Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der Auftritt der Schweiz an der Expo 2015 in Mailand

Präsenz Schweiz

Mit Wasser, Salz, Kaffee und Apfelringen präsentiert sich die Schweiz an der Expo 2015

Die Weltausstellung von Mailand widmet sich dem Thema Ernährung, Nachhaltigkeit und Ressourcenverteilung. Den Schweizer Auftritt prägen vier Türme, die gefüllt sind mit Wasser, Salz, Kaffee und Apfelringen. 



Die Weltausstellung von Mailand dauert vom 1. Mai bis 31. Oktober und widmet sich dem Thema Ernährung, Nachhaltigkeit und Ressourcenverteilung. Aus den vier gefüllten Türmen des Schweizer Pavillons können die Besucherinnen und Besucher so viele Salzsäckchen, Wasserbecher, Apfelringe und Kaffeepäckchen mitnehmen, wie sie wollen. 

Je weniger Produkte sich in den Türmen befinden, desto mehr senkt sich der Boden der Besucherplattformen. Damit sollen die Besucher Verantwortung für die vorhandenen Ressourcen übernehmen, erklärte Nicolas Bideau, Chef von Präsenz Schweiz, am Dienstag vor den Medien.

Wenn die Türme nach ein paar Wochen bereits leer seien, so sollen sie auch eine Weile leer bleiben, sagte Bideau. «Auch die Leere vermittelt eine Botschaft», fügte er hinzu, nämlich «dass die anderen alles bereits genommen haben». Denkbar wäre allerdings, dass die Türme nach zwei Monaten wieder aufgefüllt würden.

Wasserhähne statt Nestlé-Flaschen

Der Wasserturm wird aber nicht wie ursprünglich vorgesehen mit Wasserflaschen von Nestlé gefüllt, sondern mit Wasserbechern, aus denen die Besucher lokales Trinkwasser trinken können. Das Trinkwasser können die Besucher aus im Turm eingebauten Wasserhähnen beziehen.

Präsenz Schweiz reagiert damit auf Kritik am grossen Engagement des Nahrungsmittelunternehmens Nestlé am Schweizer Expo-Auftritt. Nestlé steuert 3 Millionen Franken an das Budget von 23,1 Millionen Franken bei.

Arbeiten nach Plan

Die Arbeiten am Pavillon laufen derzeit nach Plan, sagte Andrea Arcidiacono von Präsenz Schweiz. Ende Januar sollen die Gebäude fertiggestellt sein, im Februar und März sollen die Ausstellungen gebaut werden und im April soll die Testphase starten.

Nach der Weltausstellung sollen 75 Prozent der Materialien des Pavillons wiederverwendet werden. Die Türme sollen in Schweizer Städten als «urbane Gewächshäuser» wiederbelebt werden, wie Bideau ausführte.

Sonderzüge der SBB

Die SBB wird vom 1. Mai bis 31. Oktober 2015 täglich mehrere Sonderzüge einsetzen, wie Arcidiacono mitteilte. Damit sollen für Schweizerinnen und Schweizer auch Tagesausflüge an die Expo möglich sein. Präsenz Schweiz erwartet insgesamt drei Millionen Besucher im Schweizer Pavillon und ungefähr 16'000 Besucher pro Tag. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kommentar

Liebe Velofahrer, ihr seid leider die schlimmsten Verkehrsteilnehmer

Das Coronavirus hat dazu geführt, dass in der ganzen Schweiz mehr Leute mit dem Velo unterwegs sind. Das Geschäft boomt, auch mit den E-Bikes. Zusätzlich stimmt die Stadt Zürich am 27. September darüber ab, ob man sich verpflichten will, 50 Kilometer Veloschnellrouten einzurichten.

Das Velo – und besonders die Velofahrer – stehen damit wieder einmal im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ein guter Zeitpunkt, euch die Leviten zu lesen. Oder sollte ich sagen: uns? Denn bevor ihr mich in der …

Artikel lesen
Link zum Artikel