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Traum, träumen, schlafen
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Gamer haben die bessere Kontrolle über ihre Träume. Bild: Wallpaperswide

Gute Nacht

Was wir längst wussten, ist endlich offiziell: Gamer sind besser. Zumindest was das Träumen anbelangt

Gamer haben die bessere Kontrolle über ihre nächtlichen Abenteuer und werden seltener von Albträumen geplagt. Forscher untersuchen, wie Games das Schlafverhalten beeinflussen.



Zombies enthaupten und Kriege entfachen scheint für einen ruhigen Schlaf zu sorgen. Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Games einen positiven Einfluss auf Träume haben.

Bob Stickgold, Professor an der Harvard-Universität und eingefleischter Tetris-Spieler, fasziniert das Phänomen, dass Alltagserlebnisse im Traum wieder auftauchen. Bei einem Test, bei dem Probanden kurz vor dem Einschlafen «Tetris» spielen mussten, gaben 75 Prozent der Teilnehmer an, anschliessend vom kultigen Klötzchenspiel geträumt zu haben. Ähnliche Studien mit gewalttätigen oder pornografischen Inhalten zeigten dagegen, dass derartige Szenen nur in seltenen Fällen zum Gegenstand von Träumen werden. «Videospiele sind mit vielen Emotionen verbunden», sagt Stickgold gegenüber dem Magazin «Game Informer». Und weil Emotionen für das Gehirn ein wichtiger Indikator sind, finden diese oft den Weg in die Traumwelt.

Alan Wake, Game

Werden Nicht-Spieler in ihren Träumen verfolgt, können sie seltener das Geschehen beeinflussen. Im Bild zu sehen: Alan Wake im gleichnamigen Spiel, in dem Albtraum und Realität verschmelzen. Bild: Remedy

Jayne Gackenbach, Psychologieprofessorin an der MacEwan-Universität und Co-Autorin des Buches «Play Reality: How Videogames Are Changing Everything», hat sich dem gleichen Thema gewidmet. Anders als andere Medien konsumiert man Games nicht passiv, sondern interagiert mit ihnen. «Der hohe Grad an Interaktion verstärkt die Immersion und die emotionale Hingabe», erklärt Gackenbach dem Magazin «Game Informer». Aus diesem Grund spielt das Unterbewusstsein Erlebnisse beim Schlafen wieder ab.

Gamer haben auch in Träumen den Controller fest in der Hand

In Klarträumen ist sich der Schlafende bewusst, dass er träumt und kann manchmal das Geschehen beeinflussen. Selbst Gelegenheitsspieler sollen dabei die bessere Kontrolle über ihre Träume haben als Nicht-Spieler. Gackenbachs Studie zeige, dass Gamer generell die tapfereren Träumer seien. Sie würden wesentlich seltener von Albträumen heimgesucht oder nehmen diese nicht als furchteinflössend wahr wie Nicht-Spieler.

Alan Wake, game

Gamer fürchten sich weniger in Träumen. Bild: Remedy

Sowohl Gackenbach als auch Stickgold wollen ihre Studien fortführen, um die Auswirkungen von Games auf unser Bewusstsein zu erforschen. Für albtraumgeplagte Menschen könnte sich aber schon jetzt der Griff zum Controller lohnen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Roman Rey 22.07.2014 00:47
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz, warum alle von Tetris träumen sollen und kaum jemand von Sex und Gewalt. Berühren uns die Klötze emotional mehr?
    • Philipp Rüegg 22.07.2014 06:31
      Highlight Highlight Scheint an der unter anderem an der Interaktivität zu liegen. Filme etc. konsumierst du passiv und dadurch ist man weniger in das Geschehen eingebunden. So hab ich das zumindest verstanden :)
    • Roman Rey 23.07.2014 01:41
      Highlight Highlight Ach so, ich dachte es geht um den Vergleich zwischen Gewalt-Games und Klötzchen-Games. Übrigens habe ich anfangs tatsächlich oft vom Tetris unseres Ex-Arbeitgebers geträumt :)

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