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Wirtschaft
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Protest gegen Wirtschaftsreformen

Italiens Generalstreik endet in Strassenschlachten 



Students clash with policemen during a protest in Milan, Italy, Friday, Dec. 12, 2014. Thousands of union workers and students staging a general strike marched Friday through more than 50 Italian cities to protest government reforms that they say erode workers' rights. The general strike, shutting down basic services across Italy, is the first ever by two of Italy's largest union confederations against a center-left government, which have traditionally cozied up to unions. Premier Matteo Renzi said the right to strike must be protected, but insisted his tougher line is necessary to return the economy to growth and create jobs. (AP Photo/Luca Bruno)

Bild: Luca Bruno/AP/KEYSTONE

Ein Generalstreik hat in Italien weite Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt. Betroffen waren unter anderem Flughäfen und Bahnhöfe, der Nahverkehr sowie das Verwaltungs- und Gesundheitswesen. Mehr als 50 Kundgebungen waren im ganzen Land geplant.

In Mailand gerieten Polizei und Protestierende aneinander. Staatspräsident Giorgio Napolitano sprach von «grossen Spannungen» zwischen der Regierung und den Gewerkschaften, die «nicht gut für das Land» seien.

Der Streik hat auch auf die Schweiz Auswirkungen: Insgesamt zehn Flüge vom und zum Flughafen Zürich fallen aus, wie Michael Stief vom Flughafen Zürich auf Anfrage sagte. Betroffen seien Swiss-Flüge mit Abflugs- und Bestimmungsort Mailand, Rom, Venedig und Florenz.

Der Flughafen Basel-Mühlhausen ist nicht vom Streik betroffen, ebenso wenig die Fernverkehrszüge. Im Regionalverkehr zwischen Chiasso und Luino könne es allerdings Einschränkungen geben, sagte SBB-Sprecherin Franziska Frey.

Generalstreik in Italien

Zeichen gegen Sparpolitik

Zu der Arbeitsniederlegung aus Protest gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung hatten zwei grosse Gewerkschaftsverbände und mehrere linke Organisationen aufgerufen.

Unter dem Motto «So geht es nicht» wollten sie ein Zeichen setzen gegen die Kürzungspolitik des Ministerpräsidenten Matteo Renzi von der linksbürgerlichen Demokratischen Partei (DP).

Die Arbeitslosigkeit in Italien verharrt auf Rekordniveau, die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei mehr als 40 Prozent. Zudem drängt die Europäische Union das Land, das Haushaltsdefizit zu verkleinern. Renzi versicherte am Donnerstag, er werde sich von den Gewerkschaften nicht vom Reformkurs abbringen lassen. (wst/sda/apa)

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