Wirtschaft
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Nestlé wächst im Halbjahr um 2,8 Prozent aus eigener Kraft



Der Nahrungsmittelkonzern Nestl

Bild: sda

Nestlé ist auch in der Coronakrise aus eigener Kraft weiter profitabel gewachsen. Der Hersteller von Nespresso-Kaffee, Purina-Tierfutter oder Cailler-Schokolade rechnet auch über das gesamte Jahr mit einem weiteren Zuwachs, dieser soll allerdings mit 2 bis 3 Prozent etwas geringer ausfallen als bislang prognostiziert.

Wegen Verkäufen von Unternehmensteilen und dem stärkeren Franken verminderte sich der ausgewiesene Umsatz zwar in den ersten sechs Monaten des Jahres um 9.5 Prozent auf 41.2 Milliarden Franken, wie der Lebensmittelkonzern am Donnerstag mitteilte. Nestlé hat etwa das Hautpflegegeschäft Nestlé Skin Health und das US-Glacégeschäft verkauft.

Um die tatsächliche Leistung des Konzerns einschätzen zu können, achten Investoren jeweils auf das organische Wachstum, das solche Effekte herausrechnet. Demzufolge ist Nestlé um 2.8 Prozent gewachsen, wobei das Mengenwachstum RIG bei 2.6 Prozent und die Preiskomponente bei 0.2 Prozent lag. Damit hat sich das Wachstum im zweiten Quartal auf 1.3 Prozent verlangsamt. Im ersten Quartal hatte Nestlé organisch noch um 4.3 Prozent zugelegt - unter anderem hatten Hamsterkäufe in den Industriestaaten das Geschäft angekurbelt.

Vom Umsatz blieben im ersten Semester 17.4 Prozent als bereinigter Betriebsgewinn übrig, nach 17.1 Prozent in der Vergleichsperiode. Hier rechnet Nestlé jeweils Restrukturierungskosten, Verkäufe, Rechtsstreitigkeiten und weitere sonstige Kosten oder Erträge heraus. Unter dem Strich verblieb dank den Verkäufen ein um 18 Prozent höherer Reingewinn von 5.9 Milliarden.

Mit den Zahlen hat Nestlé die Erwartungen der Analysten grösstenteils übertroffen. Sie hatten gemäss einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP im Schnitt mit einem organischen Wachstum von 2.7 Prozent und einer bereinigten operativen Marge von 17.0 Prozent gerechnet. Der Umsatz wurde auf 41.6 Milliarden und der Reingewinn auf 5.5 Milliarden Franken geschätzt.

Für das Gesamtjahr hat Nestlé den Ausblick leicht gesenkt: Neu erwartet der Nahrungsmittelkonzern ein organisches Wachstum von 2 bis 3 Prozent. Zuvor war Nestlé davon ausgegangen, das organische Wachstum (2019: 3.5%) und die operative Marge (17.6%) weiter verbessern zu können. Die beiden Konkurrenten Danone und Unilever hatten ihre Jahresprognosen nach dem ersten Quartal ersatzlos kassiert.

Weiter geht Nestlé davon aus, dass sich sowohl der zugrunde liegende Gewinn je Aktie zu konstanten Wechselkursen als auch die Kapitaleffizienz erhöhen werden. Dieser Ausblick beruhe auf dem aktuellen Wissenstand über die Covid-19-Entwicklungen und gehe von keiner wesentlichen Verschlechterung der aktuellen Lage aus, heisst es. (aeg/sda/awp)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lkay 31.07.2020 07:20
    Highlight Highlight Vor mehr als 10 Jahren hat ein Nestlé CEO mal gesagt, dass Trinkwasser kein Menschenrecht wäre. Seit damals hat Nestlé viel in die Wasserqualität investiert und das Leben der Anwohner von Seen verbessert. Das Geld mit dem Trinkwasser ist nicht mehr im Hauptfokus. Der damalige CEO ist seit einiger Zeit im Ruhestand.

    Trotzdem plappern manche Leute immernoch die selben Phrasen, die sie irgendwann mal in einer YouTube Doku von 2009 gehört haben, nach.
  • Toga 30.07.2020 21:01
    Highlight Highlight Ich hasse diesen Weltvergifter Nestlé.
  • Andre Buchheim 30.07.2020 13:29
    Highlight Highlight Aus eigener Kraft? Eher aus der Kraft der Ausbeutung der Menschen und der Welt. Jedes Prozent Wachstum einer solchen Zusammenrottung rücksichtsloser Egoisten bringt uns dem Kollaps des Lebenssystems einen Schritt näher. Danke, Nestlé & Co.
    Daß man die Erdzerstörung durch die Konzerne und unsere Gier hier auch noch feiert, verstehe ich nicht. Eigentlich gehören die Machenschaften dieses Konzerns aufgedeckt und er selbst boykottiert, bis er sich an ein harmonisches und nachhaltiges Miteinander auf dem Planeten gewöhnt hat.
    • Hades69 30.07.2020 20:37
      Highlight Highlight Om
  • Score 30.07.2020 11:09
    Highlight Highlight Ok ich gebs zu, es liegt an mir. Dank Homeoffice musste ich den eigenen Kaffee trinken :-/
  • Hades69 30.07.2020 10:52
    Highlight Highlight Blut klebt am Geld. Darum Konzernverantwirtungsinitative.
  • Jeremy Liquidpsy 30.07.2020 09:03
    Highlight Highlight Kein Wunder bei den Margen die Nestle hat..
  • MarGo 30.07.2020 08:43
    Highlight Highlight wen wunderts, auch in Corona-Zeiten muss man Wasser trinken...
  • Der Buchstabe I 30.07.2020 07:48
    Highlight Highlight "Aus eigener Kraft"

    Ob die Kindersklaven da gleicher Meinung sind?
  • Der Buchstabe I 30.07.2020 07:43
    Highlight Highlight Ich freue mich auf die Konzernverantwortungsinitiative

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