DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wirtschaft freut's, Touristen reut's: 1 Dollar kostet wieder 1 Franken



Der US-Dollar notiert wieder auf Parität zum Schweizer Franken. Am Freitag kurz vor 14.30 Uhr übersprang der Greenback die vielbeachtete Marke und ist derzeit 1.0058 Franken wert. So stark war der Dollar letztmals am 17. März dieses Jahres.

Für den Kurssprung des Dollars verantwortlich ist der US-Arbeitsmarktbericht. Die US-Unternehmen schufen im Oktober ausserhalb der Landwirtschaft 271'000 neue Stellen. Das ist deutlich mehr als erwartet.

Zinswende im Dezember erwartet

Viola Julien, Analystin bei der deutschen Bank Helaba, hob auch den unerwartet starken Anstieg der Stundenlöhne positiv hervor. Dies verstärke die Erwartungen einer Zinswende im Dezember, sagte sie.

Auch gegenüber dem Euro wertete sich der Dollar deutlich auf. Der Euro rutschte nach der Publikation des Berichts auf 1.0708 Dollar ab - so tief wie seit sechseinhalb Monaten nicht mehr.

Ambivalente Entwicklung für Exporteure

Dass der Dollar wieder teurer wird, ist eine gute Nachricht für zahlreiche Schweizer Firmen. Dadurch werden nämlich Schweizer Produkte in den USA günstiger, was den Export ankurbelt. Davon profitieren beispielsweise Pharmaunternehmen oder Uhrenhersteller.

Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar hatte sich der Franken nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch gegenüber dem Dollar kurzfristig stark verteuert. Zeitweise wurden für einen Franken nur noch 0.83 Dollar bezahlt.

Weniger freuen dürfte die jüngste Entwicklung jene Schweizer Unternehmen, die vor allem in den Euroraum exportieren. Die guten US-Arbeitsmarktdaten führten zu einer Abwertung des Euro - auch gegenüber dem Franken. Nachdem der Euro im September zeitweise die Marke von 1.10 Franken geknackt hatte, wurde er nach der Publikation wieder zu weniger als 1.08 Franken gehandelt.(whr/sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die Schweiz zieht immer mehr Millionäre an – das steckt dahinter

In der Schweiz ist die Dichte an Millionärinnen und Millionären so hoch wie nirgends sonst. Viele sind schon da, aber es kommen immer mehr. Corona trägt dazu bei.

Seit Jahrzehnten ziehen Superreiche aus aller Welt in die Schweiz: Banken, Diskretion, Sicherheit und atemberaubende Kulisse sind einige Gründe dafür. Die Corona-Pandemie beflügelt nun den Run: «Die Pandemie löste einen Nachfrageboom nach Luxusimmobilien aus», berichtet die UBS. Die höchsten Quadratmeterpreise werden in der Gemeinde Cologny bei Genf erzielt. Dort kostet ein einziger Quadratmeter über 35'000 Franken.

Corona habe die Sehnsucht vieler nach einem sicheren Hafen verstärkt, glauben …

Artikel lesen
Link zum Artikel