Wirtschaft
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UBS-CEO Ermotti verdient weniger als im Vorjahr – 12,5 Millionen sind es trotzdem



UBS-Konzernchef Sergio Ermotti hat 2019 weniger verdient als im Vorjahr. Konkret betrug die Gesamtentschädigung 12.5 Millionen nach 14.1 Millionen Franken für 2018.

epa07308848 UBS CEO Sergio P. Ermotti speaks at a press conference announcing the bank's 2018 full year and fourth quarter result in Zurich, Switzerland, 22 January 2019.  EPA/WALTER BIERI

Sergio Ermotti tritt als UBS-CEO ab. Bild: keystone/watson

Sie setzt sich zusammen aus einem konstant gebliebenen Grundgehalt von 2.5 Millionen Franken und weiteren fixen Entschädigungen von 0.3 Millionen; dazu kamen variable Vergütungen in Höhe von 9.7 Millionen (Vorjahr: 11.3 Mio), wie dem am Freitag veröffentlichten Vergütungsbericht zu entnehmen ist. Grund für den Rückgang sind unter anderem, dass die Ziele in Bezug auf die Eigenkapitalrendite oder den Reingewinn nicht ganz erfüllt wurden.

Auch die Busse im Steuerverfahren in Frankreich hat einen Einfluss auf die Entschädigung. Die Bank wurde bekanntlich im letzten Februar zu einer milliardenschweren Busse verurteilt, wobei der Fall im kommenden Juni in zweiter Instanz wieder aufgenommen werden soll. Ein Teil der Zahlung an Ermotti hängt vom endgültigen Ausgang des Falls ab.

Die gesamte Geschäftsleitung hat insgesamt 102.1 Millionen Franken verdient gegenüber 100.8 Millionen im Jahr davor. Da die Anzahl Geschäftsleitungs-Mitglieder in den Jahren jeweils nicht korrespondieren, sind die Zahlen nicht immer genau vergleichbar. Per Ende Jahr waren aber jeweils 13 Mitglieder in der Geschäftsleitung vertreten.

Khan erhält 8 Millionen

Der neue Co-Chef der Vermögensverwaltung Iqbal Khan, der Anfang Oktober bei der UBS angefangen hat, erhält für 2019 eine einmalige Zahlung (replacement award) von 8.1 Millionen Franken. Damit dürften seine mit dem Wechsel zur UBS verfallenen Ansprüche beim vorherigen Arbeitgeber Credit Suisse abgegolten worden sein. Inklusive diesen Betrag beträgt die Entschädigung der Geschäftsleitung 110.2 Millionen Franken.

Der Leiter der Internationalen Vermögensverwaltung der Credit Suisse, Iqbal Khan, tritt per sofort ab.

Wechselte von der CS zur UBS: Iqbal Khan. bild:pd

Nicht nur CEO Ermotti, sondern auch Verwaltungsratspräsident Axel Weber erhielt letztes Jahr eine geringere Entschädigung als 2018. Sein Gesamtgehalt für 2019 betrug noch 5.2 Millionen Franken nach 6.0 Millionen im Jahr davor. Auch bei ist ein Teil der Entschädigung an die endgültige Lösung des Gerichtsfalls in Frankreich gebunden.

Der gesamte Verwaltungsrat verdiente mit 12.5 Millionen nach 13.4 Millionen ebenfalls weniger als 2018. (sda/awp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Leachim 28.02.2020 15:09
    Highlight Highlight Ach der Arme!
    Ich denke, wir sollten ein Spendenkonto eröffnen für ihn.
  • nafets 28.02.2020 14:16
    Highlight Highlight mein Beileid hält sich wirklich in Grenzen - komisch - Ironie off....
    wenn alle Mitarbeiter unter Konzernchef oder Co-Chef sich auch so dekadent benehmen würden, gäbe es Massenentlassungen, aber ganz weit oben ist die Welt halt anders gestrickt.
    So gut und geschickt kann einer alleine gar nicht walten und arbeiten um einen solchen Gehalt rechtfertigen zu können. Aber - Gier wird mit Gier gestillt...
  • Stefan Morgenthaler-Müller 28.02.2020 10:24
    Highlight Highlight Sorry, ein Roger Federer verdient rund 70 Millionen im Jahr, also fast das Siebenfachen vom CEO eines Milliardenunternehmens mit 70'000 Mitarbeitenden. Wer leistet wohl die wichtigere Arbeit?

    Natürlich ist Roger Federer kein Abzocker,bei den anderen scheint man sich da nicht so sicher zu sein.
    • Projektionsfläche 28.02.2020 14:11
      Highlight Highlight Ich finde Deine Denkweise falsch. Das Einkommen von Einzelsportlern ist direkt auf deren persönliche sportliche Leistung zurückzuführen. Sobald diese Leistung nicht mehr erbracht wird, versiegt das Einkommen. Der Sportler trägt mithin ein wesentliches Risiko.

      Das Einkommen von CEOs dagegen basiert auf der wirtschaftlichen Leistung von Unternehmen - und diese wird von sämtlichen Angestellten erbracht. Schreibt das Unternehmen Verluste, verdient der CEO üblicherweise noch immer Millionen, er trägt also annähernd null Risiko.

      Ich halte gleichwohl auch Federers Einkommen für völlig absurd.
    • Klaus07 28.02.2020 14:19
      Highlight Highlight Ihr Vergleich stinkt zum Himmel!

      Was glauben Sie was RF heute tun würde, hätte er nicht 103 Turniere gewonnen und 310 Wochen die Nr.1 belegt. Vermutlich würde er als Tennislehrer oder Sportartikelverkäufer arbeiten.

      Manager erhalten auch bei einer lustlosen Verwaltung ihres Betriebes oder selbst bei einem totalen Misserfolg Millionensaläre und wird einem gekündigt, erhält dieser noch eine Millionenschwere Abgangsentschädigung! Das sind modernes Raubritter!
  • Projektionsfläche 28.02.2020 10:16
    Highlight Highlight Ich kann dazu wirklich wärmstens die Lektüre des Büchleins „Wer verdient schon, was er verdient?“ empfehlen (Walter Pfannkuche, Reclam-Verlag, ISBN 3150182530).
  • Orias Riese 28.02.2020 09:30
    Highlight Highlight Die ehemalige, gerade freigesprochene UBS-Chefspesen-Sekretärin hat den Rest verballert.
  • bruno.zehr 28.02.2020 09:24
    Highlight Highlight Verdient?!
  • Heidi Weston 28.02.2020 09:22
    Highlight Highlight Jede Woche irgend eine Meldung irgend eines Managers, der so uns soviel in den Allerwertesten geblasen wird.

    Keiner dieser Manager hat so ein Einkommen wirklich verdient. Ohne all seine Mitarbeiter, vom Verkauf über den Innendienst bis zur Reinigungskraft, wären diese Manager nur ein Haufen nichts.

    • Sir Konterbier 28.02.2020 16:22
      Highlight Highlight Doch die gibt es schon, zum Beispiel von Steve Jobs sagt man, er hätte für seine Leistungen (neue Arbeitsplätze, Wertsteigerung des Unternehmens etc.) klar zu wenig verdient.

      Wirtschaftlich kann man solche Löhne also manchmal durchaus rechtfertigen, ethisch aus meiner Sicht dagegen nur schwer.
  • Rethinking 28.02.2020 09:10
    Highlight Highlight Entschädigung... Für was?
  • Rethinking 28.02.2020 09:08
    Highlight Highlight Verdient hat er vielleicht 2-300‘00.- der Rest ist schlicht geschenkt
    • Walterf 28.02.2020 12:18
      Highlight Highlight Ach, sei doch ein bisschen realistisch.
      2-300‘000 Verdient man schon als Abteilungsleiter oder guter Informatiker, etc.
  • Dummbatz Immerklug 28.02.2020 08:40
    Highlight Highlight Merkt man das irgendwie wenn man eine solche Einbusse hat? Der kommt noch zu armen Tagen...
  • Gimli_363 28.02.2020 08:40
    Highlight Highlight Ich würde gleich künden. Eine Frechheit! 😝
  • Don Alejandro 28.02.2020 08:38
    Highlight Highlight Er ist ja auch 125mal besser als der Otto Normalverdiener. Wenn wir also ca. 8,3 Stunden arbeiten, so hat sein Arbeitsrag rund 1040 Stunden...
  • Dageka 28.02.2020 08:33
    Highlight Highlight "verdient"
  • schwuppdiwupp 28.02.2020 08:20
    Highlight Highlight ich hoffe doch schwer,dass da wie bei Murat Yakin die ALK einspringt und ihm diese Differenz aus der Staatskasse begleicht....

  • Petoman 28.02.2020 08:19
    Highlight Highlight Oh nein, der Arme! Kann man irgendwo spenden?
    • Skip Bo 28.02.2020 12:36
      Highlight Highlight Möglicherweise richtet die UBS aus goodwill ein spesenfreies Spendekonto für ihn ein. Von der Glückskette hat man noch nichts gehört...
    • Walterf 28.02.2020 12:55
      Highlight Highlight Ich habe nichts gehört, dass er sich beklagt hat. Der einzige der jammert bist du!
    • Petoman 28.02.2020 14:24
      Highlight Highlight @Walterf: Hab weder geschrieben, dass er sich beklagt und wo sie „jammern“ in meinem Text feststellen erschliesst sich mir nicht.

      Vermutlich gehören Sie auch zu den Unverschämten, dass Sie mein Zynismus gleich so antriggert?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Rückbauer 28.02.2020 07:52
    Highlight Highlight Was heisst hier "Verdienen"? Verdienen kommt von Dienen, aber "sich bedienen" wäre hier wohl korrekt. Denn die zwei grossen ausländischen Banken in der Schweiz, UBS und CS, werden durch Heuschrecken und Leute mit Kettensägen beherrscht. Da bedienen sich alle. Ausser die Putzfrauen und Maschinisten.

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