Wirtschaft
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Börsen in China und Japan stürzen in den Keller – und der Ölpreis ist auf Talfahrt



Die Aktienbörsen in Japan und China haben zum Wochenauftakt massive Verluste hinnehmen müssen. Auch andere asiatische Börsen wie in Hongkong und Taipeh gerieten in den Abwärtssog. 

Die Talfahrt in China setzte sich beschleunigt fort, obwohl die Regierung am Wochenende angekündigt hatte, den chinesischen Pensionsfonds zu erlauben, in den Aktienmärkten zu investieren. Den Anlegern reichte das aber offensichtlich nicht, da viele auf eine weitergehende Verringerung der Mindestanforderungen für die Kapitalreserven der Banken durch die Zentralbank hoffen. 

Der wichtige Shanghai Component Index und der Shenzhen Component Index fielen eine halbe Stunde nach Öffnung der Märkte um mehr als 7 Prozent. Der neuerliche Kursrutsch machte ungeachtet massiver staatlicher Interventionen die gesamten Jahresgewinne des Shanghaier Börsenindexes zunichte. 

epa04864558 An investor reads stock market data on a smartphone at a securities brokerage house in Beijing, China, 29 July 2015. Chinese share prices bounced back 29 July following a tumultuous start to the week, as the benchmark Shanghai Composite Index staged a late surge to close up 3.4 per cent. The Shenzhen Composite Index gained 4.1 per cent to finish at 2,198.81 and the ChiNext rose 4.3 per cent to 2,693.86.  EPA/ROLEX DELA PENA

Bild: ROLEX DELA PENA/EPA/KEYSTONE

Psychologisch wichtige Marke

Auch der ChiNext für Technologiewerte, der dem Nasdaq in den USA ähnelt, lag um 7,67 Prozent niedriger. Im Sog der Festlandbörsen sackte auch der Aktienmarkt in Hongkong um vier Prozent ab. An der Börse in Taipeh rutschte der Taiex Index um mehr als 7 Prozent ab – so tief wie lange nicht mehr. 

In Tokio fielt der Nikkei-Index erstmals seit fünf Monaten unter die psychologisch wichtige Marke von 19'000 Punkten. Zur Handelsmitte notierte der Nikkei einen satten Abschlag von 623,34 Punkten oder 3,21 Prozent beim Stand von 18'812,49 Punkten. Der breit gefasste Topix brach bis dahin um 60,73 Punkte oder 3,86 Prozent auf den Zwischenstand von 1512,28 Punkte ein.

Ölpreise wegen China-Sorgen auf Talfahrt

Die Ölpreise haben ihre Talfahrt wegen der Konjunktursorgen um China am Montag fortgesetzt. Am frühen Morgen fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Oktober auf 44,20 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit März 2009.

Zuletzt wurde Brent-Öl bei 44,40 Dollar gehandelt und damit 1,06 Dollar niedriger als am Freitag. Der Preis für US-Öl fiel weiter unter die Marke von 40 Dollar und erreichte bei 39,00 Dollar den tiefsten Stand seit Februar 2009. Hier wurde ein Fass der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zuletzt bei 39,39 Dollar gehandelt und damit 1,06 Dollar weniger als am Freitag. 

(sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bastian Zuberbuehler 24.08.2015 07:33
    Highlight Highlight Casino, Casino... vielleicht sollten die Massnahmen gegen Spielsucht auf Investmentbanker ausgeweitet werden. Natürlich primär zum Schutz ihres privaten Vermögens und sowie jenes ihrer Spieltrainer - äh: ARBEITGEBER.
    Dass daneben auch andere "Kollateralschäden" (z.b. Weltwirtschaftskrisen) möglicherweise eher vermieden werden könnten, wäre halt in Kauf zu nehmen.
    Tja, there's no free lunch...

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