Wirtschaft
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Verpflegung auch bei Swiss-Flügen ab Zürich künftig kostenpflichtig



ZU DEN JAHRESZAHLEN 2016 DER AIRLINE SWISS, AM DONNERSTAG, 16. MAERZ 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE THEMENBILDER ---- Passengers queue in the check-in hall 1 at Zurich Airport, pictured in Kloten, Switzerland, on July 31, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die Swiss muss sparen. Das bekommen die Gäste zu spüren. Bild: KEYSTONE

Sandwich adé: Die Fluggesellschaft Swiss serviert ihren Kunden ab kommendem Frühling bei Kurz- und Mittelstreckenflügen ab Zürich in der Economyklasse keine kostenlosen Snacks und Getränke mehr. Das Konzept Swiss Saveurs, das bei Flügen ab Genf bereits gang und gäbe ist, wird neu auch in Zürich eingeführt.

Der bisherige kostenfreie Standardsnack werde in Zukunft nicht mehr serviert, heisst es in einer Mitteilung der Swiss vom Dienstag. Stattdessen müssen hungrige Fluggäste in der Economy-Klasse künftig an Bord Snacks und Getränke kaufen. Einzig das typische Swiss-Schöggeli und eine Wasserflasche gibt es auch weiterhin kostenlos.

Mit dem neuen Konzept will die Airline laut der Mitteilung stärker auf Nachhaltigkeit setzen, indem sie auf die Nachfrage reagiere und dadurch weniger Lebensmittel entsorgen müsse. Zudem seien umweltfreundliche Produkte und Verpackungen ausgewählt worden und die Lebensmittel seien frischer und hätten einen regionalen Bezug.

Snacks fallen bei allen Konzerngesellschaften weg

Die Änderung bei der Bordverpflegung geschieht aber nicht nur bei der Swiss. Der ganze Lufthansa-Konzern streicht die kostenfreie Bordverpflegung. Auch bei der Lufthansa und Austrian Airlines sollen anstelle von Sandwiches oder Schoko-Riegeln künftig höherwertige Produkte zum Kauf angeboten werden, die auf Basis der Kundenrückmeldungen entwickelt worden seien, hiess es.

Bisher mussten nur die Passagiere der Konzerngesellschaften Brussels Airlines und Eurowings für ihr Essen und die Getränke an Bord bezahlen.

Bis zur Corona-Krise gab es auf den Europa-Flügen der Netz-Airlines standardmässig kostenfreie Getränke und je nach Flugdauer auch Snacks, Sandwiches oder kleine warme Gerichte. In der Pandemie hat Lufthansa das Angebot aus hygienischen Gründen stark reduziert. Auf Flügen bis zu zwei Stunden gibt es derzeit kein Speisenangebot und nur eine eingeschränkte Getränkeauswahl.

Gesichtserkennung für Miles & More-Kunden

Bereits etwas früher als das neue Catering-Programm wird bei der Swiss und der Lufthansa ausserdem eine digitale Gesichtserkennung für Kunden des Miles & More-Vielfliegerprogramms eingeführt: Damit sollen diese künftig den Zugang zu Sicherheitskontrollen und Boarding-Gates kontaktlos passieren können. Zu diesem Zweck hat die Luftfahrtallianz Star Alliance eine systemübergreifende biometrische Identitäts- und Identifizierungsplattform entwickelt, die bei der Swiss und der Lufthansa als erstes zum Einsatz kommt.

Die beiden Fluggesellschaften wollen die neu entwickelte Plattform «Star Alliance Biometrics» bereits im November für ausgewählte Flüge einsetzen. An den beiden Drehkreuzen Frankfurt und München sei hierfür eine spezielle Infrastruktur eingerichtet worden, heisst es in einer Mitteilung der Luftfahrtallianz Star Alliance, der Lufthansa Gruppe und der beteiligten Flughäfen.

Bei der Nutzung im Flughafen könnten die Reisenden ihre Masken, die sie im Terminal tragen müssen, auch während der biometrischen Identitätsüberprüfung aufbehalten: Die Identifikation der Passagiere werde dadurch nicht beeinträchtigt. Die in «Star Alliance Biometrics» verwendete Lösung zur Identifizierung basiert auf der Gesichtserkennungstechnologie der japanischen NEC Corporation.

Kunden von «Miles & More» können sich per sofort für «Star Alliance Biometrics» anmelden. Persönliche Daten - etwa Fotos und andere Identifikationsmerkmale - würden verschlüsselt und innerhalb der Plattform sicher gespeichert, versichert die Star Alliance. Die Speicherung persönlicher Daten werde auf ein «notwendiges Minimum» begrenzt. (aeg/awp/sda/dpa)

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