Wirtschaft
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Krypto-Blog

Die 7 grossen Probleme des Kryptomarktes



Der Kryptomarkt dümpelt ein wenig vor sich hin. Die einen nennen es Preiswinter, die anderen Konsolidierung eines erneuten Aufwärtstrends – eine klare Tendenz ist nicht ersichtlich. Das Pendel kann in die eine wie auch die andere Richtung ausschlagen.

Doch die Ruhe täuscht: Die Spekulationswelle hat viele Probleme der Industrie unter sich begraben. Probleme, die jetzt langsam zum Vorschein kommen. watson berichtet immer wieder mit einer positiven Grundhaltung über die disruptive Technologie. Doch heute ist Zeit für FUD (fear, uncertainty, and doubt):

Blinde Spekulations-Wut (am Beispiel EOS.io)

2017 war ein verrücktes Krypto-Jahr. Laut «Business Insider» flossen im bisherigen Rekordjahr 5.6 Milliarden Dollar in ICOs. Doch das war noch gar nichts.

Das Projekt EOS beendete soeben seine ICO, die ein ganzes Jahr gedauert hatte. Dabei nahm block.one, die Firma hinter dem Projekt, vier Milliarden Dollar ein. Vier Milliarden – für ein einziges Softwareprojekt – ohne ein funktionierendes Produkt.

Das Geld kam nur aufgrund von schönen Versprechen («Ethereum-Killer») und ein paar Github-Einträgen zusammen.

Egal, wie vielversprechend EOS.io (das Produkt) ist – und es ist durchaus vielversprechend – keine Software der Welt kostet in der Produktion vier Milliarden. Trotzdem wurde block.one nur so mit Geld überhäuft.

Dass man der auf den Cayman Islands registrierten Firma nun Geldgier und Marktmanipulation vorwirft, bewegt sich im Spektrum von süss bis hilflos.

Egal ob EOS ein Erfolg wird oder nicht, das Beispiel zeigt: Die blinde Spekulationswut regiert im Kryptomarkt noch immer. Wenn sich allerdings ein Projekt von der Grösse von EOS als Enttäuschung herausstellen sollte, könnte das den gesamten Markt in den Abgrund reissen.

Wenn wir schon dabei sind: Comedian John Oliver riet seinen Zuschauern im März, «Brock Pierce Scandal» zu googeln. Obwohl er selber nicht angeklagt wurde, taucht der Name des EOS-Beraters im Zusammenhang mit zwei Sexskandalen mit Minderjährigen auf. EOS entliess darauf den Krypto-Milliardär und Ex-Kinderstar («Mighty Ducks») und entfernte sämtliche Hinweise seiner Mitarbeit. Doch gelang es ihnen tatsächlich, alle Spuren zu verwischen?

Eos ist die griechische Göttin der Morgenröte. Sie wurde aus Rache von Aphrodite mit einer «unstillbaren Begierde nach jungen sterblichen Männern erfüllt. Seither muss sich Eos, wenn sie morgens über den Horizont zieht, überall nach jungen Männern oder Knaben umsehen.» Quelle: Wikipedia.

Problem: Blinder Hype erhöht die Anfälligkeit für einen Crash.

Geschwindigkeitswahn 

Ausser Bitcoin und Ethereum mussten sich bisher wenige dezentrale Blockchains einem realen Stresstest in ungeschützter Wildbahn aussetzen. Die beiden grössten Krypto-Projekte offenbarten dabei Probleme mit der Anzahl Transaktionen pro Sekunde (TpS). Probleme, die man zuvor allerdings antizipiert hatte.

Wenn ein Projekt Schwächen offenbart, versucht es die Konkurrenz besser zu  machen – oder wenigstens den Eindruck zu erwecken, man würde es besser machen. Wie beim Fliegerquartett (Dienstgipfelhöhe) rühmen sich viele neue Projekte heute mit enormen Transaktionszahlen pro Sekunde – und verschleiern den Preis.

Denn der Speed hat seine Kosten. Entweder leidet die Dezentralisierung oder die Sicherheit. Ausgerechnet die beiden Eigenschaften, welche hauptverantwortlich für den Erfolg von Bitcoin sind, gewinnen im Moment keinen Popularitätswettbewerb. 

Die Blockchainindustrie leidet momentan an derselben Krankheit wie viele Demokratien. Die Probleme sind komplex, die Lösungen auch (welcher Nicht-Nerd versteht Layer-2-Lösungen wirklich?). Doch weil Hinz und Kunz ohne Fachwissen an Bord sind, rudern einfache Scheinlösungen mit einem lauten Twitteraccount schneller als die Kompetenz.

Problem: Augenwischerei / Anfälligkeit für Attacken / Zentralisierung

Stromverbrauch

Das Bitcoinsystem verbraucht mehr Strom als die Schweizer Volkswirtschaft. Bitcoin-Fundamentalisten sehen darin kein Problem – man könne ja nachhaltig Strom produzieren. Ausserdem garantiere nur die stromintensive Proof-of-Work-Methode (POW) echte Dezentralisierung.

Lösungen in Form von Proof of Stake (POS) oder Delegated Proof of Work (DPOS) gibt es bereits – Bitcoin, noch immer mit Abstand die wichtigste Blockchain, wird aber auch mittel- bis langfristig POW beibehalten.

Tatsächlich ist die Schlagzeile nicht gerade gut fürs Image und bietet immer wieder Angriffsfläche. Und: der Stromverbrauch steigt weiter.

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Der Stromverbrauch des Bitcoinsystems hat sich in einem Jahr mehr als vervierfacht. Und das trotz massiven Kurseinbrüchen im Januar. quelle: digiconomist.net

Problem: Energieverschleiss

ASIC-Mining

Für die Proof-of-Work-Methode muss irgendwer arbeiten – und wie in der «Realwelt» gibt es bessere und schlechte Arbeiter. Lange Zeit galten Grafikkarten als die besten Arbeiter für Kryptomining, doch dann kamen die ASICs (application-specific integrated circuit). Ein ASIC ist spezifisch nur für diesen Zweck gebaute Hardware – und stellt jede Grafikkarte in den Schatten. Und zwar massiv.

Das Problem vereinfacht dargestellt: Für ASIC-Hersteller ist es lukrativer, die eigene Hardware einzusetzen, als sie dem Hobby-Miner zu verkaufen. Das wiederum bringt die Dezentralisierung in Gefahr, denn der Besitzer einer ASIC-Miner-Farm erhält unverhältnismässig viel Hash-Power.

Wer wann für welchen Coin und wie lange schon ASIC-Miner einsetzt, ist ungeklärt. Eine wichtige Rolle spielt der Hersteller Bitmain mit seinem Gründer Jihan Wu, der wiederum für den riesigen Bitcoin-Miningpool Antpool verantwortlich ist.

Es gibt zwar ASIC-resistente Algorithmen. Ob man darauf setzen will (Monero tut es, Ethereum hat sich dagegen entschieden), ist allerdings umstritten.

Problem: Zentralisierung und damit die Aufgabe einer Grundqualität von Blockchains.

51%-Attacken

Eine Grundannahme einer Blockchain ist, dass 51% aller verifizierenden Teilnehmer fair spielen. Gelingt es jemandem, eine Mehrheit in seine Macht zu bringen, kann er das Netzwerk übernehmen, stoppen oder Coins mehrfach ausgeben (verkaufen).

Kleinere Netzwerke leiden darunter, dass sie über eine geringe Anzahl verifizierender Teilnehmer verfügen und damit anfällig sind für 51%-Attacken. Vor allem, weil der Angreifer theoretisch die Mining-Hardware nicht selber beschaffen muss, sondern einfach über eine gewisse Zeit online mieten kann. 

Wie viel eine solche Attacke tatsächlich kosten würde, darüber scheiden sich die Geister. Viel beachtet wurden die Berechnungen von Reddit-User xur17, der auf seiner Seite crypto51.app die Kosten für verschiedene Blockchains listet.

Nach seinen Berechungen kostet eine stündige Attacke auf Bitcoin knapp 600'000 Dollar. Für einen Angriff auf Ethereum müsste man gut 400'000 Dollar aufwerfen. Bytecoin (Marktkapitalisierung von fast 2 Milliarden Dollar) übernimmt man bereits für unter 1000 Dollar für eine Stunde. 

Ob die Berechnungen korrekt sind, sei dahingestellt. Fakt ist: Verschiedene Blockchains wurden bereits Opfer von 51%-Attacken, zum Teil auch wegen Softwarefehlern. Verge wurde in diesem Jahr mehrfach attackiert – der Erfolg hielt sich jedoch in Grenzen. Auch Zen Cash und Bitcoin Gold gerieten ins Visier.

Problem: Sicherheit. Vor allem aber Glaubwürdigkeit. Apropos Glaubwürdigkeit:

Tether

Die Nervosität rum um den Stablecoin Tether hat sich wieder etwas gelegt, an Glaubwürdigkeit hat das Projekt aber trotzdem nicht gewonnen.

Bei Tether handelt es sich um einen an den Dollar gebundenen Krypto-Token. Die Herausgeber behaupten, jeder Tether sei mit einem realen Dollar gedeckt. Ob dem so ist, wurde allerdings nie bewiesen. Verlangte Buchprüfungen wurden trotz Versprechen nie umgesetzt.

Ausserdem steht seit Monaten der Vorwurf im Raum, die Kryptobörse Bitfinex kreiere nach Lust und Laune Tether, manipuliere damit den Markt und stehe hinter dem Kurssprung von Bitcoin bis auf 20'000 Dollar.

Wie kommt jemand auf eine solche Idee? Der CEO von Tether-Herausgeberin Tether Limited, Jan Ludovicus van der Velde, ist auch der CEO von Bitfinex.

Problem: Massive Marktmanipulationen

Regulierungen

Wer reguliert was und wie? Und vor allem: Wie kompetent sind die entsprechenden Behörden? Wer ein wenig der Anhörung von Zuckerberg vor dem Europarat gelauscht hat, dem schwant Schlimmes.

Dagegen war die Anhörung des Vorsitzenden der US-Börsenaufsicht SEC und des Vorsitzenden der Behörde für Future- und Optionsmärkte CFTC vor dem US-Bankenausschuss eine Wohltat.

Trotzdem: Staatliche Regulierungen schweben wie ein Damoklesschwert über dem Kryptomarkt.

Problem: Unberechenbarkeit der Regulierungsbehörden

Dieser Snapchat-Trick verwirrt ganz Twitter

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Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gubbe 08.06.2018 09:17
    Highlight Highlight Meine Güte, so viele 'Kryptoiker' hier. Da verstehe ich wirklich nicht viel. Ich halte mich lieber an die realen Werte die ich erschaffen habe, als ein Etwas, das nur in der Fantasie existiert. Aber viel Glück den Pionieren.
    • Ueli der Knecht 08.06.2018 19:06
      Highlight Highlight Thx, Gubbe.
      Benutzer Bild
  • DarthTrader 07.06.2018 22:50
    Highlight Highlight Ich denke es ist endlich an der Zeit die Kryptodinosaurier ihrem Schickdal zu überlassen und in die Zukunft zu blicken.

    Und ja ich meine damit die XRP ledger

    - Dezentral
    - Skallierbar
    - 1500 tps
    - 3 Sekunden für eine Transaktion
    - Dezentrales trading über das eigene Netzwerk
    - Escrow
    - usw

    Ripple Projekte wie Codius (smart contract) sowie Interledger lassen dabei keine Wünsche offen.

    Wiso sind wohl sonst über 100 Banken dem Netzwerk wohl beigetreten?
    • The Destiny // Team Telegram 08.06.2018 09:09
      Highlight Highlight Ripple ist nicht vollständig dezentralisiert....

      Die Banken sind dabei weil ripple sich allen Regulierungen beugt.
  • Ueli der Knecht 07.06.2018 20:59
    Highlight Highlight "welcher Nicht-Nerd versteht Layer-2-Lösungen wirklich?"

    Jeder Interessierte. Wer eine Layer-2-Lösung nicht versteht, sollte ihr nicht trauen; easy: In proof we trust.

    Layer-0 ist das P2P-Netz, eine Rundfunk-Verbindung aller Teilnehmer.

    Layer-1 ist die langsame Blockchain.

    Bei Layer-2-Lösungen finden die Transaktionen (schnell und effizient) abseits der (langsamen) Blockchain statt (zB. Sidechains wie Lightning). Das wird auf der Blockchain initiiert und von Zeit zu Zeit auf die Blockchain zurückgeschrieben.

    MIT-TechReview: http://bit.ly/2Hsh4sf
    Blockchain-Journal: http://bit.ly/2xRelsD
    Benutzer Bild
  • Benizzel 07.06.2018 18:24
    Highlight Highlight Hallo Leute

    Es haben bereits viele an meiner Umfrage teilgenommen. Vielen Dank! Der Fragebogen ist noch bis Ende Juni geöffnet. Für diejenigen, die noch nicht teilgenommen haben: Es geht um die Bewertung von ICOs und Altcoins.

    Ich mache die Umfrage für meine Bachelor Thesis bei der Kalaidos Fachhochschule Schweiz und verfolge keine kommerziellen Motive.

    Die Umfrage ist anonym und vertraulich.

    Mit eurer Teilnahme würdet ihr mir sehr weiterhelfen.

    Link zur Umfrage:

    https://kalaidos.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_dgpH5frWlPlOyLr

    Herzlichen Dank
    Beni
  • T-mouse 07.06.2018 18:17
    Highlight Highlight Und erneut kein wort über proof of capacity, obwohl sehr energiearm (über 1000 mal weniger verbrauch als bitcoin), zentralisierungssicher und 51% sowie asic resistent. Schaut euch mal Burstcoin an, würde mich sehr interessieren was herr toggweiler zum dymaxion zu sagen hat!
  • Harry Held 07.06.2018 17:17
    Highlight Highlight Hat der Autor noch nie von XRP (Ripple) gehört, das die meisten aufgelisteten Probleme löst?!
    • Patrick Toggweiler 08.06.2018 12:58
      Highlight Highlight Momoll, aber siehe Uli404...
    • DarthTrader 09.06.2018 00:04
      Highlight Highlight Danke Harry aber die meisten Leute scheinen das Potential welches Ripple besitzt nicht zu verstehen (wollen). Das erlebe ich seit 2014. Die XRP ledger ist in jedem der im Artikel genannten Punkte überlegen. Leider sind gezielte Fehlinformationen im Umlauf welche die meisten Investoren beinflussen. So isz das halt.
  • Dory..hä? 07.06.2018 17:15
    Highlight Highlight ..FUD und wenns dann wieder los geht kommt der FOMO! :)
    Benutzer Bild
  • Yippie 07.06.2018 16:06
    Highlight Highlight Für mich ist der Stromverbrauch das grösste Problem. Eine Beispielrechnung dazu:

    Aktuell brauchen die Kryptowährungen also den Stromverbrauch der Schweizer Volkswirtschaft. Die Schweizer Volkswirtschaft ist für 1% des globalen BIPs verantwortlich.
    Kryptowährungen haben ein Marktvolumen von ca. 1 Billion US-Dollar. Das globale Vermögen beläuft sich jedoch auf 170 Billionen. D.h. der Marktanteil ist geringer als 1%.

    Die Schlussfolgerung davon ist, dass die Kryptowährungen unseren globalen Stromverbrauch mehr als verdoppeln werden bei einer gänzlichen Umstellung!
  • paradelica 07.06.2018 15:54
    Highlight Highlight Hab mit diesem kryptomüll 400 von meinen 600 stutz verloren... den Rest hab ich dann im DN für Drogen ausgegeben. War die einzig vernünftige Investition!
    • The Destiny // Team Telegram 07.06.2018 17:03
      Highlight Highlight Lol Neujahrskind 🍋
    • Gohts? 07.06.2018 18:57
      Highlight Highlight Genial!

      Dein Krypto-Investment reduzierte deinen Drogenkonsum um satte 66,6%. Weiter so!
    • kelu77 07.06.2018 20:24
      Highlight Highlight Tja, schlecht investiert. Meine 400 Stutz sind bei über 30k. Januar 2019 kaufen. So als Tipp.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kronrod 07.06.2018 15:45
    Highlight Highlight Das Problem der Regulierung ist, dass sie es nicht zulässt, Tokens zu emittieren, hinter denen tatsächlich etwas steht (zB eine Aktie). Stattdessen werden nutzlose "utility"-token und ähnliches ausgegeben, die sich am Ende als wertlos herausstellen werden. So werden "Investitionen" de facto zu Spenden und die Gesetze, die den Anleger schützen sollten, haben genau das Gegenteil bewirkt.
    • offspring 07.06.2018 17:56
      Highlight Highlight Lykke hat bspw. ihren eigenen Coin, welcher ihr Aktienkaptial repräsentiert. Möglich scheint es schon nur ist es schwierig bis unmöglich auf einer aktuellen Exchange dann gelistet zu werden...
  • Wolfgang A. Haas 07.06.2018 15:31
    Highlight Highlight Ein Artikel über IOTA wäre einmal interessant
  • Matti_St 07.06.2018 15:13
    Highlight Highlight Mir kommt das ganze so vor wie die dort.com Blase Anfang der 2000er Jahre. Irgendwann platzt das ganze.
    • Ueli der Knecht 07.06.2018 15:45
      Highlight Highlight Aber dot.com existiert immer noch. Für die Datenkraken ist es zum Big Business geworden.

      Ich hab nicht den Eindruck, dass da was geplatzt wäre. "Aufgebläht" oder "gewuchert" würde ich passendere Ausdrücke finden.
    • Matti_St 07.06.2018 18:02
      Highlight Highlight Damals gab es ebenfalls Unternehmen an der Börse, die noch kein Produkt auf dem Markt hatten. Eine Blase bedeutet lediglich, man Schießstand Geld ein (investiert) wo kein Produkt oder überteuertes Produkte ist. Etwas ohne Marktwert.
      Wenn eine Blase platzt, heißt das nicht, die ganze Branche gibt es nicht mehr. Sonst hätten wir keine Banken, Versicherungen und Immobilien mehr.
  • The Destiny // Team Telegram 07.06.2018 15:02
    Highlight Highlight @Watson
    dPOS = delegated proof of stake
    • Ueli der Knecht 07.06.2018 15:20
      Highlight Highlight dPoW = delayed proof of work. ;)
  • sheimers 07.06.2018 14:59
    Highlight Highlight 8. Inflation. Die einzelnen Projekte können die Anzahl ihrer Coins zwar künstlich knapp halten oder gar auf eine fixe Anzahl limitieren, aber sie können nicht die Gründung beliebig vieler neuer Cryptowährungen verhindern. Nach dem Absturz des Bitcoins ist sein Nimbus als die starke Cryptowährung dahin, die Spekulanten stürzen sich seither auf Neugründungen, die mehr Gewinn versprechen. Bitcoin wird seinen Höchststand nie mehr erreichen, und keine der anderen wird ähnlich wachsen. Der Markt splittet sich auf, der Hype ist bald vorbei.
    • Ueli der Knecht 07.06.2018 15:21
      Highlight Highlight Bist du Profet?
      Sag niemals nie! ;)
    • Domino 07.06.2018 15:30
      Highlight Highlight Ich würde es eher als Schneeballsystem beschreiben...
  • Gubbe 07.06.2018 14:54
    Highlight Highlight Kryptogeld hat nur ein Problem: Kryptowährungen werden nie auf dem privaten Markt Fuss fassen. Nie heisst, die nächsten 40 Jahre nicht. Zu unstabil, kein Gegenwert, für ältere Menschen ab 60 Jahre nicht, nur für IT Personen. Der Krypto, gibt ja mehrere, müsste definiert und weltumspannend angewendet werden können. Geht mal in den Sudan...
    • Ueli der Knecht 07.06.2018 15:38
      Highlight Highlight Gubbe:
      "Geht mal in den Sudan..."

      Genau dort ist das Zielpublikum der Kryptoromantiker. Deren Credo:

      "Bank the unbanked. Unbank the banked."

      Falls Distributed Ledger Techniken (DLTs) dereinst funktionieren werden, dann wird es für die Massen von Armen interessant; für alle diejenigen, die bisher nicht an der Welt teilnehmen können, weil sie zB. kein Bankkonto eröffnen können, oder weil sie nicht über Papiere verfügen, die ihre eigene Existenz beweisen. Alle diese Menschen könnten dann partizipieren.
      https://www.weforum.org/agenda/2016/03/could-blockchain-technology-help-the-worlds-poor
  • P1erre991 07.06.2018 14:45
    Highlight Highlight Die Bitcoin Seifenblase würde sofort platzen wenn jeder für seine Transfers die Stromkosten selber zahlen müsste!
    Ich verstehe sowieso nicht warum ein solches System zugelassen wird!
    • Duscholux 07.06.2018 15:07
      Highlight Highlight Wer sollte es denn nicht zulassen?
    • Saperlot 07.06.2018 15:59
      Highlight Highlight ?? Man zahlt ja Gebühren, welche auch wieder den Minern gegeben werden. Falls dieser für seinen Strom mehr bezahlt als was er einnimmt, stellt er seine Maschine ab.
    • rauchzeichen 07.06.2018 16:27
      Highlight Highlight och pierre, wenn alles verboten würde, das einige nicht verstehen, wo wären wir dann?

      wenn alles vermieden würde, das ein risiko birgt, wären wir dann überhaupt hier?
  • Ueli der Knecht 07.06.2018 14:32
    Highlight Highlight Genau genommen sind's nur 3 Probleme: Genannt Blockchain- oder Distributed-Ledger-Trilemma:

    P1: Sicherheit
    P2: Skalierbarkeit
    P3: Dezentralisiertheit

    Das Trilemma besteht darin, dass man bisher nicht alle drei Probleme gleichzeitig unter einen Hut kriegt. Alle DLT-Probleme sind Kinder dieser drei Elternprobleme.

    ZB. die 7 Poblemen des Artikels:

    1: Ist kein (technisches) Problem;
    2: Beschreibt das Trilemma;
    3: Löst P1 auf Kosten von P2 und P3
    4: Löst P2 auf Kosten von P1 und P3
    5: Löst P3 auf Kosten von P1 und P2
    6: Löst keines der Ps.
    7: Das gelöste Trilemma wäre unregulierbar.
    • Ueli der Knecht 09.06.2018 12:08
      Highlight Highlight Uli404: Ich meine, censorship-resistance ist mit der Lösung von P1 (Sicherheit) und P3 (Dezentralisierung) gegeben. P2 (Skalierbarkeit) könnte man dafür ignorieren. Natürlich kann man die beiden Probleme zusammenfassen, und aus dem Trilemma ein Dilemma machen. Ich glaub aber nicht, dass das sinnvoll wäre.

      Bei Bitcoin und Ethereum (PoW) kann man gut beobachten, wie die Erweiterung mit einer Halbwegslösung für P2 (Skalierbarkeit) auf Kosten von P3 (Dezentralisiertheit) geht, was zu einem Verklumpungsrisiko führt, das letztlich nicht nur, aber auch die Censorship-Resistance angreift.
  • Leckerbissen 07.06.2018 14:30
    Highlight Highlight Spielt mir aktuell auch gar nicht so eine Rolle wo es hingeht. Fakt ist: Ich habe bisher mehr Rendite rausgeholt als mit jedem Bank- oder Finanzprodukt.
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 07.06.2018 14:24
    Highlight Highlight Nr 3:

    😲 ca. 70TWh pro Jahr 😲

    Das ergibt eine Leistung von ca. 8000MW. Die beiden Atomkraftwerke von Beznau haben eine elektrische Leistung von 365MW. Das heisst, wenn man Bitcoin abschaffen würde, könnte man locker auch 20 (ältere) Atomkraftwerke abschalten.
    • Zurigo 07.06.2018 15:36
      Highlight Highlight würde man keinen Zug mehr fahren und keine Handy's mehr benutzen könnte man nochmals 39392 Kraftwerke sparen.
  • Bart-Olomäus 07.06.2018 14:14
    Highlight Highlight Also mit Cryptos kann man viel Geld machen, ich habe ein Kumpel, der hat sich 1000 ETH gekauft als sie unter 1 Dollar waren ... er hat sie noch ... (750'000 USD)

    Ich selber habe nur 150.- Investiert und war kurzzeitig auf 55'000 USD)

    Habe einiges Realisiert, den Rest behalten ...

    • Zurigo 07.06.2018 15:39
      Highlight Highlight der Preis liegt bei 600$ ;) dein Kollege hat also wohl kaum 750K$
    • Bart-Olomäus 07.06.2018 17:36
      Highlight Highlight naja es waren 1000 und ein paar zerquetschte ..
      aber ich muss auch zugeben, ich habe schon lange nicht mehr auf den Markt geschaut ^^

      Trotzdem, 600'000 für einen 19 Jährigen ist ordentlich ^^
  • Gender Bender 07.06.2018 13:55
    Highlight Highlight Ich denke die meisten haben keine zureichende naturwissenschaftliche Ausbildung. De facto verbraten wir Ressourcen um zu spekulieren. Das ist die Zukunft der Ökonomen und die meinen auch man könne dereinst mit der Natur verhandeln. Gibts eigentlich noch ernsthafte Menschen auf dieser Welt. So eine gequirlte K...e.
    • Hayek1902 07.06.2018 21:08
      Highlight Highlight Ich denke die meisten haben keine zureichende ökonomische Ausbildung. Deshalb liest man auch immer wieder solchen Stuss in Kommentarspalten und wir verbraten unsere Zeit mit Leuten, die über Dinge schwadronieren, von denen sie nicht viel verstehen. Weil sie nicht viel versehen, sich selbst aber massiv überschätzen, sehen sie auch nicht ihre Bildungslücke, wenn sie einem Experten zuhören. Stattdessen dreschen sie pseudokluge Phrasen und ihre Form von "Fakenews!". Das führt zu einer Fehlallokation unserer Ressourcen und verhindert, dass wir naturwissenschafiche Probleme effizienter lösen können.

Bill Gates hat richtig gerechnet – und nichts dazugelernt

Es ist Zeit, den gütig dreinschauenden Nerd als das zu sehen, was er wirklich ist: ein knallharter Geschäftsmann und hochintelligenter Demokratiefeind.

Mein Artikel über Bill Gates von letzter Woche hat einen Nerv getroffen. Das war zu erwarten angesichts des hohen Ansehens, das der Microsoft-Gründer geniesst, und wegen der Summen, um die es bei der Diskussion über die amerikanische Superreichen-Steuer («Wealth Tax») geht.

Die populärsten Kommentare, die Tausende Herzen erhielten, sympathisierten alle mit Gates. Und einige User meinten sinngemäss, man solle dem armen Bill sein hart verdientes Geld lassen, er unterstütze wohltätige Projekte …

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