DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ein Himmelskörper in Zahlen

Der Meteorit von Tscheljabinsk ist jetzt in Winterthur

Er kam aus den Weiten des Alls und explodierte über der russischen Stadt Tscheljabinsk. Ein Jahr danach zeigt das Naturmuseum Winterthur einige Bruchstücke des Meteoriten.
17.02.2014, 21:28

Der Meteorit, der am 15. Februar 2013 über Tscheljabinsk niederging, erregte weltweit Aufsehen: Nie zuvor wurde ein kosmisches Ereignis so genau dokumentiert. Unzählige Handykameras und Dashcams filmten die gigantische Feuerkugel und den markanten Staubschweif über der russischen Stadt im Ural. 

Der «Superbolide», wie er von den Astronomen kategorisiert wurde, explodierte und zerbrach in zahllose Fragmente. Hunderte Einzelstücke wurden entlang der Flugbahn geborgen; einige davon haben nun – pünktlich zum Jahrestag – den Weg nach Winterthur ins Naturmuseum gefunden. 

Bild: AP Chelyabinsk.ru

Ein paar Zahlen zum Meteoriten

13'000 Tonnen

So gross war die geschätzte Masse des Himmelskörpers, als er in die Atmosphäre eintrat. 

Bild: EPA
3700 Gebäude

So viele Gebäude wurden in der Region Tscheljabinsk durch die von der Explosion verursachte Druckwelle schätzungsweise beschädigt. 

Bild: EPA
1491 Verletzte

Fast 1500 Personen wurden – hauptsächlich durch splitterndes Glas – verletzt; ungewöhnlich viele für einen Meteoriten-Einschlag. 

Bild: EPA
570 Kilogramm

So schwer war das bisher grösste Bruchstück, das am 16. Oktober 2013 aus dem Tschebarkulsee südwestlich von Tscheljabinsk geborgen wurde. 

400 – 600 Kilotonnen

Die Schätzung der vom Meteoriten freigesetzten Energie in TNT-Äquivalent beruht auf Infraschall-Messungen. Zum Vergleich: Die von der Atombombe von Hiroshima entwickelte Sprengkraft betrug 13 Kilotonnen TNT-Äquivalent. 

Bild: AP Video
246 Kilometer

Die Länge der Leuchtspur am Himmel über Tscheljabinsk.

30 Kilometer

In dieser Höhe brach der Superbolide in mehrere Bruchstücke auseinander. Dabei kam es zu einer schlagartigen Energiefreisetzung. 

30fache Helligkeit

Kurzzeitig war der Feuerball 30 Mal so hell wie das Sonnenlicht. 

Bild: AP www.ng.kz
19 km/s

So schnell war der Superbolide, als er in die Erdatmosphäre eintrat. In km/h umgerechnet: 68'400. In der Terminologie der Astronomen wurde er mit dem Eintritt in die Atmosphäre vom Asteroiden zum Meteoriten. 

Bild: AP E1.ru
19 Meter

Der geschätzte Durchmesser des Meteoriten unmittelbar beim Eintritt in die Atmosphäre. 

Bild: EPA
8 Meter

So gross war das Loch, das vom bisher grössten geborgenen Bruchstück des Meteoriten in die Eisdecke des zugefrorenen Tschebarkulsees geschlagen wurde. 

3,3 Gramm/Kubikzentimeter

Die mittlere Dichte des Meteoriten, der ein «gewöhnlicher Chondrit» war. Diese Meteoriten sind am häufigsten und bestehen aus ursprünglicher Materie. Sie enthalten kugelförmige Einschlüsse von Mineralen, sogenannte Chondren, von denen sie ihren Namen erhalten haben.

Bild: AP Urals Federal University Press Service
0,05 Prozent

Nur so viel der ursprünglichen Masse des Meteoriten erreichte schätzungsweise den Boden. (dhr)

Naturmuseum Winterthur
Museumstrasse 52

8402 Winterthur


Tel: 052 267 51 66


EMail: naturmuseum@win.ch

Dienstag bis Sonntag:
10.00 bis 17.00

Montags geschlossen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wie ein Aphrodisiakum zur Gründung New Yorks führte
New York gilt als ur-amerikanisch. Doch so ganz stimmt das nicht, denn die Niederländer waren zuerst da. Auf der Suche nach einem Stoff, der dem Liebesleben auf die Sprünge helfen sollte.

Der erste Europäer in New York war nur auf der Durchreise. Lediglich eine Nordwestpassage nach Asien wollte der italienische Entdecker Giovanni da Verrazzano finden, wie Christopher Columbus es bereits vor ihm versucht hatte. Er ankerte im Jahr 1524 zwischen Long Island und Staten Island , gab dem Küstenabschnitt den Namen New Angoulême – nach seinem Auftraggeber, dem französischen König Franz I. aus dem Haus Valois-Angoulême – und segelte wieder von dannen.

Zur Story