DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Falsche Rechnungen beglichen

Kanton Waadt bezahlt fälschlicherweise Spitalrechnungen der CSS



Der Kanton Waadt hat fälschlicherweise Spitalrechnungen bezahlt, welche eigentlich die Krankenkasse CSS hätte übernehmen sollen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist über den Sachverhalt informiert und prüft, ob weitere Kantone betroffen sind, wie eine Sprecherin am Samstag sagte.

Der Fall betrifft ausländische Studenten, die bei der CSS eine Zusatzversicherung abgeschlossen haben. Ihre Spitalrechnungen wurden beglichen, als ob sie eine Grundversicherung abgeschlossen hätten.

CSS-Sprecherin Carole Sunier bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine Meldung in den Zeitungen «Tribune de Genève» und «24 Heures». Bei stationären Behandlungen bezahlt der Kanton 55 Prozent der Kosten und die Versicherung 45 Prozent.

Während rund zehn Jahren hatte niemand diesen Fehler bemerkt. Die falsche Abrechnungsmethode flog erst diesen Frühling auf, als ein ausländischer, in Genf wohnhafter, Student im Universitätsspital Lausanne (CHUV) hospitalisiert wurde.

Die Genfer Universitätsspitäler (HUG) stellten fest, dass der Patient eine Zusatzversicherung der CSS mit der Bezeichnung «Student Care» hatte. Die HUG teilten dem Studenten deshalb mit, dass sie die Kosten für den Spitalaufenthalt im Kanton Waadt nicht zurückerstatten würden.

Unterschiedliche Zahlen

In den Jahren 2012 bis 2013 hat der Kanton Waadt jährlich zwischen 200'000 und 300'000 Franken zu viel bezahlt, sagte der Waadtländer Gesundheitsdirektor Pierre-Yves Maillard (SP). Auf zehn Jahre gerechnet hätte der Kanton so 2 bis 3 Millionen Franken zu viel ausgegeben.

Die CSS gesteht den «Fehler» ein und will den Betrag zurückzahlen. Nach ihrer Darstellung schuldet sie aber nur 1,5 Mio. Franken. Erst seit 2012 sei klar definiert, welchen Teil der Spitalkosten die Kantone tragen müssten. Zuvor habe der Anteil variiert. Vor dem Bezahlen wartet die CSS deshalb auf Zahlen des Kantons Waadt.

«Wir werden für unseren Teil die Verantwortung übernehmen», sagte Sprecherin Sunier. Für die CSS sei immer klar gewesen, dass es sich um eine Zusatzversicherung handle. Die Studenten hätten eine entsprechende andere Karte erhalten.

Bei «Student Care» handle es sich um ein Nischenprodukt. Aktuell hätten rund 8000 ausländische Studenten eine solche Versicherung bei der CSS abgeschlossen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

33'000 Arbeitsplätze weg – Massiver Jobeinbruch in der Gastronomie

Ein vergleichbarer Einbruch an Stellen ist in den Statistiken nicht zu finden, zeigt eine exklusive Auswertung. Könnten der Bund und die Kantone Schlimmeres verhindern, wenn sie nicht zögern würden?

In der Rhetorik von Gastrosuisse war die höchsten Eskalationsstufen früh erreicht. Im April 2020 bezeichnete es Präsident Casimir Platzer als «Frechheit», als der Bundesrat an einer Pressekonferenz nichts sagte zur Wiederöffnung seiner Branche. «Ich würde eine sehr schlechte Note geben.» Knapp ein Jahr später hat Platzer ungezählte Mal verbal zugeschlagen und tut es wieder, als ein Ende des Gastrolockdowns verweigert wird: «Der Bundesrat hat es offenbar auf uns abgesehen!»

Die Rhetorik ist schon …

Artikel lesen
Link zum Artikel