Wirtschaft
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ZUR MELDUNG, DASS DAS TELEKOMUNTERNEHMEN SUNRISE IM VERGANGENEN GESCHAEFTSJAHR EINEN VERLUST VON 113 MILLIONEN FRANKEN GESCHRIEBEN HAT UND DASS DAS UNTERNEHMEN EINEN NEUEN CHEF SOWIE NEUEN VERWALTUNGSRATSPRAESIDENTEN ERHAELT, STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG 10. MAERZ 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - A Sunrise Shop of the telecommunications provider Sunrise Communications AG at the shopping center En Felezin in Romanel-sur-Lausanne, Canton of Vaud, Switzerland, pictured on July 6, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)
 *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Verkauft: CVC Capital Partners geben ihren Anteil an Sunrise ab.
Bild: KEYSTONE

Sunrise hat eine neue Hauptaktionärin: Deutsche Freenet AG übernimmt – CVC steigt aus



Sunrise hat eine neue Hauptaktionärin. Die britische Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners hat ihre Beteiligung von 23,8 Prozent der deutschen Freenet AG verkauft. Der Telekommunikationsdienstleister bezahlt dafür rund 782 Millionen Franken.

Nach über fünf Jahren und dem Börsengang im vergangenen Jahr steigt CVC Capital Partners damit beim Telekommunikationskonzern aus. Dass sich der Finanzinvestor von Sunrise abwenden könnte, hatte sich schon bei der Vorlage der Geschäftszahlen in der vergangenen Woche gezeigt, als CVC seine Verwaltungsratsmitglieder abzog.

Freenet wird künftig seinen Konzernchef Christoph Vilanek sowie Finanzchef Joachim Preisig in den Sunrise-Verwaltungsrat entsenden, wie aus einer Mitteilung vom späten Donnerstagabend hervorgeht. Freenet ist nach eigenen Angaben der grösste netzunabhängige Mobilfunkanbieter in Deutschland.

Laut einer eigenen Mitteilung übernimmt Freenet rund 10,72 Millionen Sunrise-Aktien zu einem Preis von 72,95 Franken pro Stück. Die Sunrise-Aktie ging am Donnerstag an der Schweizer Börse SIX mit einem Schlusskurs von 65,05 Franken aus dem Handel. Freenet sicherte sich zudem eine Option auf weitere 0,73 Prozent der Aktien.

ARCHIV - Orange-Logo in Winterthur, aufgenommen am Freitag, 15. Februar 2013. Der Mobilfunkanbieter Orange streicht im laufenden Jahr bis zu 140 Stellen. In einer ersten Phase sollen in den kommenden Wochen etwa 70 Arbeitsplaetze verschwinden, teilte die ausschliesslich im Mobilfunkmarkt agierende Orange Schweiz mit. - Der Mobilfunkanbieter Orange, der seit kurzem dem franzoesischen Unternehmer Xavier Niel gehoert, wird noch im laufenden Jahr seinen Namen aendern. Unter welcher Marke das Unternehmen auftreten wird, soll aber erst in rund einem Monat bekannt werden, wie Orange am Dienstag mitteilte. (KEYSTONE/Walter Bieri)

2010 scheiterte eine Fusion von Sunrise und Orange.
Bild: KEYSTONE

Mit dem Vollzug der Transaktion werde «kurzfristig gerechnet», hiess es weiter. Die Übernahme der CVC-Anteile bezeichnet Freenet als «tolle Opportunität». Finanziert wird der Kauf nach Freenet-Angaben über einen Bankkredit.

Geplatzte Fusion

CVC war 2010 nach der gescheiterten Fusion mit dem Rivalen Orange bei Sunrise eingestiegen und brachte das Unternehmen im Februar vor einem Jahr an die Börse. Im September 2010 hatte CVC Sunrise von der dänischen TDC-Gruppe gekauft und damals 3,3 Milliarden Franken bezahlt.

Der neue CEO Olaf Swantee posiert an der Bilanzmedienkonferenz ueber das Geschaeftsjahr 2015 der Schweizer Telekomfirma Sunrise, am Donnerstag, 10. Maerz 2016, in Zuerich. Das Telekomunternehmen Sunrise hat im vergangenen Geschaeftsjahr einen Verlust von 113 Millionen Franken geschrieben nach einem Verlust von 115 Millionen im Vorjahr. Hauptgrund dafuer ist der Boersengang. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Neuer starker Chef bei Sunrise: Olaf Swantee übernahm das Amt des Konzernchefs.
Bild: KEYSTONE

Erst vor Wochenfrist kündigte Sunrise einen umfassenden Umbau der Konzernführung an: Konzernchef Libor Voncina wird durch Olaf Swantee ersetzt. Der Holländer mit Schweizer Pass wurde als Chef angekündigt, der mit Sunrise nach dem Börsengang den nächsten Schritt machen solle.

Zudem soll der ehemalige UBS-Präsident Peter Kurer neuer Verwaltungsratspräsident bei Sunrise werden. Er folgt auf den CVC-Partner Lorne Somerville, der nach dem unerwarteten Tod von Dominik Koechlin im vergangenen Sommer Interimspräsident wurde. (kad/sda)

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