Wirtschaft
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epa07478088 (FILE) - A view of the production of different sports cars at an assembly line at the German car manufacturer Porsche in Stuttgart, Germany, 19 February 2019 (reissued 01 April 2019). Reports on 01 April 2019 state the IHS Markit institute reporting German purchasing manager index has fallen 3,5 points to 44,1 points, an 80-month low and its lowest figure since 2012. The incoming orders and orders for export have both suffered from a decline not seen since the global financial crisis, the institute said. For the Eurozone, IHS Markit's final Eurozone manufacturing PMI stood at 47,5 points in March, down from February's final figure 49,3 points, marking its biggest monthly decline in new orders since the end of 2012.  EPA/RONALD WITTEK

Förderband bei Porsche in Stuttgart. Die traditionelle Autoindustrie sorgt für viele Arbeitsplätze. Bild: EPA/EPA

3 Gründe, warum die Autoindustrie durchgeschüttelt wird

Die Fusion von Fiat Chrysler und Renault ist geplatzt. Doch die Disruption der Autoindustrie wird weitergehen.



Alles hätte für eine Fusion von Fiat Chrysler und Renault gesprochen: Die Margen in Autobusiness werden immer schmaler. Kosten einzusparen ist daher das Gebot der Stunde. Fiat Chrysler hat zudem keinen Fuss im Elektroauto-Geschäft, Renault ist im amerikanischen Markt nicht vertreten. Trotzdem ist der Deal geplatzt, am Ego der Manager und an der Sturheit der französischen Regierung.

Die annullierte Heirat der beiden ist ein Zeichen dafür, wie beängstigend weltweit die Lage der Autoindustrie geworden ist. Dafür gibt es drei Gründe:

Klimawandel

In den USA tobt derzeit ein bizarrer Streit zwischen der Trump-Regierung und der Autoindustrie. Trump will die härteren Umweltauflagen seines Vorgängers Barack Obama wieder rückgängig machen. GM, Ford & Co. raten ihm dringend davon ab. Das würde ihre Profite weiter schmälern und zu noch mehr Unsicherheit in der Produktion führen, klagen die Autobosse.

FILE - This Sept. 9, 2016 file photo shows rush hour traffic moving along the Hollywood Freeway in Los Angeles. The city long known for its sprawl and glacial traffic is fighting over what it should become in the future. An election Tuesday, March 7, 2017, features a proposal intended to restrict taller, denser development in the city of nearly 4 million, a chapter in a long-running battle over density and what the city should look like in the years to come. (AP Photo/Richard Vogel, File)

Rush Hour in Los Angeles. Kalifornien will keine Aufweichung der Umweltauflagen für Autos. Bild: AP/AP

Grund für die überraschende Haltung der Autobosse ist die Tatsache, dass der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat Kalifornien auf keinen Fall von den härteren Umweltvorschriften abweichen will. Die Autohersteller müssten daher zwei Standards einhalten und zudem befürchten, mit Klagen aller Art eingedeckt zu werden.

Der Klimawandel ist verantwortlich für die schlimmste Disruption, welche die Autoindustrie erlebt. Weltweit ist der Transport für rund einen Fünftel des CO2-Ausstosses verantwortlich. Die Klimaziele des Pariser Abkommens können nur eingehalten werden, wenn bei Verbrennungsmotoren der Hebel angesetzt wird.

Genau dies geschieht nun. Die Autokonzerne werden in den nächsten fünf Jahren mehr als 400 Milliarden Dollar in die Entwicklung von Elektroautos stecken. Und die Kunden kommen auf den Geschmack. Teslas Model 3 steht auf Platz vier der Hitliste der meistverkauften Autos in der Schweiz.

Tesla

In der Schweiz angekommen: Tesla Model 3. Bild: Wikipedia

Ein wettbewerbsfähiges Elektroauto anbieten zu können, ist zu einer Überlebensfrage für die Autokonzerne geworden. Die traditionellen Hersteller haben jedoch gegenüber den Emporkömmlingen wie Tesla oder Dyson ein gewichtiges Handicap: Sie müssen dafür sorgen, dass ihre alten Produktionsanlagen mit den Verbrennungsmotor-Modellen ausgelastet sind und gleichzeitig die neuen Werkhallen hochziehen.

Für die Arbeitnehmer ist diese Entwicklung ebenfalls Besorgnis erregend. Elektroautos lassen sich mit deutlich weniger Arbeitskräften herstellen. So will VW im traditionellen Geschäft 4000 Jobs streichen und im Gegenzug im digitalen Bereich 2000 neue Jobs schaffen.

In den Städten sind Autos nicht mehr cool

Mehr als die Hälfte der Menschen leben in Städten, einer sehr autofeindlichen Umgebung. Verstopfte Strassen, fehlende Parkplätze und ein schlechtes Gewissen machen den Besitz eines eigenen Autos unattraktiv.

epa07493937 Minister of Transport Andreas Scheuer (L) and Chairman of the General German Bicycle Clubs (ADFC) (R) ride bicycles during a presentation of results of the 2018 ADFC Bicycle Climate Test at the Federal Ministry of Transport and Digital Infrastructure in Berlin, Germany, 09 April 2019. Scheuer marks the most bicycle-friendly cities as part of the presentation.  EPA/HAYOUNG JEON

Veloweg in Berlin. Bild: EPA/EPA

Junge Städterinnen und Städter setzen vermehrt auf chice Velos oder billige Taxidienste wie Uber und Lyft. Für längere Trips bietet sich Mobility an. Das schlägt sich in den Verkaufsbüchern der Autokonzerne nieder: Erstmals seit 2009 sind die Autoverkäufe letztes Jahr gesunken.

Die Konjunktur flaut ab

Die Zeichen, dass sich die Weltwirtschaft dem Ende eines Zyklus nähert, sind unübersehbar geworden. Der Ölpreis fällt, weil die Nachfrage abflacht, Investoren flüchten in sichere Werte wie Staatsobligationen und Zentralbanker stellen Leitzinssenkungen in Aussicht.

Dazu gesellt sich die Unsicherheit, die US-Präsident Donald Trump mit seinen Strafzöllen verbreitet. Für Ford ist deswegen das China-Geschäft eingebrochen. Sollte am kommenden Montag Trump seine Drohung gegen Mexiko in die Tat umsetzen, wird die gesamte Supply Chain der amerikanischen Autoindustrie unterbrochen. Und sollte Trump die angedrohten Strafzölle gegen Autoimporte wahr machen, dann sieht es für die europäische Wirtschaft zappenduster aus.

Fazit:

Allen Unkenrufen zum Trotz ist die Autoindustrie nach wie vor weltweit gesehen die wichtigste. Millionen von Arbeitsplätzen hängen vom Wohlergehen dieser Branche ab. Allein in Deutschland beispielsweise sind rund 800’000 Menschen direkt oder indirekt in dieser Branche tätig. Ohne VW, BMW und Mercedes wäre das deutsche Wirtschaftswunder der letzten Jahre nicht möglich gewesen.

Die Disruption der Autoindustrie ist mehr als ein wirtschaftliches Ereignis. Sie ist eine politische und gesellschaftliche Zeitbombe.

Der Polizei-Tesla sind im Einsatz

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    Alle Leser-Kommentare
  • j_foo 09.06.2019 09:28
    Highlight Highlight Diese Industrie in der Form ist eh verloren. Sobald vollständig autonomes Fahren möglich ist, werden die Autos nicht zu 2 oder 3% angelastet (die restliche Zeit stehen sie nur rum momentan) sondern bis zu 50% (zeigen Car-Sharing Studien). Dann braucht es schlicht und einfach viel weniger Neuwagen und die Autoindustrie ist nur noch ein Zulieferer der Trch-Konzerne.
  • meliert 09.06.2019 08:38
    Highlight Highlight das wirkliche Problem (oder eher die Tatsache) ist unsere Mobilität. Wir pendeln zur Arbeit (egal Auto oder ÖV) Fernreisen etc. alles verbraucht enorm Energie. Eine Rückkehr zu alten Verhaltensmuster wie noch in den 1950/60er ist heute gar nicht mehr möglich, das ganze System mit der heutigen Weltbevölkerung würde kollabieren. Eine friedliche Lösung ist nicht wirklich nicht in Sicht.
    • mountaineer 09.06.2019 09:43
      Highlight Highlight Unsere heutige Mobilität ist in erster Linie eine gewaltige Errungenschaft. Man stelle sich bloss einmal vor wie mühsam das Reisen noch vor 200 Jahren war!
      Im Vergleich zum riesigen Nutzen sind die Probleme gering. Im Kleinstaat Schweiz sowieso.
      Leider wird der Nutzenaspekt in der politischen Diskussion über Mobilität und Verkehr nahezu völlig vernachlässigt.
  • Kubod 08.06.2019 15:23
    Highlight Highlight Kalifornien gibt mir zu denken.
    Ich bin grundsätzlich gegen staatliche Eingriffe in den Markt.
    Aber Kalifornien hat es geschafft, mit seinen Rahmenbedingungen, dank seiner Wirtschaftskraft, quasi im Alleingang die Welt sauberer zu machen.
    Katalysatoren in Auspuffen, Wind- und Sonnenenergie als Beispiele.
    Erst der Zwang und die Nachfrage durch die Marktbedingungen in Kalifornien haben das in diesem Umfang möglich gemacht.
    Was überall bei Erneuerbaren immer noch ein Problem ist, sind die Speicher. Aber da arbeiten ein paar Kalifornier ja schon dran. Marktgerecht. So dass sich das auch lohnt.

  • Tobias W. 08.06.2019 14:04
    Highlight Highlight Die Aussage, dass „Teslas Model 3 auf Platz 4 der meistverkauften Autos in der Schweiz“ steht, ist nicht nur eine halbe Wahrheit, sondern eine halbe Lüge.

    Wahr wäre: es ist das im Jahr 2019 am 4.-meisten ausgelieferte Auto, BISHER. Wobei zu bemerken ist, dass DER VERKAUF dieser jetzt ausgelieferten Modelle bereits in den ganzen vergangenen 37 Monaten (seit 31.03.2016) stattgefunden hat. Also die Liste dürfte sich noch arg ändern.

    Auf einer Liste, wo alle Hersteller die Bestellungen ihrer Modelle seit 31.03.2016 auflisten würden, wäre Model 3 weit hinten. Politik ohne Lügen? Geht wohl nicht.
    • Cmo 08.06.2019 14:56
      Highlight Highlight Das stimmt nicht. Das Model 3 konnte man in der Schweiz erst seit dem ca. 06.12.2018 bestellen und auch erst ab diesem Monat wurden die Rechnungen ausgestellt. Vorher konnte man das Midel 3 nur vorreservieren mit einer Anzahlung von 1000 USD.
      Also gleich wie beim VW ID.3.
    • EinePrieseR 08.06.2019 17:39
      Highlight Highlight Modell 3 war bis Ende März Platz 1, Ende April Platz 4 und Ende Mai noch Platz 7 der Meistverkauften Autos 2019.
    • Tobias W. 08.06.2019 17:47
      Highlight Highlight @Cmo: Tatsache: diese Reservierer hatten sich bereits auf dieses Auto festgelegt. Durch diese Reservierungs-Möglichkeit hat sich Tesla quasi Kunden reserviert (damit sie kein anderes [evtl. E-]Auto kaufen); Und durch das ewige herauszögern und hinhalten (über fast 2 Jahre) wurde es eben eine immer grössere Zahl.

      Wie gesagt, die Liste wird es ja zeigen, und die dürfte sich noch arg ändern, auch wenn Sie meine Ausführungen nicht akzeptieren wollen. Ich gehe jede Wette ein, dass Teslas Model 3 bei Jahresabschluss nicht mehr in den Top 20 dieser Liste sein wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 08.06.2019 14:00
    Highlight Highlight Schon vor 5 Jahren hat ein Wirtschaftsjournalist, der zu einer Tagung der Bosse der Autoindustrie eingeladen worden war, diesen beschieden: «Verabschieden Sie sich vom Gedanken, Autos zu verkaufen. In Zukunft werden Sie Fahrten vermitteln.» Die Botschaft ist nie angekommen. Die Autoindustrie verkauft nach wie vor eine Illusion der grossen Freiheit, welche das Produkt nicht einzulösen vermag. Daraus resultiert Frust - oder schon einmal in einer Autowerbung einen Stau oder volle Strassen gesehen?
    • neutrino 10.06.2019 03:52
      Highlight Highlight Na ja, Tesla vermittelt definitiv nicht Fahrten, sondern verkauft Automobile. Sharoo, Car2Go, etc. sind zwar da, aber der ganz grosse Durchbruch fehlt.

      Aus Sicht Umwelt wäre es schön, würde der Journalist Recht behalten, aber Unternehmen müssen sich nach dem Markt richten. Hätte BMW, Tesla, etc. vor 5 Jahren auf den Journalisten gehört und aufgehört Autos zu produzieren, wären sie heute pleite.
  • Muselbert Qrate 08.06.2019 13:33
    Highlight Highlight Aus der Sicht eines Links/Grünen mag diese Einschätzung stimmen, mit der Realität hat es aber reichlich wenig zu tun...

    • Jo Blocher 08.06.2019 13:58
      Highlight Highlight ......wenn Trolle hinter Trollen Trollen, Trollen Trolle Trollen nach🙄
    • mountaineer 08.06.2019 14:28
      Highlight Highlight Ich bin alles andere als Links-Grün, aber ich teile die Einschätzungen von Löpfe weitgehend.

      Wenn der ÖV gut ist und dann noch Carsharing dazukommt, wird der Autobesitz für viele unattraktiv - v.a. finanziell.

      Was bezüglich der Schweiz noch fehlt: Der viel besser gewordene ÖV.
      Als ich Teenager war, fuhr der Bus im Stunden- oder bestenfalls Halbstundentakt und der letzte um 19 oder 20 Uhr.
      Gleichenorts fährt er heute tagsüber alle 10-15 Minuten und der letzte um Mitternacht bzw. am Wochenende morgens um drei.
  • Domino 08.06.2019 13:27
    Highlight Highlight Diese Fusion war mir eh suspekt. Vor allem da man weis, dass Daimler mit Renault und Nissan eine strategische Partnerschaft haben. Vor kurzem hat Daimler und BMW die Zusammenarbeit beim autonomen fahren und Carsharing bekanntgegeben. BMW arbeitet zudem mit Toyota. Es wäre echt unübersichtlich geworden.
    Da wären also eine unmenge an Marken: Mercedes, Fiat, Renault, Ram, Jeep, Ferrari, Alfa Romeo, Nissan, Infinity, Toyota, Maserati, Aston Martin, Smart, Freightliner, western Star Trucks, Mitsubishi, setra, Orion, Dodge, BMW, Rolls Royce, Lexus und und und
  • Zeit_Genosse 08.06.2019 12:23
    Highlight Highlight ▪️ Der Klimawandel (und Digitalisierung) wird zum Motor eines Wirtschaftsumbaus.

    ▪️Das ökologische Gewissen wird zum gesellschaftlichen Trend mit Breitenwirkung.

    ▪️Regierungen werden grüner, resp. reagieren auf den Trend.

    ▪️ Die Digitalisierung beschleunigt Prozesse und neue Produkte, verursacht soziale Probleme durch Arbeitsplatzverdrängung.

    ▪️Die Nachfrage nach seltenen Erden und Lithium steigen steil und werden im Abbau bei der grünen Evolution ausgeblendet.

    ▪️Die Entwicklungen werden zu wenig vernetzt betrachtet und die Umbauwelle ist per se nicht ökologisch, sondern ökonomisch.



    • mountaineer 08.06.2019 14:30
      Highlight Highlight Das "grüner" werden der Regierungen beschränkt sich aber im wesentlichen auf Europa, vielleicht noch Canada. Global kaum relevant.
    • nöd ganz. klar #161! 08.06.2019 15:16
      Highlight Highlight @Zeitgenosse

      ich mag die Quadrate in deinem Post, wie erschafft man diese? 😊
    • pontian 09.06.2019 08:49
      Highlight Highlight @nöd: Die sind bei den Emojis unter „Symbole“ zu finden, weit hinten in den tiefen des Raumes...
    Weitere Antworten anzeigen
  • dmark 08.06.2019 12:17
    Highlight Highlight Es wird wohl langsam Zeit, dass wir endlich mit dem Beamen weiter kommen.
    • STERNiiX 08.06.2019 15:15
      Highlight Highlight Ich bin eher so: Der Weg ist das Ziel. Aber, wenn ich mich irgendwann, als alter Mann, einmal umweltfreundlich um die Welt beamen kann sage ich natürlich nicht nein. (:
  • Heinzbond 08.06.2019 11:50
    Highlight Highlight Ohne VW, BMW und Mercedes wäre das deutsche Wirtschaftswunder der letzten Jahre nicht möglich gewesen.

    Bin ich leider anderer Meinung. Klar die oben genannten Firmen haben dieses "wirtschaftswunder" geprägt, aber entschieden dazu beigetragen haben die ganzen veränderten Arbeitsgesetze seit Schröder und Merkel, die die zeitarbeit und das subunternehmertum in seiner heutigen "Blüte" oder soll ich schreiben Wucherungen. Und die mär das all die arbeitsplätze verloren wären ist so auch nicht richtig denn eigentlich herrscht in D ein Mangel an qualifizierten Kräften...
    • andrew1 08.06.2019 14:37
      Highlight Highlight Jeder 3. In deutschland arbeitet in der autoindustrie. Ist also dennoch sehr wichtig.
    • Mamster 08.06.2019 19:08
      Highlight Highlight @andrew1 „Allein in Deutschland beispielsweise sind rund 800’000 Menschen direkt oder indirekt in dieser Branche tätig.“
      Also kaum jeder dritte eher einer von 56 erwerbstätigen in Deutschland.
  • imposselbee 08.06.2019 11:37
    Highlight Highlight War ja nur eine Frage der Zeit und der Infrastruktur, dass sich E-Autos durchsetzen. Würde mir dennoch keines kaufen, da ich in der Stadt mit Car-Sharing voll und ganz bedient bin.
  • Perpetual 08.06.2019 11:28
    Highlight Highlight Einige Zahlen zu den Batterien der Elektroautos: ‘‘Das Alkalimetall tritt in Verbindungen, zum Beispiel als Lithium-Salz auf und muss in aufwendigen Prozessen mit der Hilfe von Wasser aus der Erde gespült werden. Unglaubliche zwei Millionen Liter Wasser werden benötigt, um eine Tonne Lithium-Salz aus der Erde zu fördern und da Lithium überwiegend in heißen Gebieten, wie der chilenischen Wüste, gefördert wird, verdunstet das gesamte Wasser nach Erreichen der Oberfläche‘‘
    • Supermonkey 08.06.2019 13:13
      Highlight Highlight Und was braucht es so um einen benzin/dieselmotor herzustellen?
    • Mietzekatze 08.06.2019 13:25
      Highlight Highlight Für ein 250g Steak benötigt es ‚unglaubliche‘ 4‘000 Liter Wasser....
      mit einem einzigen Wort, kann man die Bedeutung ‚unglaublich‘ verändern!
      Nach deiner Aussage, ist das Lithium-Salz weitaus rentabler als ein Steak!
      Isst du Fleisch?
    • trio 08.06.2019 13:32
      Highlight Highlight Intressant, noch besser wäre eine Gegenüberstellung zu Öl. So ist das ganze unnützes Wissen. 😉
      Oder was soll die Aussage dieses Kommentars sein?
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 08.06.2019 11:08
    Highlight Highlight Danke für den guten Artikel, er zeigt logisch auf, wie die Zukunft in schnellen Schritten auf uns zukommen wird. Dass die Autoindustrie zuerst einen Tritt in den Hintern bekommen muss, bevor sie reagiert ist eine Tatsache und zeigt das die Wirtschaft nicht so wirtschaftlich (im vollumfänglichen Sinne) denkt wie sie gerne vorgibt. Es sind spannende Veränderungen die auch auf anderen Sektoren ihre Auswirkungen haben werden.
    • Dominik Treier 08.06.2019 12:32
      Highlight Highlight Der Mensch und damit die Wirtschaft sind Gewohnheitstiere... Warum etwas verändern, wenn das jetzige Konzept funktioniert und die Konsequenzen eines Unterlassens bei einem selbst nicht spürbar sind?... Staatliche Vorgaben, welche das Gemeinwohl im Sinn haben, sind da eben die einzige Lösung.
      Was die Arbeitsplätze angeht so ist das zwar unschön. Ich denke jedoch, dass wir damit aufhören müssen alten Modellen nachzuhängen und nicht benötigte Arbeitsplätze konservieren zu wollen. Viel eher müssen wir den Menschen eine Bedingungslose Existenz sichern und in Bildung investieren...
    • FrancoL 08.06.2019 13:12
      Highlight Highlight @Dominik: Kann man das einfach unter dem Titel "Gewohnheitsteire" abtun? Nein ganz und gar nicht. Gerade das Einkaufsverhalten zeigt bestens auf, dass die "Gewohnheit" keine grossen Einfluss mehr hat, wenn ich sehe wie heute auch ältere Generationen im Netz einkaufen oder gerne über die Grenze fahren.
      Es geht m.E. eher in Richtung "Geiz ist Geil" und das falsche Verhalten, für sich immer den günstigsten Preis zu suchen und zu vergessen, dass man meistens nicht immer der günstigste Anbieter ist, zB als Arbeitskraft. Es hat zudem auch wenig mit Bildung zu tun sondern eher mit "me first".
    • redeye70 08.06.2019 14:37
      Highlight Highlight Einmal mehr zeigt sich das die freie Marktwirtschaft eben nicht immer die beste Lösung findet und neue Wege beschreitet. Das passiert nur wenn Unternehmer am Werk sind. Heute ist die Wirtschaft aber von kurzsichtigen Managern dominiert, die nur den schnellen Profit suchen.
  • rönsger 08.06.2019 10:30
    Highlight Highlight Tolle Analyse, die ich gut nachvollziehen kann. Aber uiuiui, "Junge Städterinnen und Städter setzen vermehrt auf chice Velos...": Freud lässt grüssen? "...chique Velos..." wäre wohl angezeigter, "chice" richtig ausgesprochen käme wohl eher jenen entgegen, die das Auto immer noch als Statussymbol und und "Leidenschaft" verstehen statt als Fortbewegungsmittel.
    • tr3 08.06.2019 12:06
      Highlight Highlight Laut meinem Sprachgefühl und demjenigen des Duden ist beides gleich falsch.

      https://www.duden.de/rechtschreibung/chic
    • Pümpernüssler 08.06.2019 12:07
      Highlight Highlight nächstesmal erst googeln, wenn man klugscheissen möchte...
      Benutzer Bild
    • weissauchnicht 08.06.2019 12:09
      Highlight Highlight uiuiui @rönsger, meinst Du „chique = Sandfloh“ oder „chique = Kautabak“? Das Wort „chic“ wird auf französisch nicht dekliniert und wird für homme et femme gleich geschrieben, Plural ist „les vélos chics“. Auf deutsch könnte man im Zweifelsfall über „schicke Fahrräder“ schreiben, das wäre - anders als „chique“ - auf jeden Fall dudenkonform. Ich zweifle aber nicht daran, dass die urbane Leserschaft auch „chice Velos“ richtig versteht und ausspricht...

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

Der Kinohit «Platzspitzbaby» rückt Kinder von suchtkranken Eltern in den Fokus. Auch die 34-jährige Jasmin ist bei drogensüchtigen Eltern aufgewachsen. Nun will sie das erste Mal über ihr Leben erzählen.

Der Schweizer Film «Platzspitzbaby» füllt seit Wochen die Kinosäle. Der Film erzählt unter anderem von der Kindheit von Michelle Halbheer, die in den 90er-Jahren bei einer drogensüchtigen Mutter aufgewachsen ist. Auch Jahre nach der Veröffentlichung ihres Buches sind die Zuschauer noch geschockt und empört: Wie konnten die Behörden so lange zuschauen und nicht eingreifen?

Das Schicksal von Halbheer ist in der Schweiz kein Einzelfall. Noch heute leben schätzungsweise mehr als 100'000 Kinder bei …

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