Wirtschaft
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ZUM AUFTAKT DES KORRUPTIONSPROZESSES MIT DEM SCHWEIZER ANGEKLAGTEN DAMIEN PILLER IN PERPIGNAN STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 11. JUNI 2015. FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Der Anwalt Damien Piller posiert in seinem Buero, am Dienstag, 27. Mai 2014, in Freiburg. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Damien Piller, der allmächtige Präsident der Migros-Genossenschaft Neuenburg-Fribourg. (Archivbild) Bild: KEYSTONE

Migros Neuenburg: Die Zentrale droht mit einer bislang undenkbaren Massnahme

Ein Geheimbericht eines Korruptionsexperten empfiehlt den Ausschluss der Regionalgenossenschaft Neuchâtel-Fribourg als «ultima ratio». Die Läden in den beiden Kantonen würden von der Logistik und der Informatik abgehängt und könnten die Marke Migros nicht mehr führen.

Beat Schmid / ch media



Bei der mächtigsten Genossenschaft der Schweiz kracht es gewaltig im Gebälk. Zwischen dem Migros Genossenschaftsbund (MGB) und der Société coopérative Migros Neuchâtel-Fribourg (GMNF) ist ein offener Streit entbrannt. Die GMNF ist eine von zehn unabhängigen Regionalgenossenschaften des Detailhandelsriesen. Verwaltungsratspräsident ist Damien Piller (61), gut vernetzter Anwalt, Auto- und Immobilien-Unternehmer sowie Patron eines regionalen Medienimperiums.

Der Genossenschaftsbund in Zürich, wo alle Finanzströme zusammenlaufen und das Controlling Regionalgenossenschaften stattfindet, wirft «Regionalfürst» Piller vor, möglicherweise bis zu 1.7 Millionen Franken ungerechtfertigt angeeignet zu haben.

Schlichtungsversuche scheiterten Anfang Juli, als der MGB Strafanzeige wegen Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung einreichte. Piller, der seit über 20 Jahren an der Spitze der Regionalgenossenschaft steht, wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Es steht viel auf dem Spiel. Wie aus einem bisher unveröffentlichten Untersuchungsbericht des Strafrechtlers und Korruptionsspezialisten Mark Livschitz hervorgeht, könnte der Streit bis hin zu einem Ausschluss der Regionalgenossenschaft aus der Migros-Gruppe führen.

Der Betrieb der Migros-Märkte in den Kantonen Freiburg und Neuenburg wäre damit vom einen Schlag massiv erschwert. Die Filialen müssen womöglich schliessen, weil ihnen die Waren ausgehen oder die IT nicht mehr funktioniert.

Bild

Ein Auszug aus dem Untersuchungsbericht. Ausriss: ch media

Das klingt unwahrscheinlich, ist aber gemäss Statuten möglich. Der Genossenschaftsbund ist die alleinige Besitzerin der Marke Migros. Er kann eine Gefährdung der Marke durch Piller geltend machen und «lizenzrechtliche Sanktionen» durchsetzen – die bis hin zu einer «Lizenzkündigung und den Ausschluss» gehen können, wie es im Bericht heisst.

Daran gekoppelt wäre eine «Aussetzung zentraler Dienstleistungen wie Logistik und Einkauf». Um diesen drastischen Schritt zu vollziehen, bräuchte es eine vorgängige Abstimmung in der MGB-Verwaltung sowie einen Verwaltungsratsentscheid.

Wörtlich heiss es im Untersuchungsbericht:

«Erst recht aber stellt mutmasslich strafbares Verhalten eines Verwaltungsratspräsidenten in einer Genossenschaft (…) bei der vorliegenden Delikthöhe (…) naheliegenderweise nicht nur für die betreffende Genossenschaft, sondern für die gesamte Migros-Gruppe (...) ein Reputationsrisiko dar, welches gegebenenfalls (als ultima ratio) den Ausschluss des GMNF rechtfertigen könnte.»

Personelle «Entflechtung» gefordert

Dies gelte insbesondere dann, heisst es weiter, «wenn die betreffenden Personen weiterhin in ihren Ämtern bleiben und das vorliegende Untersuchungsergebnis bekannt werden sollte». Damit es nicht so weit kommt, sei eine möglichst «zeitnahe personelle Entflechtung zwischen dem GMNF und dem Verwaltungsratspräsidenten sowie der mit ihm verbundenen Personen empfehlenswert».

Unter anderen nennt der Bericht die frühere Direktorin und heutige GMNF-Verwaltungsrätin Marcelle Junod, welche die «mutmasslichen inkriminierten Zahlungen» offensichtlich «hindernislos durchinstruieren» konnte.

Doch die Entfernung von Piller und Junod ist dem MGB bisher noch nicht gelungen. Im Gegenteil: Piller sitzt weiterhin auf dem Präsidentenstuhl und schiesst von dort aus allen Rohren gegen die Zentrale in Zürich. Mittels einer superprovisorischen Verfügung hat der machtbewusste Anwalt sogar durchgesetzt, dass sich der MGB sich nicht mehr zum Fall äussern darf, während er in den Medien Breitseiten gegen den MGB abfeuert.

Die Zentrale führe einen Rachefeldzug gegen ihn, weil er sich über die offizielle Wahlempfehlung hinwegsetzte und Ursula Nold als MGB-Präsidentin Aussenseiterin unterstützte.

Die frisch gewaehlte Migros Praesidentin Ursula Nold stellt sich nach ihrer Wahl den Medien, am Samstag, 23. Maerz 2019, in Zuerich. Ursula Nold wurde mit 73 Stimmen zur neuen Migros Praesidentinn gewaehlt. Sie ist die erste Praesidentin in der Geschichte der Migros und wird ihr Amt am 1. Juli anntreten. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Am 23. März gewählt: die neue Migros-Präsidentin Ursula Nold. Bild: KEYSTONE

Im letzten «Sonntagsblick» legte Piller Dokumente vor, die «ein anderes Bild zeichnen», wie die Zeitung schreibt. Die Regionalgenossenschaft habe sich mit den 1.7 Millionen Franken an den Neubauten beteiligt und müsse im Gegenzug nun weniger Mietzins zahlen.

Nur: Der MGB in Zürich kennt die These von der Mietzinsreduktion längst und hält offenbar nicht viel davon. Davon zeugt, dass die Zentrale Anfang Juli gleichwohl eine Strafanzeige eingereicht und inzwischen erwirkt hat, dass die Regionalgenossenschaft als Geschädigte ihre Forderungen an den MGB abtritt. Offenbar drohte die Zentrale just damit, die Logistik zu blockieren.

Wie stichhaltig die vorgebrachten Entlastungsdokumente sind, wird sich weisen. Im Untersuchungsbericht wird das Argument der Mietzinsreduktion jedenfalls in Bausch und Bogen zerzaust. Zwei Kernargumente neben vielen anderen lauten: Selbst wenn dem so wäre, resultierte dabei nie eine so hohe Summe. Zudem liege der Mietzins, selbst bei einem allfälligen Rabatt, immer noch deutlich über dem regionalen Mittel.

«Drehtürprinzip» macht Direktoren unkritisch

Der MGB wirft Piller ein mutmasslich strafbares Verhalten in Zusammenhang mit dem Bau von zwei Migros-Märkten in den Gemeinden Belfaux FR und La Roche FR vor. Insgesamt sollen 1.7 Millionen Franken an zwei von Piller kontrollierte Firmen geflossen sein, die keine erkennbare Leistung für die Genossenschaft erbracht haben sollen.

Von diesen Zahlungen – es geht um zwei Mal 800 000 Franken plus Mehrwertsteuer – sollen ausschliesslich die beiden Piller gehörenden Gesellschaften (Anura SA und Constructor SA) profitiert haben, heisst es im Bericht. Piller stand dabei «offensichtlich in einem eklatanten Interessenkonflikt».

Als «Grundursachen» für die Vorgänge in Freiburg und Neuenburg ortet Korruptionsspezialist Livschitz nebst den Interessenskonflikten von Damien Piller auch Kultur-, Anreiz- und Kontrollschwächen innerhalb der Regionalgenossenschaft. Als problematisch wird beurteilt, dass eine Art «Drehtürprinzip» herrsche. Der Finanzchef werde in der Regel Firmenchef und rücke danach in den Verwaltungsrat nach. Deshalb werden Entscheide von oben unkritisch beurteilt.

«Aufgrund einer gerichtlichen Verfügung dürfen wir uns zur Zeit nicht zum Sachverhalt äussern», schreibt ein Migros-Sprecher auf Anfrage. «Für Herrn Piller gilt die Unschuldsvermutung.» (aargauerzeitung.ch)

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Beat_ 14.07.2019 12:04
    Highlight Highlight Wenn ich lese, dass einer seit 20 Jahren an der MAcht ist, fühle ich mich nicht gut.
    Um so lange auf dem gelichen Chefsessel zu sein, muss man entweder unglaublich und konkurenzlos gut sein (finde ich eher unglaublich) oder sich so einrichten, dass sich alle schön in den Schatten stellen und dafür entschüdigt werden.
    Kennt ihr noch andere Möglichkeiten?
    nb: das Verhalten der "Fürsten" lässt sich meiner Meinung nach nicht nur im beschriebenen Migros-Fall beobachten, sondern auch bei anderen Firmen, Verbänden und auch Dorfvereinen.
  • LubiM 13.07.2019 17:48
    Highlight Highlight Die Migros hat das verpasst was die Coop vor bald 20 Jahren erfolgreich geschafft hat. Regionalfürsten zu verhindern. Es gibt nach wie vor Regionen, mit Chefs, aber die haben nie die Macht wie bei der Migros.
    Doch die Migros beharrt drauf diese Regionen beizuhalten, obwohl sie ja nichts bringen eigentlich... und viel Regionaler als die Coop ist sie ja auch nicht.
    • sowhat 13.07.2019 22:44
      Highlight Highlight Wenn das jemals angegangen wird, werdet ihr alle rufen "das hat Dutti nicht gewollt"
      Hat er auch nicht. Da sein Vermächtnis innerhalb der Migros noch immer gilt, wird es wohl auch noch lange dauern;
      Oder nach einem Eklat erzwungen.
  • TocK 13.07.2019 16:55
    Highlight Highlight Sommerflaute... Man kann ja auch überall was finden wenn man genügend darin herum stochert.
    • esmereldat 13.07.2019 17:29
      Highlight Highlight Man kann auch hinter jedem Artikel ein Sommerloch entdecken, wenn man nur genügend buddelt.
    • phreko 13.07.2019 17:33
      Highlight Highlight Jaja, Säuhäfeli und Säudeckeli als normal betrachten. Musst wohl ein Landei sein, wo dies ganz normal ist, dass die Dorfkönige den Rest über den Tisch ziehen. Oder Mitglied einer bürgerlichen Partei...
  • CH-Bürger 13.07.2019 16:49
    Highlight Highlight Ich dachte in der Schweiz gäbe es keine Korruption 😂🤣😂🤣
    • DomKi 13.07.2019 18:17
      Highlight Highlight wo Menschen da Korruption
    • Ueli der Knecht 14.07.2019 00:04
      Highlight Highlight In der Schweiz heisst es Vetterli-Wirtschaft und ist meist legal, vorallem das undurchsichtige Lobbying im Bundeshaus und den kantonalen Parlamenten, sowie der Sumpf bei der geheimen Parteienfinanzierung.
  • Hardy18 13.07.2019 16:02
    Highlight Highlight Es liest sich wie ein Tag im Kinski. 😁
    Dieses Machtgehabe von beiden Seiten ist leider normal in unserer Welt. Bis einer Weint und zum Schluss keiner mehr spielen darf 😏
    • Loeffel 13.07.2019 18:34
      Highlight Highlight Kinski? Ach Herrje, du meinst Chindsgi 😊 Jetzt ist klar.
    • Hardy18 13.07.2019 22:35
      Highlight Highlight Jetzt wollte ich mal ein Schweizer Wort richtig schreiben... 😂 janu. Aber Danke für Berichtigung ✌🏼
  • Th. Dörnbach 13.07.2019 15:17
    Highlight Highlight Das passiert eh nicht.
  • rundumeli 13.07.2019 14:57
    Highlight Highlight maudet, constantin, piller ... hat die romandie eine sonnenkönig-affinität ?
    • Bilal 13.07.2019 21:46
      Highlight Highlight Mmmmh, RUAG, Blatter, Baukartell im Graubünden...
  • Goldjunge Krater 13.07.2019 14:34
    Highlight Highlight Der MGB hat es seit Jahren verpasst den Genossenschaften Mehrwert zu liefern und somit an Macht zu gewinnen. Man muss wissen, dass der MGB den zehn (unabhängigen!) Genossenschaften gehört und nicht umgekehrt. So wurde das Fürstentum aufrechterhalten. Das schlimmste: dadurch können kaum Synergien genutzt werden und Kosten geteilt werden.

    Die neue MGB Führung muss es schaffen, irgendwann eine Struktur a la Coop hinzukriegen.
    • Baba 13.07.2019 17:38
      Highlight Highlight Es ist zu befürchten, dass die Fürstentümer noch viel zu sehr geschützt werden. Aber das muss man sich auch leisten können. Solange die Migros sich eine Struktur mit 10 regionalen Genossenschaften, die so viel Unabhängigkeit geniessen, leisten kann, solange geht es der Migros gut...

      Um eine Coop-Struktur hinzukriegen, müssten die 10 Regionalfürsten und deren Verwaltungen dazu "Ja" sagen - die werden jedoch (ausser sie stehen kurz vor der Pensionierung) kaum am Ast sägen, auf dem sie sitzen. Bis die Migros die Strukturen so radikal ändern kann, fliesst noch viel Wasser die Limmat runter.
  • Baba 13.07.2019 14:27
    Highlight Highlight Ein solcher Schritt - die GM NE/FR "abzuhängen" - wird NIEMALS geschehen.

    Nicht wegen einer angeblichen Deliktsumme von "bloss" 1.7 Millionen Franken. Klar ist das ordentlich Geld aber damit eine komplette Genossenschaft abzusägen wäre ein Reputationsschaden, der der Migros für Jahre anhängen würde. Dann wäre nämlich das hinterste und letzte Grosi, das bisher treu in der M einkaufte bestraft. Wofür? Was verspricht man sich davon?

    Dieser Experte mag in Sachen Korruption einer sein, aber nicht im Detailhandel. Die Läden der GM NE/FR nicht mehr zu beliefern wäre der klassische Schuss ins Bein!
    • Rainbow Pony 13.07.2019 15:39
      Highlight Highlight Auch weil dem MGB damit enorm viel Umsatz flöten gehen würde. Es reicht ja, wenn der Mann quasi unehrenhaft entlassen wird, bisschen Schelte einkassiert und hoch und heilig verspricht, von sowas künftig die Finger zu lassen. Gell klein-Damien, meimei! Ich hoffe, er liesst diesen Comment, mein klein-Damien, meimei!
    • Hierundjetzt 13.07.2019 16:36
      Highlight Highlight Ok. Aber von Coop, Denner, Aldi, Lidl haben Sie sicher bereits einmal gehört? Ein kurzer Blick in dieses Internet zeigt schön auf, dass Ihr Grosi einfach 20m weiter für Ihren Incarom „Kaffee“ laufen muss. Fertig.
    • Baba 13.07.2019 17:32
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: Sie sprechen es an, sehen aber offenbar das Problem nicht! Genau WEIL das Grosi dann zu andern Anbietern (Denner wäre nicht so schlimm, gehört auch der M 😉) geht, wird der MGB die Läden der GM NE/FR niemals "abhängen"! Und wenn das Grosi einmal verschaukelt wurde, wird es auch künftig bei den "Mitbewerbern" einkaufen.

      Aus diesem Grund: Es wäre ein Schuss ins Bein, weil sinnloser Verlust von Umsatz und Kunden!

      Dieses Personalpuff (das offenbar schon seit längerem gärt), muss anders gelöst werden, es kann und darf nicht dermassen auf dem Buckel der Kunden ausgetragen werden!
    Weitere Antworten anzeigen
  • paule 13.07.2019 14:26
    Highlight Highlight Wo die Fehler sind, interessiert mich nicht, aber die Migros als Ganzes wurde zu einem Geschwürr.
    Mit Wehmut erinnere ich mich an die Migros Wagen, die das Verkörperten was heute der Migros auf der ganzen Line fehlt, Bescheidenheit und gute Preise, wer Preise vergleicht und Qualität, der ist froh um den Markteintritt von Aldi und Lidl.
    • WID 13.07.2019 17:16
      Highlight Highlight @paule: Geschwürr....Aldi und Lidl gehören auch den Genossenschaftern und sind nicht Gewinnorientiert, die haben den Markteintritt nur gemacht um den Menschen in der Schweiz zu helfen. In ihrer Heimat (D) sind sie auch bekannt für super Arbeitsbedingungen. Merksch öppis?
    • phreko 13.07.2019 17:35
      Highlight Highlight Mit halb so viel Personal Paletten in eine Halle stellen ist logischerweise günstiger. Dazu noch Produkte, fast ausschliesslich aus dem Ausland...
    • Baba 13.07.2019 22:22
      Highlight Highlight paule - Haben Aldi & Lidl auch ein in den Geschäftsgrundsätzen (M = Statuten) festgeschriebenes Kulturprozent, mit dem sie Klubschulen mit einem Angebot von Aerobic über Buchführung, kochen, Sprachen bis Zumba, Kultur (Festival Steps, div OpenAirs etc), Sport und ähnliches unterstützen? Haben die Angestellten dieser Harddiscounter auch einen Gesamtarbeitsvertragvertrag?

      Ah, nicht? Dann ist die Migros ja u.U. doch nicht so ein Geschwür...

      Erinnern Sie sich auch mit Wehmut ans Waschbrett, auf dem die Wäsche sauber geschrubbt wurde? Eben. Die Zeiten ändern sich - und wir uns mit ihnen.
  • Thinkdeeper 13.07.2019 14:09
    Highlight Highlight Fakten sind: Der MGB ist das zentrale Organ welches die Markenrechte besitzt und Dienstleistungen für die 10 autonomen Regionalgenossenschaften mit jeweils eigenen Verwaltungen und Strukturen erbringen.
    Im Rahmen von Agilität und Kostensenkung sind solche Strukturen in der kleinen Schweiz wirtschaftlich nicht tragbar.
    Diese sind zusammenzulegen, Prozesse, Abläufe sowie Beschaffungen und Einkäufe zu harmoisierrn und zu zentralisieren. Alle Zahlungen haben auf Grund eines Vertrages / Auftrages mit Leistungsabnahme zu erfolen.
    Denkbar ist ein Machtkampf zwischen Regionen und MGB.
    • Neruda 13.07.2019 18:16
      Highlight Highlight Agilität, ein herrlich nichtssagender Modebegriff 😁
  • sowhat 13.07.2019 14:00
    Highlight Highlight Man kann es drehen und wenden wie man will. Der Mann hat sich eindeutig entgegen den Complienceregeln der Migros verhalten.
    https://issuu.com

  • schuldig 13.07.2019 13:56
    Highlight Highlight Ist der Ruf erst ramponiert, lebt's sich gänzlich ungeniert.
    Mann, wie ich so selbstherrliche Typen verabscheue
    • Ursus der Rächer 13.07.2019 19:48
      Highlight Highlight Welchen, Zumbrunnen oder Piller oder beide?

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