Wirtschaft
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«Klotz am Bein»

Tamedia schliesst Druckerei in Winterthur – Über hundert Mitarbeitende betroffen

Die Zürcher Mediengruppe Tamedia schliesst die Ziegler-Druckerei in Winterthur per Ende 2015. Der Akzidenzdruck wird eingestellt, Digital- und Bogenoffsetdruck werden verkauft. Betroffen sind voraussichtlich 106 Mitarbeitende.



Schlechte Nachrichten für den Arbeitsplatz Winterthur:  Tamedia schliesst die Ziegler-Druckerei per Ende 2015. Die Schliessung kam nicht ganz unerwartet. Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino hatte die Druckerei 2013 als ein «Problem» und einen «Klotz am Bein» bezeichnet, wie landbote.ch damals berichtete. In Deutschland sei das Drucken viel günstiger. Tamedia hatte den «Landboten» und die Ziegler-Druckerei 2013 übernommen. 

Bereits bei der Übernahme von Ziegler Druck durch Tamedia sei bekannt gewesen, dass die Situation der Druckerei äusserst schwierig sei, teilte Tamedia am Donnerstag mit. Auch die Verlagerung von passenden Druckaufträgen von Tamedia-Zeitschriften konnte die Ertragslage nicht nachhaltig verbessern.

Zudem müsste in naher Zukunft der Maschinenpark teilweise erneuert werden. Tamedia plant deshalb, den Akzidenzdruck per Ende 2015 einzustellen. Den Bogenoffsetdruck verkauft Ziegler Druck per 1. April 2015 an die Schellenberg Druck AG. Diese übernimmt die vier Mitarbeitenden dieses Bereichs. 

73 Personen verlieren Job

Die Stämpfli AG mit Hauptsitz in Bern und Niederlassung in Zürich übernimmt per 1. April 2015 das Digitaldruckgeschäft. Alle neun Mitarbeitenden in diesem Bereich werden übernommen.

Die Einstellung von Ziegler Druck betrifft voraussichtlich 106 Mitarbeitende, wie es weiter heisst. Davon wird 15 Angestellten eine Frühpensionierung angeboten. 13 weitere Personen können bei Stämpfli und Schellenberg weiterarbeiten. Die fünf Lernenden werden ihre Ausbildung entweder bei Tamedia oder bei einem Partner beenden können. Für insgesamt 73 Mitarbeitende wird nach einer geeigneten Anschlusslösung gesucht. Hierfür werde gemeinsam mit einem Stellenvermittler ein Jobcenter aufgebaut.

Für die betroffenen Mitarbeitenden wurde gemeinsam mit den Sozialpartnern bereits im vergangenen Jahr ein Sozialplan ausgearbeitet. Der Schliessungsentscheid des Rollen-Akzidenzdrucks steht unter Vorbehalt der gesetzlichen Mitwirkungsrechte der Mitarbeitenden. (whr/sda)

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