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Schweiz

Postfinance erhöht Löhne der Mitarbeitenden 2026

Postfinance erhöht Löhne der Mitarbeitenden 2026

16.03.2026, 12:3816.03.2026, 12:38

Postfinance erhöht ab April 2026 die Löhne, passt die Lohnbänder an und verteilt an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine einmalige Prämie. Die Post-Tochter hat mit der Gewerkschaft Syndicom und dem Personalverband Transfair die Lohnverhandlungen für die rund 2700 Beschäftigten im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) abgeschlossen.

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Postfinance erhöht die Löhne ihrer Mitarbeitenden 2026.Bild: KEYSTONE

Für 2026 stelle Postfinance insgesamt 1 Prozent der Lohnsumme für generelle und strukturelle Lohnerhöhungen bereit, teilte das Finanzinstitut am Montag mit. Zudem würden die Ober- und Untergrenzen der Lohnbänder vor der Lohnrunde um 0,6 Prozent oder mindestens 660 Franken angepasst.

Der Mindestlohn steige damit neu auf 56'280 Franken pro Jahr, teilte Postfinance weiter mit. Die Sozialpartner orientierten sich bei den Verhandlungen laut Mitteilung an der wirtschaftlichen Lage von Postfinance, an der Produktivität, an Branchenvergleichen und an den Lebenshaltungskosten.

Gleichzeitig sollen die Mitarbeitenden eine einmalige Prämie von 500 Franken bei einem Vollzeitpensum erhalten, als Anerkennung für ihr Engagement, wie es hiess.

Sozialpartner begrüssen Lohnergebnis

Während Postfinance die marktgerechte Entlohnung in der Mitteilung hervorhebt, begrüsst Syndicom insbesondere, dass die Wertschätzungsprämie durchgesetzt werden konnte. Transfair hält das Ergebnis angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für vertretbar. «Wir erwarten jedoch, dass die Mitarbeitenden deutlicher profitieren, sobald sich die Lage bessert», wird der Verantwortliche bei Transfair, Marco Kaderli, in der Mitteilung zitiert.

Postfinance verbuchte 2025 einen Gewinn von 282 Millionen Franken nach 112 Millionen im Jahr davor. Damit konnte trotz Margendruck infolge des anhaltenden Tiefzinsumfelds ein solides Ergebnis erzielt werden, hiess es bei der Vorlage des Geschäftsberichts vergangene Woche. Das wirtschaftliche und regulatorische Umfeld bleibe derweil anspruchsvoll. Unsicherheiten durch internationale Handelspolitik und die möglicherweise hartnäckige Inflation wirkten sich auf die Ertragsaussichten aus. (hkl/sda/awp)

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