Japanische Chips werden neu in Schwarz-Weiss-Packungen verkauft – wegen Iran-Krieg
Insgesamt 14 Chipssorten erhalten in Japan ab dem 25. Mai eine neue Verpackung. Die ist deutlich weniger bunt als die bisherige. Die Umstellung soll temporär sein, wie Hersteller Calbee mitteilt.
Der Grund für die Schwarz-Weiss-Verpackungen: Wegen des Iran-Kriegs fehlen wichtige Stoffe, die für die Druckfarbe benötigt werden. Deshalb wurde der Druck auf zwei Farben reduziert. Diese Massnahme soll helfen, eine stabile Produktversorgung zu garantieren, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Die Produktqualität sei nicht beeinträchtigt, betont Calbee. Betroffen seien etwa die Verpackungen von Salz-Kartoffelchips, Garnelen-Snacks und Müesli. Zwei Sorten werden erst im Juni eine neue Verpackung erhalten.
Calbee hat zahlreiche Geschmackssorten im Sortiment. Allein bei den Kartoffelchips sind es 63 Sorten. Hinzu kommen Kartoffel-Sticks, Garnelen-Cracker, Bohnen- und Soja-Snacks und Müeslis.
Engpässe bei wichtigen Stoffen
Der Iran-Krieg beeinträchtigt die Wirtschaft weltweit, weil Produkte und Rohstoffe rar werden. So fehlt es beispielsweise auch an Naphtha, einem Nebenprodukt aus der Ölraffinierung, das für Druckfarben und Plastik verwendet wird. Die Preise für Naphtha haben sich entsprechend verdoppelt, weshalb Japans Regierung laut BBC nach neuen Lieferquellen sucht. (vro)
- Iran besitzt laut US-Berichten noch grossen Teil seines Arsenals – Trump tobt
- Bericht: Trump soll wegen Iran frustriert sein – und wieder «grössere» Angriffe erwägen
- «Völlig inakzeptabel»: Trump empört über Antwort aus Teheran
- Die USA und Iran sind keinen Schritt weiter – der jüngste Verhandlungs-Fail in 5 Punkten
