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Bild: © Arnd Wiegmann / Reuters/REUTERS

Tiffany's leidet im Schatten des Trump Towers

17.01.2017, 19:47

Wer als Detailhändler ein Geschäft an der New Yorker Fifth Avenue hat, kann sich eigentlich glücklich schätzen – die berühmte Einkaufsstrasse ist ein Touristen-Magnet. Normalerweise brummt hier der Absatz. Für die Juwelierkette Tiffany war die dortige Vorzeigefiliale zuletzt jedoch eine Belastung. Die unmittelbare Nähe zum Trump Tower machte das Weihnachtsgeschäft kaputt.

Im November und Dezember sanken die Verkäufe um 14 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, wie Tiffany's am Dienstag mitteilte. Ein Grund seien «Verkehrsstörungen» im Zuge der Wahlen gewesen. Hinter der diplomatischen Formulierung verbirgt sich der Ausnahmezustand durch den riesigen Rummel rund um den künftigen US-Präsidenten Donald Trump und dessen Hauptquartier, den Trump Tower in Manhattan.

Auch die Boutique von Ivanka Trump befindet sich im Trump Tower. Ob auch sie unter Einbussen wegen den massiv erhöhten Sicherheitsvorkehrungen leidet, ist jedoch nicht bekannt. 
Auch die Boutique von Ivanka Trump befindet sich im Trump Tower. Ob auch sie unter Einbussen wegen den massiv erhöhten Sicherheitsvorkehrungen leidet, ist jedoch nicht bekannt. Bild: EPA/UPI POOL

Massiv erhöhte Sicherheitsvorkehrungen

Der grosse Besucherandrang ist ein Problem für die benachbarten Einzelhändler. Denn die Sicherheitsvorkehrungen waren massiv erhöht worden, was den Zugang zu umliegenden Geschäften teilweise deutlich erschwerte. Tiffany hatte bereits im November vor negativen Folgen durch den Trubel am Trump Tower gewarnt. Die Filiale an der Fifth Avenue steuert rund zehn Prozent zu den Verkäufen des Konzerns bei.

Bei Anlegern kamen die schwachen Ergebnisse nicht gut an – die Tiffany-Aktie startete mit einem Minus von zwei Prozent in den US-Handel. Allerdings fielen die Verkaufszahlen auch sonst unerwartet durchwachsen aus. Im US-Heimatmarkt ging der Absatz auf etablierter Ladenfläche im Jahresvergleich um vier Prozent zurück, in Europa sogar um elf Prozent. Dank deutlicher Zuwächse in Asien hielt sich das Minus weltweit mit einem Prozent noch in Grenzen. (ohe/sda/dpa)

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