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EU-Kommission knöpft sich Gazprom wegen Preisen in Osteuropa vor



Euro coins are seen in front of displayed logo of Gazprom in this picture illustration taken in Zenica, April 21, 2015. The European Union will launch a legal attack on Russian gas giant Gazprom this week, ramping up tensions with Moscow, when antitrust agents will accuse it of overcharging buyers in eastern Europe, EU sources told Reuters on Monday. The state-controlled company, a vital supplier of energy to Europe despite frequent political disputes, could receive a full charge sheet from European Competition Commissioner Margrethe Vestager on Wednesday, one source said. More than two years after Brussels started investigating Gazprom, the move comes just a week after the new EU antitrust chief charged U.S. tech giant Google with abusing its market power after five years of hesitation by her predecessor. REUTERS/Dado Ruvic

Bild: DADO RUVIC/REUTERS

Im Streit um die Dominanz von Gazprom in Mittel- und Osteuropa droht die EU-Kommission dem russischen Energieriesen mit einem Milliardenbussgeld. Die EU-Behörde sandte Gazprom in dem seit über zwei Jahren laufenden Kartellverfahren die offiziellen Beschwerdepunkte zu.

Mit diesem Schritt erhöht Brüssel den Druck und droht mit einer EU-Kartellstrafe. Am Ende des Verfahrens könnte ein Bussgeld von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes stehen, der bei Gazprom rund 100 Milliarden Dollar beträgt.

Wettbewerb behindert

Die EU-Behörde wirft Gazprom vor, die mittel- und osteuropäischen Gasmärkte abgeschottet zu haben. Der Fall hat auch eine politische Dimension, da viele EU-Länder bei der Energieversorgung von russischem Gas abhängig sind und es in diesem Punkt Spannungen zwischen der EU und Russland gibt.

Nach Ansicht der EU-Kommission hat Gazprom in acht EU-Staaten – Bulgarien, Tschechien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen und Slowakei – den Wettbewerb auf den Märkten behindert. So hätten Grosskunden erworbenes Erdgas nur zum Teil in andere Länder weiterverkaufen dürfen.

Überhöhte Preise

Mit diesen Ausfuhrverboten habe Gazprom in fünf Ländern überhöhte Preise verlangen können. Zudem habe der russische Konzern seine Gaslieferung an Bulgarien und Polen von Investitionen in sein eigenes Pipelineprojekt abhängig gemacht.

Auf diese Weise, so verlautet aus der EU-Kommission, habe Gazprom seine Monopolstellung auf vielen osteuropäischen Energiemärkten sichern wollen. Gazprom hat nun zwölf Wochen Zeit, um Stellung zu nehmen. (sda/dpa/reu)

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