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Anatoli Brouchkov hat vielleicht das Rezept für die Unsterblichkeit gefunden. 

Ein russischer Forscher spritzt sich ein 3,5 Millionen Jahre altes Bakterium – und erhofft sich davon Unsterblichkeit 

Es klingt wie ein Klischee: Ein (verrückter) russischer Wissenschaftler spritzt sich selbst 3,5 Millionen Jahre alte Bakterien aus dem sibirischen Permafrost und wird gesünder, aktiver – und vielleicht sogar bald unsterblich. 
03.10.2015, 16:26

Anatoli Brouchkow ist Wissenschaftler an der Staatlichen Universität Moskau. Der «Bazillus F», auf dem nun alle und vor allem seine Unsterblichkeits-Hoffnungen ruhen, wurde 2008 am «Mammutberg» in der Republik Sacha im Nordosten Russland entdeckt. Dort hat er all die Jahre im Tiefschlaf gelegen, wurde dann von den Wissenschaftlern aus dem sibirischen Frost geholt und zu neuem Leben erweckt. 

Anatoli Brouchkow bei RT

Seither hat man die Bakterien an Mäusen getestet: Sie wurden fast doppelt so alt wie die Mäuse in der Kontrollgruppe, denen der Bazillus nicht gespritzt wurde. Und nicht nur das. Die geimpften Tierchen wurden auch sexuell aktiver – «sogar Oma-Mäuse haben noch Junge zur Welt gebracht», sagte Vera Samsonowa, ebenfalls Wissenschaftlerin am Institut Brouchkows. 

Das war wohl genug Beweis für Anatoli Brouchkow: Die Bakterien müssen lebensverlängernde Eigenschaften besitzen – und so spritze er sich die 3,5 Millionen Jahre alten Bakterien selbst. Der Sibirian Times sagte der Wissenschaftler: 

«Der sibirische Frost taut und die Bakterien gelangen ins Wasser. Die lokale Bevölkerung, die Jakuten, nehmen sie auf und scheinen dadurch länger zu leben als manch andere Nationen. Deshalb bestand keinerlei Gefahr für mich.»  
Anatoli Brouchkow
Die Jakuten leben gemäss Brouchkow länger als andere Menschen – wegen des Bazillus F.&nbsp;<br data-editable="remove">
Die Jakuten leben gemäss Brouchkow länger als andere Menschen – wegen des Bazillus F. 

Seither sei er deutlich aktiver geworden, fährt Brouchkow fort: 

«Ich fing an, länger zu arbeiten. Ich habe in den letzten zwei Jahren keine Grippe gehabt. Natürlich sind weitere Versuche im Labor nötig. Wir müssen herausfinden, wie die Bakterien das Altern verhindern. Ich denke, das ist die Richtung, in die sich diese Wissenschaft entwickeln sollte. Was hält diesen Mechanismus am Leben? Und wie können wir ihn zu unserem Vorteil nutzen?»
Anatoli Brouchkow
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(rof)

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