ein

Besucheranteil von Shoppingseiten: Smartphones

Bild/Quelle: watson/infogram/businessinsider

iPhone-User kaufen im Schnitt für 126 Dollar und Android-User für 136 Dollar ein

Besitzer von Apple-Geräten sind deutlich zahlreicher auf Shopping-Seiten vertreten als Android-Benutzer. Dabei zeigen sich die Apfel-Jünger in der Regel spendabler, zumindest was Tablet-User anbelangt. Ausnahmen bilden erstaunlicherweise Smartphones, wo Android-User laut Business insider die Nase vorn haben sollen.

Eine IBM-Studie zum Kaufverhalten am ultimativen amerikanischen Schnäppchentag, dem Black Friday, zeige ebenfalls auf, dass Apple-User rund das Doppelte für Einkäufe ausgeben als Nutzer mit Android-Geräten ausgeben, behauptet Business Insider. Gegenüber dem Wirtschafts-Blog erklärte Simon Khalaf, CEO von Flurry, einem der grössten Online-Werbeplattformen, dass diese Zahlen nicht verwundern, wenn man die Preisdifferenz von iPhone und einem Android-Smartphone bedenkt. Wer ein teures Telefon besitzt, habe auch mehr Geld zum Shoppen.

Auch bei den Apps ist für Entwickler mit iOS-Geräten mehr Geld rauszuholen, als mit Android-Geräten.

Weltweite Umsatzverteilung von Apps nach Betriebssystem

Apple dominiert die Einnahmen durch Apps, ausser in den asiatischen Märkten.
Apple dominiert die Einnahmen durch Apps, ausser in den asiatischen Märkten.Bild: Distimo

Besserung in Sicht

Zwar bleibt iOS bis auf weiteres die lukrativere Plattform, aber Android konnte im letzten Jahr kontinuierlich Boden gut machen. So stammt bereits im November 2013 rund 40 Prozent der weltweiten Umsätze von Geräten mit Googles Betriebssystem.

App-Umsätze nach Betriebssystem

Mit iOS (rot) lässt sich weiterhin mehr Geld verdienen, aber Android (blau) hat im letzten Jahr konstant zugelegt.
Mit iOS (rot) lässt sich weiterhin mehr Geld verdienen, aber Android (blau) hat im letzten Jahr konstant zugelegt.Bild: Distimo

Anmerkung: Der Autor besitzt ein Android-Smartphone und lebt trotzdem nicht auf der Strasse. Glück gehabt?

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8 Kommentare
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Streamingdienst Disney+ wächst schneller als erwartet

Der Streamingdienst des US-Unterhaltungsriesen Disney ist schneller als erwartet gewachsen. Den am Mittwoch veröffentlichten jüngsten Quartalszahlen zufolge überstieg die Zahl der Abonnenten von Disney+ 152 Millionen, ein Zuwachs um 31 Prozent im Jahresvergleich. Alleine im zurückliegenden Quartal abonnierten zusätzlich 14.4 Millionen Menschen den Streamingdienst. Damit macht Disney im Wettbewerb mit Konkurrent Netflix weiter an Boden gut.

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