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Sektenblog

Das Bollwerk der Homöopathen wankt, die Globuli verlieren an Glanz

Mysteriöse Todesfälle in den USA verstärken die Kritik an der Alternativmedizin.



Homeopathic globules next to a package with classic mainstream capsules, pictured on May 14, 2009 in Zurich, Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Homoeopathische Globuli neben eine Packung mit klassischen schulmedizinischen Kapseln, aufgenommen am 14. Mai 2009 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Globuli, die umstrittenen Zuckerkügelchen. Bild: KEYSTONE

Schwere Zeiten für Homöopathen und ihre vermeintliche medizinische Wunderwaffe, die Globuli. Die unrühmlichen Schlagzeilen jagen sich, die Skepsis gegenüber den ominösen Zuckerkügelchen, die keinen Wirkstoff enthalten, wächst.

Beginnen wir mit dem aktuellsten Fall aus den USA. Dabei geht es zwar nicht primär um die Frage, ob Globuli wirken, der Vorfall hat aber eine Grundsatzdiskussion ausgelöst.

Konkret: Die amerikanische Arzneisicherheits-Behörde FDA untersucht aktuell den mysteriösen Tod von zehn Kleinkindern, die durch Medikamente gestorben sind. Alle Indizien sprechen dafür, dass Globuli für den Tod verantwortlich sind.

3sat-Dokumentation über Homöopathie

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Video: YouTube/tomorrow

Auf den ersten Blick ist dies ein Widerspruch in sich selbst. Wie sollen Kügelchen, die wegen der endlosen Verdünnung keinen Wirkstoff mehr enthalten, Kinder vergiften können?

Analysen der FDA haben folgendes Bild ergeben: Homöopathen verabreichten zahnenden Kleinkindern Globuli auf der Basis der hochgiftigen Schwarzen Tollkirsche, die das Gift Atropin enthält, das einen Atemstillstand bewirken kann. Diese Mittel sollen die Schmerzen lindern. Apotheken verkaufen die homöopathischen Mittel unter dem schönen Namen Belladonna.

Giftrückstände in den Globuli

Untersuchungen von Belladonna-Kügelchen haben gezeigt, dass manche das Gift enthalten, wenn auch in kleinen Mengen. Täglich verabreicht können sie aber offensichtlich eine tödliche Wirkung entfalten.

«Die Reaktion von Kindern unter zwei Jahren auf die Inhaltsstoffe der Schwarzen Tollkirsche sind unvorhersehbar und stellen ein unnötiges Risiko für Babys und Kleinkinder dar», sagte Janet Woodcock von der FDA. Aufhorchen lässt dann ihre Aussage, der Behörde sei kein gesundheitlicher Nutzen der Globuli bekannt.

Prof. Martin Lambeck kritisiert die Homöopathie

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Video: YouTube/gwup

Konkret: Ausreichend verdünnt entfalten homöopathische Mittel keine Heilwirkung, unsachgemäss hergestellt können sie aber tödlich wirken. Die FDA entdeckte neben den zehn Todesfällen 400 weitere Berichte von Ärzten und Spitälern, die ebenfalls gefährliche Nebenwirkungen wie Krämpfe, Fieber, Kurzatmigkeit und Lethargie dokumentierten.

Zuckerkügelchen können Schwarze Tollkirschen, Arsen, Blei, Kakerlaken, Walkot und vieles mehr enthalten.

Das Problem dabei: Jeder Quacksalber kann homöopathische Mittel herstellen, die Kontrolle ist ungenügend. Denn Globuli gelten in vielen Ländern nicht als Heilmittel, weil sie eben keine Wirksubstanz enthalten. Wird aber bei der Verdünnung gepfuscht, können die Zuckerkügelchen halt doch Schwarze Tollkirschen, Arsen, Blei, Kakerlaken, Walkot und vieles mehr enthalten.

Die Homöopathie steht aktuell auch im Gegenwind, weil sich die kritischen Stimmen mehren. Die Liste der Bücher, die die Methode entlarven, wächst laufend.

Vor allem wenden sich in jüngster Zeit einst glühende Verfechter von der umstrittenen Methode ab. Der bekannteste ist der emeritierte Professor für Alternativmedizin Edzard Ernst.

Homöopathin kritisiert die Homöopathie

Für Aufruhr in der Szene sorgt auch die deutsche Homöopathin Natalie Grams mit ihrem Buch «Homöopathie neu gedacht – Was Patienten wirklich hilft». Nachdem sie grundsätzliche Zweifel beschlichen hatten, setzte sich die Autorin intensiv mit den Grundlagen der Homöopathie auseinander, gab ihre Praxis auf und schrieb das kritische Werk.

Zum «Erfinder» der Homöopathie Samuel Hahnemann sagte sie: «Er dachte, dass das Schütteln der Substanzen sie geistigartig werden lasse – das ist Quatsch.» Und: «Ich habe alles zu wenig hinterfragt – bei der Homöopathie lebt es sich wie in einer Seifenblase.» Seither wird Grams übel beschimpft und als Nestbeschmutzerin behandelt – auch von den Homöopathie-Verbänden.

Russische Behörde stuft Homöopathie als Pseudowissenschaft ein

Am härtesten trifft die Vertreter der Homöopathie aber die Kritik von Gesundheitsbehörden. So hat die australische Regierung die Wirksamkeit der Globuli grundsätzlich verneint. Die amerikanische Verbraucherschutzbehörde verlangt von den Herstellern homöopathischer Mittel Belege für ihre Gesundheitsversprechen oder einen Nachweis der Wirksamkeit.

Noch deutlicher wurden russische Behörden vor wenigen Tagen, die Homöopathie als Pseudowissenschaft einstuften. In der Schweiz hingegen steht die Methode unter «Artenschutz». So hat die Uni Zürich die Homöopathin Claudia Witt als Professorin für Komplementärmedizin engagiert. Und viele Homöopathen sind von den Krankenkassen anerkannt, ihre Patienten können die Behandlungen abrechnen.

Einmal mehr fehlt uns der Mut, genau hinzuschauen und allenfalls unpopuläre Massnahmen zu treffen.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alienus 03.03.2017 10:08
    Highlight Highlight Bierwurst
    Darf man Sie so nennen, nachdem Sie schrieben, Sie seien im Suff. Die Wirkung einer Bierwurst?

    Sie meinen, wir seien eine religionsartige Gefolgschaft von H. Stamm. Sehen Sie, auf so einen Quatsch kommt man nur im Delirium.

    Denn wir halten uns für Kinder einer medizinischen Aufklärung, welche sich von dem Firlefanz der Schamanen, Gesundbeter, Handaufleger, Wünschelrutenstolperer, Spiekenköcker, Warzenbesprecher und Quacksalber freimachte.

    Tja, auch die Aufgeklärten haben das Recht einen eigenen Haufen zu bilden und nicht nur die Standpunktverwurzelten und (Ver)-Zweifelten.
    • olive 04.03.2017 09:18
      Highlight Highlight Jetzt müsste es selbst Wurst klar sein, wie es gemeint ist,
      Blinde Gefolgschaft, pah
    • Share 04.03.2017 15:33
      Highlight Highlight @Alienus

      Dass du dich hast freimachen muessen, wundert mich jetzt ein wenig.
  • Gummibär 02.03.2017 20:42
    Highlight Highlight Je weniger umso stärker ! Bei LM- oder Q- Potenzen wird der Ausgangsstoff 1:50 000 verdünnt. LM- oder Q- Potenzen sollten nur von erfahrenen Therapeuten verordnet werden da sie sehr stark wirksam sind. Bei der hohen Potenzierung geht man davon aus, dass sich die Informationen von dem Ausgangsstoff auf das Lösungsmittel übertragen.
    Bin gerade dabei ein homöpathisches Motorrad zu entwickeln. 1 Teelöffel Benzin verdünnt mit 500 l Wasser sollte für eine Erdumrundung ausreichen. Allenfalls verdünne ich vor allem bei Steigungen weiter, weil das die Wirksamkeit erhöht. Ich suche noch Sponsoren.
    • olive 04.03.2017 09:38
      Highlight Highlight Der Motor ist eingerichtet für homöopathisches Benzin?
  • Hypatia 02.03.2017 16:06
    Highlight Highlight "Untersuchungen von Belladonna-Kügelchen haben gezeigt, dass manche das Gift enthalten, wenn auch in kleinen Mengen. Täglich verabreicht können sie aber offensichtlich eine tödliche Wirkung entfalten."

    Nein, nein, homöopathische Mittel in hohen Verdünnungen (wie es offenbar auch bei atropa belladonna der Fall sein muss) können gar keine Wirkung entfalten, aber "täglich verabreicht können sie eine tödliche Wirkung entfalten"!

    Was für ein Schorschli hat hier eigentlich seinen Verstand in den Mülleimer verbannt? -

    • Ohniznachtisbett 03.03.2017 11:18
      Highlight Highlight Wenn du richtig liest, siehst du dass bei diesen US-Globuli offenbar gepfuscht wurde...
  • olive 01.03.2017 18:50
    Highlight Highlight Von der im artikel erwähnten Claudia Witt stammt Folgendes:
    "Seit über fünf Jahren finden Sie von mir eine offizielle Stellungnahme zur Homöopathie im Internet. Meine Aussage – dass nicht belegt ist, dass homöopathische Arzneimittel mehr als ein Placebo sind – gilt auch heute noch."
    http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Ist-das-bei-Chirurgen-so-anders/story/17098489
  • olive 28.02.2017 15:56
    Highlight Highlight Den homöopathischen Notdienst gibt es offenbar wirklich:

    http://news.doccheck.com/de/blog/post/5543-homoeopathischer-notdienst-ernsthaft/

    schreibt ein Apotheker auf doccheck


    Wer die Homöopathie der Schulmedizin vorzieht, soll das gerne tun. Es ist nicht meine Aufgabe, meine Kunden zu missionieren. Was dennoch wie ein Scherz klingt: ein Homöopathischer Notdienst. Wo der Spaß aufhört: wenn so kranke Kinder mit starken Schmerzen behandelt werden.

    Ja, es gibt ihn wirklich

    Hier :
    http://www.homoeopathischer-notdienst.de/Globuli-Artikel
    • Pasionaria 28.02.2017 19:29
      Highlight Highlight Unglaublich, olive, eigentlich ueberrascht mich nicht viel, was aus dieser Ecke kommt, aber ein Notfalldienst haut einen schon noch vom Hocker.
      Oder Goethe um 1820 (!!) zu zitieren..... schlaegt dem Fass den Boden aus.

    • olive 01.03.2017 10:55
      Highlight Highlight Hallo Pasionaria!

      ja, die Homöopathie hat sich fest etabliert. Ohne Unterstützung oder Gleichgültigkeit der "Nichthomöopathie" wäre das aber nicht möglich gewesen.
      Lambeck:
      https://www.gwup.org/infos/themen/77-komplementaer-und-alternativmedizin-cam/744-homoeopathie-eine-revolution-der-physik
      LG
    • Pasionaria 01.03.2017 19:05
      Highlight Highlight Schoen, olive, bist Du mit, wie von Dir gewohnter, interessanter Lektuere wieder etwas aktiv hier!
      Danke, wirklich informativ.
  • tinmar 27.02.2017 08:49
    Highlight Highlight .. kenne ihr den Moment, wenn man mit einem ganz konkreten Problem (z.B. Husten) in die Apotheke geht und die nette Dame einem völlig selbstverständlich dann zunächst was Homöopathisches für 55CHF über die Theke schiebt... ? Ich fühle mich immer etwas verlegen, wenn ich dann nach "was richtigem" verlangen muss.
    • Pasionaria 27.02.2017 18:42
      Highlight Highlight Bitte nicht verlegen sein! Sie haben 0 Grund dazu.
      Und ja, diese Momente kenne ich auch, ich warte immer schon darauf und bin deshalb sehr gefasst. Meine Reaktion meist etwas provokativ..., je nach Situation und Stimmung.
      Vielleicht fragen Sie das naechste Mal hoeflich nach, ob die nette Dame Pharmazeutik oder Homoeopathie studiert habe. Ich nehme an, dass darob letztere etwas in Verlegenheit geraet.

  • Alienus 26.02.2017 18:44
    Highlight Highlight 1-4

    Sind Homöopathen die gleiche Spezies wie Verschwörungstheoretiker?

    Ein Erlebnis mit der Schulmedizin - Homöopathie.
    Im Jahre des Herrn 2003 hat ER sich geziemt, mir eine Zecke zu senden. Tja, die hatte Borrielien. Denn am Tag der Kapitulation der NS-Schergen hatte ich einen bierdeckelgroßen scharlachroten Fleck in der linken Kniebeuge. Ab zu einem fachlich gut orientierten Arzt.

    Die Rekonstruktion ergab mit höchster Wahrscheinlichkeit, dass das Zecken-Mahl an Geburtstag GröFaZ erfolgte. Passt!

    Inkubation ca. 3 Wochen.

    Tatort: Friedhof. Huch, der Endlagerplatz war somit geklärt.
    • Pasionaria 26.02.2017 23:06
      Highlight Highlight 1/2
      Du hattest bei Deinem Vorfall, im Gegensatz zu mir, einfach nicht den 'richtigen'
      Fake-Alternativ-Verschwoerungstherapeuten kennengelernt! Ein solcher haette mit Dir vorgaengig 'Seelenhygiene' betrieben. Seine erste Frage haette sich dabei aufgedraengt: wo lassen Sie sich aussaugen? Und  wo saugen Sie andere aus? Danach haette er Dich mit einer immensen Liste von Pseudoheil- und anderen Mitteln von A > Algen-Chlorella ueber M > Moenchspfeffer bis Z > Zanderexkrement eingedeckt.
      Hm, unschwer im Nachhinein zu joken, v.a. nicht zu vergessen, Deine goettlichen Nachbehandlungstherapeuten....
    • Pasionaria 27.02.2017 18:52
      Highlight Highlight Ali, unter uns: Hast Du meine Frage im vorigen Blog vom 21.1. um 18.58h unter Partikel.....ueber Partikels uebersehen, aus Versehen oder aus Leidenschaftslosigkeit. Kann beides nachvollziehen.....
  • Alienus 26.02.2017 18:42
    Highlight Highlight 2-4

    Es wurde leicht-mittel. Antibiotika gesetzt. Welch ein Glück, einige H-Fans meinten, nur mit H hätte ich eine Chance.

    Nach 4 Monaten zwei Ohnmachtsanfälle bei Fahrt mit 140 km/h. Wilde Hallos, Desorientierungen uvm. . Mortalität: über 80%. Resultat: Orientierungsaus, Amnesie, Sprache und Schreiben im Zerfall.

    Wohl mehrtägig Blutdruck von 360 / 240. Heilpraktiker - Homöopathie? Nein!

    Die Gespräche mit den Ärzten waren gut. Ich konnte ihnen die Situation der Verwirrung wie bei Alzheimer beschreiben, da wohl eine Hirnhälfte KO war und das Bewusstsein sich in zwei Ebenen abspielte.
  • Alienus 26.02.2017 18:38
    Highlight Highlight 3-4

    Habe ritualisiert-placebohafte Vereinbarung mit Tod und Teufel getroffen. In Märchen werden zwar sie oft tölpelhaft dargestellt, jedoch auch als zuverlässige Akteure.

    Monate nach mir war’s bei einer Anverwandten. Ähnliche Symptome, aber nicht solch ein Blutdruck. Sie ging zum HP. Übel! Zunächst wurde 1. Stadium überwunden. Hurra, die Kügelchen funktionieren. Aber noch starke „Schwächelei“. Das 2. Stadium ist schlechter.

    Vom HP dumm-gefährliches Geschwätz, ob sie Kügelchen eingenommen hätte? Bla, bla, bla! Es wurde schlimmer. In Übergang 2.-3. Stadium wurden Symptome etwas abgefangen
  • Alienus 26.02.2017 18:37
    Highlight Highlight 4-4

    Aber warum?

    Habe nachgeforscht. Sie ging heimlich zum Schul-Mediziner wegen einer Antibiotika-Behandlung. Dem HP sagt sie nichts, um ihn nicht zu enttäuschen! Da haut‘s mich doch um.

    Der depperte HP meint nun, dies würde durch die Kügelchen verursacht! Placebo in höchster Vollendung. Und wo bleibt die Wahrheit?

    Oh Gott, man gebe mir einen Revolver und solch eine Milchzuckerkugel, aber ne große.

    Als Fazit bleibt nur noch ein Staunen ob solch eine Kurpfuscherei – bei der Homöopathie.

    Es bleibt auch noch die Frage offen, was die Pfuscher denn für Stoffe verwendet hätten????
  • karl_e 26.02.2017 18:35
    Highlight Highlight Die Wirkung der schulmedizinischen Heilmittel ist leider sehr oft um nichts besser als diejenige der Kügelchen oder der Schüssler-Salze.
    Gibt's eigentlich mittlerweile wirksame und unschädliche pharmazeutische Mittelchen gegen chronische Kopfschmerzen, den banalen Schnupfen und ähnliches?
    • Jol Bear 26.02.2017 22:35
      Highlight Highlight Zumindest gegen den "banale Schnupfen" gibts als Gegenmittel Geduld und gesunden Verstand. Pharmazeutische Mittel sind gegen harmlose Erkrankungen gar nicht notwendig. Wir neigen leider dazu, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu ignorieren.
    • karl_e 27.02.2017 10:28
      Highlight Highlight Jol Bear, ich weiss, ich weiss! Wenn man etwas gegen den Schnupfen tut, dauert er 14 Tage, andernfalls zwei Wochen. Es sind aber 14 lästige Tage - und die angepriesenen Pharmazeutica sind kein Jota wirkungsvoller als die Globuli.
  • Spooky 26.02.2017 18:06
    Highlight Highlight Jeder Mensch ist eine anderer. Darum ist jede Krankheit bei jedem Menschen eine andere. Krebs ist nicht gleich Krebs. Der Krebs meines Nachbarn ist ein anderer als mein eigener (das nur als Beispiel, sowohl mein Nachbar als auch ich sind im Moment gesund).

    Für die heutige Medizin ist aber Krebs gleich Krebs.

    Die Homöopathie behandelt jede Krankheit bei jedem Menschen anders. Wenn ich mit Hautkrebs zu einem Homöopathen gehe, dann bekomme ich ein anderes Mittel, als wenn mein Nachbar mit Hautkrebs zu einem Homöopathen geht.
    • crik 26.02.2017 19:24
      Highlight Highlight "Für die heutige Medizin ist aber Krebs gleich Krebs."

      Völlig falsch, mit Krebs haben Sie gerade ein besonders schlechtes Beispiel gewählt. Jeder Fachmann wird Ihnen bestätigen, dass es 'den Krebs' so nicht gibt.
    • Spooky 26.02.2017 20:16
      Highlight Highlight Klar gibt es für die Schulmedizin verschiedene Arten von - zum Beispiel - Hautkrebs. Aber die Schulmedizien behandelt immer nur den Krebs. Die Person bleibt draussen vor.

      Die Homöopathie behandelt sowohl die Krankheit als auch die Person. Denn eine Krankheit kann man nicht trennen von der Person, die krank geworden ist. Genau das macht aber die Schulmedizin.
    • Vinnie 26.02.2017 21:08
      Highlight Highlight Hä? Woher kommt die massive Skeptik und sogar Hass in unsere Schulmedizin? Und traut ihr den Studien nicht welche besagen, dass Homöopathie nichts bringt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Friction 26.02.2017 13:40
    Highlight Highlight Ich bin weder für noch gegen das Eine oder Andere. Unsere "Schulmedizin" ist keine exakte Wissenschaft. Ich bin der Ansicht, dass jeder Patient je nach "Krankheit" gut auch abgeschätzen kann, was sinnvoll ist. Was jedoch gar nicht geht, sind "falsch" produzierte Medikamente - ob Globuli oder auch sonst! Das erschüttert das Vertrauen! Dasselbe übrigens auch im schulmedizinischen Bereich!
    So lange nicht nur das Eine als allerheilmittel angepriesen wird, bin ich offen für unterschiedliche Lösungsansätze. Aber ja, wenn ich einen offenen Beinbruch habe, entscheide ich mich gegen Globuli 😜
  • Umemuuli 26.02.2017 11:43
    Highlight Highlight Also ich werde mal eine versteckte Kamera bei unserer Apotheke installieren, ich bin sicher das der Apotheker am Abend in jedes Fach der Goboli die gleichen Kügeli auffüllt.
  • dracului 26.02.2017 09:47
    Highlight Highlight Selbstheilung ist ein wissenschaftlich anerkanntes Phänomen. Die Umstände für Selbstheilung sind erforscht, aber weitgehend unerklärt. Homöopathie könnte einer der Katalysatoren sein, welche eine Selbstheilung induzieren. Der Glauben spielt eine wichtige Rolle bei diesem Phänomen. Zwar möchte ich die milliardenschwere, homöopatische Industrie nicht in Schutz nehmen, aber es gibt mehr, als wir im Moment erklären können. Der sektenhafte Massenglauben an den wissenschaftlichen Fortschritt und die untrübsame Wahrnehmung unserer menschlichen Sinne, limitiert uns in unseren Möglichkeiten.
    • You will not be able to use your remote control. 26.02.2017 12:40
      Highlight Highlight Hi, hier einer der 'sektenartigen Masse':

      > Homöopathie könnte einer der Katalysatoren sein

      Könnte ist sehr spekulativ. Es könnte durchaus vieles sein.

      > es gibt mehr, als wir im Moment erklären können

      > untrübsame Wahrnehmung

      Ich denke du solltest deine erkenntnistheoretische Position überdenken.
  • Hälfis 26.02.2017 09:25
    Highlight Highlight Als vor einigen Jahren in Deutschland die Erstattung der Komplementärmedizin in die Zusatzversicherung abgeschoben wurde, lag der Kostenanteil bei 1 bis 2 Prozent. Also unnötiges Gezeter wegen der Kosten. Die Produktion der Homöopathie wird in Europa genau kontrolliert. Aussagen wie die im Artikel genannten von wegen Walfischkot etc. sind einfach nur unseriös!
    • Johannes Güntert 27.02.2017 06:24
      Highlight Highlight _Homöopathie_ ist unseriös! Das triffts eher.
  • phiwi80 26.02.2017 07:55
    Highlight Highlight Habe gegen Heuschnupfen Homöopathie angewandt und es funktioniert. Letzes Jahr stieg ich aus Bequemlichkeit auf Chemie um. Als meine HeuschnupfenZet längst vorüber war erlitt ich einen allergischen Schock. Dieser für mich wichtige Zusammenhang, der für Homöopathie spricht erscheint in keiner Studie und keinem wissenschaftlichen Bericht. Nicht weil er wissenschaftlich nicht überprüft werden könnte, sondern weil er nicht erfasst wird.
    • LeChef 26.02.2017 11:00
      Highlight Highlight Wenn deine Heuschnupfensymptome zu diesem Zeitpunkt wirklich weg waren, dann war es entweder kein anaphylaktischer Schock, oder etwas anderes hat ihn verursacht.
    • Kasi 26.02.2017 12:34
      Highlight Highlight Was viele Leute nicht verstehe, ist das ihr eigener Heilungsprozess nicht relevant ist. Es kann tausende Gründe haben wieso du auf einmal keinen Heuschnupfen mehr hattest. Was fehlt ist eine statistisch bewiesene Wirksamkeit dieser Produkte. Bis dieser Beweis erbracht ist, ist dies einfach nur ein weiterer Zufall. Sie können eine Andere Meinung haben, das gaute an der Wissenschaft ist aber, dass sie trotzdem recht hat :)
  • phiwi80 26.02.2017 07:50
    Highlight Highlight Komisch. Bisher hiess es von Homöopathie Gegnern stets. H kann nicht helfen, da keine Nebenwirkungen vorhanden. Was keine Nebenwirkungen hat, kann auch keine Wirkungen haben. Nun haben wir welche, jetzt ists auch nicht recht.
    • SanchoPanza 26.02.2017 09:52
      Highlight Highlight wenn Homöopathie 'richtig' gemacht wird, also so stark verdünnt das nichts mehr nachweisbar ist, dann hats auch keine Nebenwirkungen.
      Wird es nicht 'korrekt' verdünnt, kann es gerade bei starken Giften wie der Tollkirsche selbstverständlich Wirkungen zeigen (sterben wär dann in diesem Fall keine Nebenwirkung, weil Gift und so...)
    • LeChef 26.02.2017 11:05
      Highlight Highlight Es steht ja im Text. Bestenfalls ist kein Wirkstoff enthalten. Dann nützt es nichts, schadet aber auch nicht. Bei nicht korrekter Herstellung kann aber zu viel Wirkstoff in einzelne Kügelchen gelangen, so dass dieser noch nachweisbar ist. So soll es genau nicht sein, aber es kann offenbar passieren. Glaub mir, wenn die Globuli häufiger als in Einzelfällen Atropin enthalten würden, bräuchten wir uns nicht mehr mit euch Homöopaten rumzuschlagen....
  • Maya Eldorado 26.02.2017 04:33
    Highlight Highlight So, ich geb jetzt auch noch meinen Senf dazu, auch wenn ich lauter Blitze riskiere.
    Ich hab schon selber potenziert. Und ja es hat geholfen. Ob es lediglich Placebo- oder eine andere Wirkung war, mag ich nicht darüber streiten.

    Von der Hahnemann-Homöopathie habe ich noch selten genommen.
    Die Antthroposophen potenzieren auch. Von denen habe ich schon viel genommen und es hat mehrheitlich geholfen.
    Im Gegensatz zu den Medis, die praktisch alle nehmen. Da reagiere ich oft gestört.
  • Alienus 26.02.2017 04:22
    Highlight Highlight Homöopathen berauschen sich am Nichts und glauben, dass mit dem Verdünnen und Schlagen (je 10 kräftige Aufschläge auf ein Lederkissen) dieses durch das Verdünnen verschwunden Nichts seine nicht mehr vorhandenen „Schwingungen/Informationen/Wirkungen“ dem Wasser übertragen zu können.

    Je weiter verdünnt wird, desto stärke ist die Dotierung der nicht mehr vorhandenen Eigenschaften des Nichts.

    Im famil. Umfeld gab‘s tragische Erfahrungen mit solcher Homöopathie.

    Empfehlung: Sturen Homöopathen 10 Schläge auf den Kopf, damit der verloren gegangene Verstand verstärkt wird und wieder wirken kann.
  • Pasionaria 26.02.2017 01:57
    Highlight Highlight olive
    Maracuja
    Alienus
    Rabbi Yussuf
    Eine Frage an Euch oder @ wer auch immer:
    Ist der Glaube an eine Religión/Gott nicht irgendwie mit demjenigen an z.B. die Homoeopathie/Hahnemann zu vergleichen?
    Beruhen nicht beide auf Hoffnung, resp. auf Vertrauen in unhinterfragbare Aussagen im geistig-immateriellen Bereich? Liegen diesen Glauben nicht vergleichbare Konzepte zugrunde > geistige Energien?
    • Pasionaria 26.02.2017 23:12
      Highlight Highlight kleiner Schurke
      danke fuer Ihre Antwort, vorallem aber auch fuer Ihr Insiderwissen, das Sie uns hier bescheren. Sehr interessant.
    • Rabbi Jussuf 28.02.2017 23:58
      Highlight Highlight Kann man so sehen.
      Hingegen muss es doch so sein, dass jemand, der an H. glaubt, doch unbedingt auch an eine transzendente Welt glauben muss. Ohne diese würden die Prinzipien der H. keinen Sinn machen.
      Insofern ist die H. eine Form der Welterklärung mit religiösem Hintergrund, ähnlich dem Kreationismus.
      Oder anders: H. ist Magie in Gestalt von "Wissenschaftlichkeit".
  • 3fuss 25.02.2017 17:53
    Highlight Highlight Wäre Wissenschaft die Grundlage für die Zulassung von Medikamenten, dann müsste die Homöopathie verboten werden.
    • Michael Mettler 25.02.2017 18:35
      Highlight Highlight Warum sollte etwas verboten werden das nichts nützt?
    • Tschedai 25.02.2017 20:59
      Highlight Highlight Wäre Wissenschaft die Grundlage für die Zulassung von Medikamenten, dann würde so manches Medikament nicht zugelassen werden: http://www.bbc.com/news/science-environment-39054778
    • Macke 25.02.2017 21:13
      Highlight Highlight Und sehr viel Schulmedizinisches auch... Würde man allein aufgrund der Wirksamkeit entscheiden, müssten wir in etwa 50% der Fälle Placebos verschreiben. Solange bei Homöopathischen Mittelchen nicht gepanscht wird, spielt es keine Rolle, ob Placebo oder Homöopathie, bei kleineren Sachen sind sie sogar wirksamer (Kopfschmerzen etc.) und vor allem günstiger....
    Weitere Antworten anzeigen
  • olive 25.02.2017 15:45
    Highlight Highlight Homöopathie auf der Notfallstation:
    Play Icon
    • Maya Eldorado 25.02.2017 17:59
      Highlight Highlight Haben die Allopathen es nötig die Homöopathen dermassen ins Lächerliche zu ziehen?
      Oder verstehe ich das falsch?
    • Silent_Revolution 25.02.2017 21:04
      Highlight Highlight Maya

      Auch Homöopathen sollten Satire nicht zu ernst nehmen und vielleicht einmal lachen?! Denn Lachen ist doch auch Bestandteil der alternativen Medizin!
    • Rabbi Jussuf 25.02.2017 21:49
      Highlight Highlight olive
      Der ist immer wieder gut!!!
      :-)))
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Stein 25.02.2017 15:01
    Highlight Highlight Damals, als Hahnemann lebte, hätte ich mir Homöopathie eher vorstellen können, als Aderlasse und Co. Heute nicht.
    Die Zeit ist nicht stehen geblieben.
  • dF 25.02.2017 13:46
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 25.02.2017 13:09
    Highlight Highlight U.a. auch wegen solchem Hokuspokus steigen die KK-Prämien laufend.
    Sollen die Esoteriker diesen Schwachsinn konsumieren und dafür die Prämien zahlen. Ich bin dafür diesen Schrott aus der KK-Leistungs-Liste zu streichen.
    • Tschedai 25.02.2017 14:42
      Highlight Highlight Wenn die KK Prämien aufgrund diesem "Hokuspokus" steigen würden, dann wäre ein massives Bedürfnis danach vorhanden. Aber die Anzahl Leute, die auf Homöopathie setzen sind eine Minderheit in der Schweiz. Du solltest besser aufhören Wutbürger zu spielen, das ist besser für deine Nerven und die Gesundheitskosten der KK ;-)
  • Share 25.02.2017 13:08
    Highlight Highlight Was fuer ein Dilemma. Wenn die Ursache-Wirkung bestätigt werden sollte, wissen wir zwar dass die Medizin wirkt, aber alles andere als harmlos zu sein scheint und da es keine verlässlichen Studien dazu gibt waere die Medizin mit einem Schlag verboten, es würde ein Wettstudieren geben, dass sich mit grosser Wahrscheinlichkeit nur die finanzkräftigsten Forscher leisten könnten. Und wenn nicht, dann kauft es keiner mehr oder so.
    • Share 02.03.2017 22:10
      Highlight Highlight Wenn du das dazwischen, also das relativ schwarz-weisse dann findest, möchte ich das gerne wissen. Und damit meine ich nicht die Tatsache, dass wir alle früher oder später ergrauen. Um deine Zeilen zu verstehen, fehlen mir noch ein paar Spezifikationen. Leider passierte das Herrn Stamm mit den Quellenangaben zu seinen Buchverweisen oben ebenso. Und ja, Regression ist ein natürliches Phänomen.
  • Maria B. 25.02.2017 12:59
    Highlight Highlight Ein schwieriges Thema, eines mit etlichen offenen Fragen, solche die auch in Zukunft nicht wirklich schlüssig beantwortet werden können, da es sich definitiv um einen Glaubenskrieg handelt.

    Es mag einzelne Wirkstoffe geben, die tatsächlich eine gewisse Wirkung beinhalten, während andere zumindest einen Placebo-Effekt beinhalten könnten.

    Persönlich halte ich es grossmehrheitlich lieber mit der Schulmedizin, wobei auch hier längst nicht alles Gold ist, was vordergründig glänzt.

    Und so mag es bei der Erkenntnis
    bleiben, dass gut ist, was individuell hilft, egal auf wessen Mist es wuchs ;-)!
  • Jöggu 79 25.02.2017 12:53
    Highlight Highlight Viele schwören auf die Homöopatie weil sie bei ihnen wirkt. Ob dabei nur der Plazeboeffekt eine Rolle spielt oder ob wirklich eine Wirkung da ist spielt doch keine Rolle. Hauptsache es wirkt! Und immer noch besser es hilft jemandem, auf welche Art auch immer, als dass überteuerte Chemie eingeworfen wird deren Wirkung auch nicht immer bewiesen ist (wie damals Tamiflu). Die Mehrkosten der Pharmaprodukte setzt all unseren Krankenkassenprämien arg zu. Und alle die auf Homöopatie setzen und damit zu frieden sind entlasten die Gesundheitskosten.
  • remeto 25.02.2017 12:40
    Highlight Highlight In einer freien Gesellschaft soll jeder schlucken was er will. Wenn nun jemand wirklich an Globuli glaubt, soll er dass - nur sehe ich nicht ein wieso meine Krankenkasse das mitfinanzieren soll.
    • 3fuss 25.02.2017 18:02
      Highlight Highlight @kleiner_Schurke: Deine beiden Vergleiche mit Eisenbahn und Strasse hinken.
      Wer nicht Auto fährt benutzt die Strass als Fussgänger, oder Velofahrer. Wer weder Zug fährt, noch die Strasse benutzt, profitiert indirekt, weil alle seine Konsumgüter auf dem Bahn- und Strassennetz zu ihm finden.
      Das ist bei der Homöopathie anders, hier hat kein Patient etwas davon, dass Homöopatische Mittel verabreicht werden, aber alle Patienten zahlen dafür. Profitieren tun einzig die verschreibenden Ärzte und die Hersteller.
  • Macke 25.02.2017 12:39
    Highlight Highlight Ich kann mich meinen VorrednerInnen, die den Zusammenhang zwischen Homöopathie und dem Placeboeffekt hervorstreichen, nur anschliessen. Ich möchte hier aber gerne noch auf eine Reihe von "Placebo"-Operationen und Ähnlichem hinweisen: "Im aktuellen British Medical Journal berichten sie (Mediziner der Oxford University), dass bei Dutzenden Eingriffen und Operationsmethoden in der Hälfte der Fälle keinerlei Unterschied zu einer Scheinbehandlung festzustellen war."
    www.sueddeutsche.de/gesundheit/placebo-effekt-in-der-chirurgie-die-aufschneider-1.1973075!amp

  • AlteSchachtel 25.02.2017 12:32
    Highlight Highlight "Bollwerk der Homöopathen"...uiuiui, welche eine Bedrohung. Der Artikel ist mir zu undifferenziert.
    Klar gibt es in einem Land, wo jeder (ohne med. Wissen) mit dem nötigen Kleingeld eine Privatausbildung machen und eine Praxis eröffnen kann, genügend Scharlatane.
    Mittlerweile gibt es aber nicht wenige Schulmediziner (Humanmediziner und Veterinäre), die nach Weiterbildungen an der Uni (!) zusätzl. Homöopathie einsetzen.
    Wer heilt, hat recht.
    Dass Unternehmen mit Medikamenten skrupellos Geschäfte machen, kommt nicht nur in der Naturheilkunde vor.

  • Pinga 25.02.2017 12:27
    Highlight Highlight Wieso muss man gleich alles verteufeln und verbieten? Klar - Todesfälle auf Grund von Schlampereien bei der Herstellung dürfen natürlich nicht sein und das müsste kontrolliert werden. Aber für ''ungefährliche'' Krankheiten wie z.B. eine Grippe Globuli zu nehmen - selbst wenn ausser de Placebo-Effekt nichts auftritt hat man schon gewonnen, da der Placebo-Effekt grundsätzlich relativ gross ist...
    Dass der absolute Glaube an Homöopathie gefährlich ist (also Leute, die z.B. bei Krebs der Homöopathie mehr vertrauen als der Schulmedizin) ist klar. Nur solche Leute wird es sowieso immer geben...
    • olive 25.02.2017 13:41
      Highlight Highlight Die von Hugo Stamm erwähnte Natalie Grams
      erzählt hier, was sie bewogen hat, von der Homöopathie wegzukommen ( u.a. intellektuelle Redlichkeit als Ärztin )
      Play Icon

      Was sie nach wie vor gut findet, ist das intensive Gespräch mit dem Patienten, das sonst oft zu kurz kommt.
  • felisa 25.02.2017 11:49
    Highlight Highlight ich bin ein fan der H und stehe dazu. und wenns nur placebo ist, who cares. dann hat es genutzt und ich musste weder chemie schlucken noch hab ich nebenwirkung. als "zückerchen" ist sie noch einiges günstiger als die schulmedizin.
    natürlich nicht immer, das ist klar. aber für die kleinen unpässlichkeiten wie erkältung, husten, kopfschmerzen ect.
    nur noch eins bei zahnschmerzen helfen mir medikamente nicht aber arnika schon 😏
    • Leon1 25.02.2017 11:58
      Highlight Highlight Zahnschmerzen haben nicht selten einen den Grund: Karies
      Karies wird begünstigt durch die Einnahme von Zucker

      Dann viel Spass mit ihren Globulis :-)
  • Michael Mettler 25.02.2017 11:47
    Highlight Highlight Lieber Hugo, pro Jahr sterben Hunderttausende an einer wissenschaftlich entwickelten Behandlungsmethode. Und es ist verdammt nochmal daneben das diese Kinder an der Hokuspokus-Medizin gestorben sind. Ein bisschen polemisch, gut wir sind ja in Hugos Polemik-Stube.
  • Süffu 25.02.2017 10:24
    Highlight Highlight Ich hüte mich meistens davor etwas Negatives über Globuli, die Schüssler Salze und Ähnliches zu sagen. Dass der Placebo-Effekt existiert und funktioniert ist bewiesen - somit kann man doch den Leuten, die an solchen Müll glauben die Freude lassen und den Quacksalbern, welche die Zuckerkügelchen verkaufen das Geld gönnen.
    (Ja das Argument mit dem Bauern, der seinen Kühen Globuli gibt kenn ich - glaube es käme zum gleichen Ergebnis, wenn der Bauer den Tieren nichts geben würde und die Zeit abwarten würde. Ausserdem kenne ich ausser dem Bauern, der das mal im Fernsehen verzapft hat kein weiteren)
    • Normi 25.02.2017 11:09
      Highlight Highlight Aber es gibt auch den Nocebo-Effekt(gegenteil von Placebo) deswegen sollten Medis nie ohne Aufsicht genommen werden...

      besonders jetzt bei der negativen Berichterstattung ist eher ein Nocebo-Effekt zu erwarten...
    • Asalato 25.02.2017 11:39
      Highlight Highlight Ja stimmt nützts nix schads nix gell, haha. Es sind ja nur zehn Kleinkinder gestorben
    • Maragia 25.02.2017 16:09
      Highlight Highlight Ja warum sind denn diese gestorben? Weil es eben ein nicht korrektes Produkt war. Das beudet nicht, dass es doch plötzlich etwas nützt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinktank 25.02.2017 10:23
    Highlight Highlight Theologie ist eine Pseudowissenschaft und Gott ist auch in Spuren nicht nachweisbar. Einmal mehr fehlt uns der Mut, genau hinzuschauen und allenfalls unpopuläre Massnahmen zu treffen.
    • Dopamin 25.02.2017 11:15
      Highlight Highlight Gefällt mir, der Kommentar, hoffentlich nicht allzu ernst gemeint. :)
  • hulaleh 25.02.2017 10:20
    Highlight Highlight Und wie oft stirtb ein Mensch an chemischen Pharmaka....
    • Süffu 25.02.2017 10:29
      Highlight Highlight Wie oft überlebt jemand eine Krankheit, die mit Antibiotika behandelt wird durch Alternativmedizin?
    • christian_meister 25.02.2017 12:20
      Highlight Highlight Genaue Zahlen dazu gibt es nicht. Schätzungen gehen davon aus, dass in der Schweiz jährlich zwischen 14000 und 27000 Menschen direkt oder Spätfolgen von Medikamenten sterben. Die Zahlen stammen von einem Arzt. Er bezeichnet Medikamente auch als Haupttodesursache.
    • Blutgrätscher 25.02.2017 12:48
      Highlight Highlight Der Christian verzapft Müll, genaue zahlen dazu gibt es nicht. Schätzungen gehen davon aus, dass er jährlich zwischen 14 000 und 27 000 Quacksalbern auf den Leim geht. Die zahlen stammen von einem Geist. Er bezeichnet ihn auch als Hauptverschwörungsverbreiter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinktank 25.02.2017 10:18
    Highlight Highlight Einmal mehr übt sich Stamm im Kampf gegen Homöopathie. Aktuell aufgrund einer noch unbewiesenen Vermutung eines Einzelfalles. Falls sie wahr wäre, reiht sie sich in Vorfälle ein die es in anderen Bereichen zu tausenden gibt. Im Lebensmittelbereich mit Speiseöl, Babynahrung oder in der Medizin beim Conterganskandal oder fehlerhaften Hüftgelenken etc. Ein Millionstel Gramm von Botox ist tödlich und es hat keinen gesundheitlichen Nutzen, trotzdem ist diese Massenvernichtungswaffe in allen Ländern zugelassen. Aufgrund von Homöopathie ist noch niemand nachweisbar gestorben, aufgrund Pharma schon.
    • Bav 25.02.2017 10:30
      Highlight Highlight Es ist auch noch nie jemand nachweisbar geheilt worden durch Homöopathie.
    • olive 25.02.2017 10:36
      Highlight Highlight Guter Name, also

      http://www.homöopedia.eu/index.php/Hom%C3%B6opedia:Startseite

      Fehlerhaftes mit Fehlerhaftem zu relativieren kommt immer, wenn man die Homöopathie kritisiert.
    • Asalato 25.02.2017 11:42
      Highlight Highlight "Aufgrund von Homöopathie ist noch niemand nachweisbar gestorben"
      Die zehn Kinder sind an einer fehlenden medizinischen Versorgung gestorben, weil die Eltern an Homöopathie glauben. Das reicht doch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 25.02.2017 09:59
    Highlight Highlight Wenn ich mich richtig erinnere, hatte der damalige BR Couchepin 2005 den Mut, Komplementärmedizin aus der Grundversicherung zu kippen. Mittels Volksabstimmung (die von den Befürwortern hoch gewonnen wurde) wurde fünf Arten Komplentärmedizin provisorisch wieder aufgenommen. Die Evaluationsphase läuft m.W. bis Ende 2017. Danach müssten diejenigen Methoden wieder gestrichen werden, deren Wirksamkeit nicht ausreichend belegt werden konnte. Sollte BR Burkhalter konsequent sein, ist wahrscheinlich mit einer erneuten Initiative der Anhänger der als unwirksam entlarvten Methoden zu rechnen.
    • Suchlicht 25.02.2017 12:09
      Highlight Highlight Und warum beschäftigt das den Aussenminister? Oder gehen Sie davon aus, dass Herr Berset dann ausfällt und Herr Burkhalter als sein Stellvertreter zuständig sein wird?
    • Maracuja 25.02.2017 12:27
      Highlight Highlight Danke für die Berichtigung des Fehlers, natürlich fällt das in die Zuständigkeit von BR Berset.
  • Tamtam87 25.02.2017 09:54
    Highlight Highlight Ach, lasst doch den Menschen ihren glauben. All die gläubigen Homöopathen, die ganze Lehre, es gibt kein wirksameres Placebo als die Homöopathie.

    Wichtig dabei ist nur, das die "Herstellung" von Homöopathie gesetzlich geregelt ist, damit diese Quacksalber keine Menschen gefährden und sich damit noch eine goldene Nase verdienen.
    • Süffu 25.02.2017 10:31
      Highlight Highlight Thumbs up - wir haben genau das gleiche geschrieben :-)

      Schönes Wochenende!
    • Bav 25.02.2017 10:32
      Highlight Highlight Man kann auch nach Lourdes pilgern, hat genau die gleiche Wirkung. Zahlt mir die KK die Reise?
    • Hayek1902 25.02.2017 11:28
      Highlight Highlight Nein. Denn wenn ich für ihren Müll bezahle und dersich auch noch "Medizin" schimpfen darf, dann möchte ich von der Krankenkasse mein Feierabend-Bier bezahlt habe, denn ich glaube ganz fest daran, dass es mich vor Stress und Depressionen schützt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sintho 25.02.2017 09:52
    Highlight Highlight Ich bin ja kein ein Fan der Zuckerkügelchen, aber etwas versteh ich nicht... Wenn sie ja gemäss dem Artikel so sehr verdünnt sind das sie nichts mehr wirken (was ich auch ser Meinung bin), wie konnten dann Kinder an dem Basisstoff sterben?
    • ConcernedCitizen 25.02.2017 10:26
      Highlight Highlight Durch Schlamperei bei der Herstellung, ist im Artikel beschrieben.
    • Maracuja 25.02.2017 10:29
      Highlight Highlight Aufgrund der Medienberichte kann man annehmen, dass bei der Produktion geschlampt wurde und die Kügelchen dadurch einen so hohen Anteil des gefährlichen Ausgangsstoffes (Atropa Belladonna) enthielten, dass sie tödlich wirkten.
  • olive 25.02.2017 08:41
    Highlight Highlight Das Buch von Natalie Grams zeigt sehr schön den Weg auf, den sie gemacht hat von einer Gläubigen zu einer Nach-Denkenden. Obwohl Medizinerin, war sie doch gefangen genommen von der "Heilkunst" ohne Nebenwirkungen, ein Traum , den wohl viele Ärzte träumen, nicht zuletzt, weil sie von der modernen Medizin in gewissen Bereichen oft enttäuscht sind. Dass Homöopathen lange Gespräche abrechnen können im Gegensatz zu den Hausärzten, kommt noch dazu.
    • Abnaxos 25.02.2017 11:06
      Highlight Highlight Die langen Gespräche könnten eben genau der Punkt sein. Die Globuli bewirken nichts, das bestreitet niemand, der bei Verstand ist.

      Allerdings lassen sich dennoch gewisse Erfolge nicht von der Hand weisen. Irgend etwas ist da, was die Homöopathie richtig macht. Wenn es nicht die «Medikamente» sind, was dann? Eine Möglichkeit wäre, dass es der Umgang mit dem Patienten ist.
  • Homes8 25.02.2017 08:36
    Highlight Highlight Würde man solche Pauschalurteile auch auf die pharmazeutische Industrie anwenden, hätte man diese nach den Contergan-Skandal verbieten müssen.
    • niklausb 25.02.2017 08:53
      Highlight Highlight Nicht nur nach dem Skandal. Aber die Pharmaindustrie ist so oder so ein einziges Kartell das sich gegenseitig arbeit zuschantzt und wenn ein mittel mal das patent verliert wird einfach hier ein microgram abgezwackt und da ein milligram zugesetzt und schon ist es ein "neues" bahnbrechendes Medikament
    • olive 25.02.2017 09:03
      Highlight Highlight Es hilft nichts, den Irrglauben Homöopathie mit Hinweisen auf Fehler/Irrtümer der Medizin zu relativieren. In der Homöopathie ist sogar alles noch in etwa gleich , es gab keine Entwicklung seit über 200 Jahren , als das Wissen über Anatomie, Pathologie und Krankheiten noch relativ gering war.
      Ein Hahnemann selber würde heute wohl lachen über seine Ideen von damals.
    • Homes8 25.02.2017 09:13
      Highlight Highlight @ olive
      Man muss ja auch nur verbessern, was nicht richtig war und das macht die sogenannte "Wissenschaft" laufend.
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Das Verbot der Gotteslästerung muss weg – auch wenn der Bundesrat dagegen ist

Nationalrat Beat Flach verlangt in einer Motion die Streichung des Blasphemieverbotes, doch die Landesregierung wehrt sich dagegen. Dabei hat es längst keine Daseinsberechtigung mehr.

Mal ehrlich: Hast du gewusst, dass es in der Schweiz ein Blasphemieverbot gibt? Konkret heisst das, du darfst Gott nicht öffentlich lästern. Wer verletzende oder verhöhnende Äusserungen über Gott, religiöse Überzeugungen oder etwas Heiliges macht, kann eingeklagt werden.

Wörtlich heisst es im Artikel 261 des Strafgesetzes:

Religion und Glauben geniessen bei uns also einen besonderen Schutz. Einen Rechtsschutz, den Weltanschauungen oder politische Gruppen nicht für sich in Anspruch nehmen …

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