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Fensterbauer Swisswindows im Konkurs – 170 Mitarbeiter betroffen



Der Fensterbauer Swisswindows AG mit Sitz in Mörschwil SG ist seit Mittwoch in Konkurs.

Bild: KEYSTONE

Über die Swisswindows AG mit Sitz in Mörschwil SG ist am Mittwochmorgen der Konkurs eröffnet worden. Beim Fensterbau-Unternehmen verlieren dadurch rund 170 Angestellte ihre Stellen.

Das Kreisgericht Rorschach habe am Mittwoch den Konkurs über die Swisswindows AG eröffnet, bestätigte der Sprecher des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St. Gallen gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht der Onlineplattform «FM1Today».

Die Swisswindows AG ist ein Entwickler und Hersteller von Fenster- und Türsystemen für Renovation und Neubau. Das Unternehmen beschäftigt am Hauptsitz Mörschwil sowie an den Standorten Müllheim TG und Härkingen SO rund 170 Mitarbeitende. Diese wurden am Morgen über den Konkurs informiert.

Februarlöhne ausstehend

Laut den bisherigen Informationen des Kantons sind den Angestellten die Februarlöhne nicht ausbezahlt worden. Diese Ansprüche seien im Rahmen der Insolvenzentschädigung bei der kantonalen Arbeitslosenkasse versichert.

Die vom Konkurs betroffenen Angestellten sollten sich möglichst rasch beim zuständigen RAV anmelden, damit sie von den Unterstützungsmassnahmen der Arbeitslosenversicherung profitieren könnten, informierte das Amt für Wirtschaft und Arbeit.

Die Gewerkschaft Unia Ostschweiz-Graubünden schrieb in einer Stellungnahme von etwa 180 betroffenen Beschäftigten. Diese stünden «von einem Tag auf den anderen auf der Strasse». Unia werde ihnen bei der Wahrung ihrer Rechte und Ansprüche zur Seite stehen.

Unia: «Ruinöser Preiskampf»

Die Swisswindows AG habe bereits vor einigen Jahren gut 100 Stellen abgebaut, heisst es im Communiqué der Gewerkschaft weiter. Der neuen Unternehmensleitung sei es offensichtlich nicht gelungen, die Firma erfolgreich aufzustellen und die verbliebenen Arbeitsplätze zu sichern.

Zwischen den Firmen der Branche tobe ein «ruinöser Preiskampf». Hier sieht Unia auch die öffentlichen Arbeitgeber in der Pflicht. Heute gehe es bei Submissionen «nur noch um das billigste Angebot und nicht mehr darum, wer seriöse Angebote unterbreitet und gute Arbeitsbedingungen garantiert». (sda)

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