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ecopop nazi-propaganda auszeichnung für teilnahme am arbeitsdienst (ausschnitt) quelle: pressechronik1933.dpmu.de

Gesunde Landarbeit: Auszeichnung für Teilnahme am Arbeitsdienst, April 1936 (Ausschnitt). Bild: Pressechronik1933.dpmu.de

Ecopop-Initiative

Wie braun sind die Grünen?

Die Ecopop-Initiative verknüpft Umweltschutz mit Bevölkerungs- und Immigrationspolitik. Das trägt ihr den Vorwurf des Rassismus ein. Doch «grün» bedeutet nicht zwangsläufig links: In der Ahnengalerie der grünen Bewegung tummeln sich auch Nazis.



«Treffen sich zwei Planeten», so beginnt ein alter Witz. «Wie geht's denn so?», fragt der eine. «Schlecht! Ich habe Mensch», antwortet der andere. Worauf der erste Planet ihn tröstet: «Ah, das hatte ich auch schon. Das geht vorbei!»

Der Witz ist gut, weil er mit einem überraschenden Perspektivenwechsel aufwartet: Planeten als Patienten, Menschen als Krankheitserreger. In dieser Pointe, wenn man sie denn ernst nehmen will, zeigt sich aber auch ein negatives Menschenbild – das Problem ist der Mensch. Und wie bei Viren und Bakterien ist es seine unkontrollierte Vermehrung, die gefährlich ist. 

Erdkrieger und Tiefenökologen

Tatsächlich gibt es ökologische Strömungen, zum Beispiel militante «Erdkrieger» von Earth First oder Anhänger der «Tiefenökologie», die in der Erde einen beseelten Organismus sehen («Gaia») und in den Menschen Parasiten, deren Zahl es zu vermindern gilt. Arne Naess, der Begründer der Tiefenökologie, sprach sich für eine Reduzierung der Menschheit auf ein «vertretbares Mindestmass» aus und erklärte, jeder Einwanderer aus einem armen in ein reiches Land schaffe – aufgrund des dort höheren Lebensstandards – «ökologischen Stress». 

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Arne Naess. Bild: klikk.no

Das Wachstum der Weltbevölkerung zu senken und die Nettozuwanderung in die reiche Schweiz zu begrenzen, das sind die Anliegen der 2012 eingereichten Ecopop-Initiative «Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen». Die Initiative wird von der Grünen Partei offiziell klar abgelehnt, doch in der Basis der Partei gibt es durchaus Zustimmung für das Volksbegehren und mittlerweile hat sich auch ein Komitee «Grüne für Ecopop» formiert.  

«Es ist bekannt, dass diese gefährliche Bevölkerungsexplosion in unserem Land zu einem wesentlichen Teil auf die Einwanderung zurückzuführen ist.»

Valentin Oehen, ehemaliger NA-Präsident

Kritiker werfen der Ecopop-Initiative vor, sie sei ausländerfeindlich oder gar rassistisch. Doch die Umweltorganisation Ecopop, die hinter der Initiative steht, lehnt die Zusammenarbeit mit Rechtsparteien ab und will keinesfalls in die rechte Ecke gestellt werden. Ecopop (aus französisch «Ecologie et Population», bis 1987 «Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Bevölkerungsfragen» SAfB) wurde 1971 als Reaktion auf die ersten Berichte des Club of Rome gegründet, wie es auf der Website des Vereins heisst

Umweltschutz gegen Ausländer

Allerdings könnte die Gründung auch im Zusammenhang mit der Überfremdungsinitiative von James Schwarzenbach stehen, die im Juni 1970 relativ knapp abgelehnt wurde. Überdies sass in den Anfangsjahren mit Valentin Oehen der Präsident der «Nationalen Aktion für Volk und Heimat» (NA) – seit 1990 Schweizer Demokraten – im Ecopop-Vorstand. Oehen setzte Umweltargumente gegen Ausländer ein: «Es ist bekannt, dass diese gefährliche Bevölkerungsexplosion in unserem Land zu einem wesentlichen Teil auf die Einwanderung zurückzuführen ist», sagte er

Alt Nationalrat Valentin Oehen faehrt am 15. April 1986 einen Traktor auf seinem Bauerngut in Sessa. Oehen und die Schweizer Demokraten (SD) haben sich nach 20 Jahren wieder versoehnt. Oehen tritt wieder in die SD ein und will an ihrer Seite gegen die Aufhebung der Lex Koller kaempfen, wie Oehen am Samstag, 7. Januar 2006 bestaetigte. Oehen, der in den 70-er Jahren Praesident der damals noch Nationale Aktion (NA) genannten Rechtspartei war, hatte 1986 die Partei im Streit verlassen und auf seinem Bio-Bauernhof gearbeitet. (KEYSTONE)

Alt Nationalrat Oehen 1986 auf seinem Bauerngut in Sessa.  Bild: KEYSTONE

Ökologisches Gedankengut ist nun mal nicht per se links. In der Ahnengalerie der grünen Bewegung befinden sich auch konservative Denker, esoterische Romantiker und antisemitische Hetzer. 

Malthus und seine Nachfolger

Der erste, der wirkungsmächtig die These von den Gefahren der Überbevölkerung formuliert hat, war der britische Ökonom Thomas Robert Malthus. 1798 veröffentlichte er seinen wegweisenden «Essay on the Principle of Population» («Das Bevölkerungsgesetz»), in dem er die These aufstellte, dass die nur linear zunehmende Produktion von Nahrungsmitteln nicht mit dem exponentiellen Bevölkerungswachstum Schritt halten könne. Verelendung und schliesslich Dezimierung durch Seuchen und Hungersnöte seien die unvermeidbare Folge. 

Neomalthusianische Vorstellungen prägten die ökologische Bewegung stark, besonders nach dem Abklingen der Wachstumseuphorie zu Beginn der Siebzigerjahre. Schon 1968 warf Paul R. Ehrlich, ein amerikanischer Biologe, seinen alarmistischen Bestseller «The Population Bomb» («Die Bevölkerungsbombe») auf den Markt. Ehrlich prophezeite, bald würden hunderte von Millionen Menschen verhungern. Schuld daran war für Ehrlich vor allem das Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern, das er mit repressiver Geburtenkontrolle einschränken wollte. 

«(...) gegen Überbevölkerung hat die Menschheit nichts Vernünftiges unternommen. Man könnte daher eine gewisse Sympathie für Aids bekommen.»

Konrad Lorenz, Zoologe

Alt-Nazis als Umweltschützer

1972 veröffentlichte der Club of Rome seinen legendären Bericht «Die Grenzen des Wachstums», in dem vorausgesagt wurde, die wachsende Menschheit werde die Ressourcen zum guten Teil bis zur Jahrtausendwende aufgebraucht haben. Im Jahr darauf erschien «Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit» des österreichischen Zoologen und Nobelpreisträgers Konrad Lorenz, der noch 1988 sagte: «(...) gegen Überbevölkerung hat die Menschheit nichts Vernünftiges unternommen. Man könnte daher eine gewisse Sympathie für Aids bekommen.» 

«Naturschutz ist gleichbedeutend mit Rassenschutz.»

Hermann Löns, völkischer Schriftsteller

Verhaltensforscher Professor Konrad Lorenz, aufgenommen in Lindau am Bodensee am 23.06.1975. (KEYSTONE/AP/Str)

Lorenz um 1975. Bild: AP NY

Lorenz, der 1938 kurz nach dem Anschluss seiner Heimat an Nazi-Deutschland der NSDAP beigetreten war, dominierte zusammen mit anderen ehemaligen Nazis den Umweltschutz der Nachkriegszeit, wie der linke Journalist Peter Bierl schreibt. Dazu gehörte zum Beispiel der Landschaftsarchitekt Alwin Seifert, der Steppenlandschaften als «undeutsch» empfand und deshalb die im Osten eroberten Gebiete mit Feldhecken «eindeutschen» wollte. Er war nach dem Krieg Ehrenvorsitzender des Bundes Naturschutz in Bayern. 

«Judentum und deutsche Natur sind unvereinbare Begriffe.» 

Zeitschrift des Vereins Naturschutzpark, 1939

Auch der rechtsextreme Ökobauer und Alt-Nazi Baldur Springmann – 1980 Gründungsmitglied der deutschen Grünen – zählte zu diesem Kreis. Wie andere völkisch denkende Umweltschützer hegte auch Springmann esoterische Vorstellungen. Seinen Hof bewirtschaftete er nach den Grundsätzen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, die auf den Anthroposophen Rudolf Steiner zurückgeht. 

Lebensreformer und Artamanen

Steiner beeinflusste die Lebensreformbewegung im wilhelminischen Deutschland stark. Die Lebensreformer propagierten gesunde Ernährung, Vegetarismus, Tierschutz und Freikörperkultur und bekämpften Alkohol und Nikotin. Bei einigen gehörte auch «Rassenhygiene» zu den Forderungen. 

This 1944 photo provided by the U.S. Holocaust Memorial Museum (USHMM) shows SS officers socializing on the grounds of the SS retreat, Solahutte outside of Auschwitz, Poland. From left, Dr. Josef Mengele, Rudolf Hoess, (former Commandant of Auschwitz), Josef Kramer (Commandant of Birkenau), and unidentified. The photo is one of approximately 116 rare photographs of senior SS officers and Nazi officials at the Auschwitz concentration camp unveiled Wednesday, Sept. 19, 2007, by the museum. (AP Photo/USHMM) ** ONE TIME USE ONLY. NO SALES. NO ARCHIVES **

Auschwitz-Kommandant Höss. Bild: AP USHMM

Rassismus, Antisemitismus sowie Blut-und-Boden-Ideologie waren unverzichtbare Bestandteile im Weltbild der Artamanen. Der in den Zwanzigerjahren gegründete agroromantische Verein propagierte «die Erneuerung aus den Urkräften des Volkstums, aus Blut, Boden, Sonne und Wahrheit». Einige später prominente Nazis gehörten zu den Artamanen, so der «SS-Reichsführer» Heinrich Himmler, der Auschwitz-Kommandant Rudolf Höss oder der «Reichsbauernführer» Richard Walther Darré

Die rassisch reinen Wehrdörfer der Artamanen inspirieren heute noch Rechtsradikale: Neo-Artamanen versuchen seit rund 20 Jahren, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, ähnliche Siedlungsprojekte aufzuziehen. Diese Ökofaschisten geben sich äusserlich harmlos, sie kämpfen gegen Gentechnik und verkaufen ökologische Baustoffe. Aber auch sie verschmelzen Rassismus, Blut-und-Boden-Ideologie und Neuheidentum zu einem braunen Cocktail. 

Die Ecopop-Mitglieder sind mit Sicherheit weit von solchen Vorstellungen entfernt. Möglicherweise ist aber nicht allen bewusst, wie bedeutend die braune Geschichte des Umweltschutzes ist. Dies dürfte auch für manche der Schweizer Politiker gelten, die im Wahljahr 2011 noch für eine Zuwanderungsbegrenzung waren, wie der «Tages-Anzeiger» kürzlich schrieb

Sinneswandel bei der Zuwanderungsbeschränkung

ecopop tabelle politiker 2011 quelle: tages-anzeiger

Diese Parlamentarier sagten 2011 «Ja» oder «eher Ja» auf folgende Frage: «Eine Volksinitiative möchte die Zuwanderung regulieren und das migrationsbedingte Bevölkerungswachstum auf 0,2% pro Jahr beschränken. Unterstützen Sie diese Initiative?» Quelle: Smartvote via «Tages-Anzeiger», 6.6.2014 (Anm. d. watson-Redaktion: Auf der smartvote-Liste hat sich ein Fehler eingeschlichen: Hansjörg Walter ist nicht SP-Nationalrat, sondern SVP.)

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    Alle Leser-Kommentare
  • tinitus 08.11.2014 02:23
    Highlight Highlight Es ist dem Nationalrat Balthasar Glättli (GPS) und Pierre-Alain Niklaus zu verdanken, dass die teilweise dunkel-braune Vergangenheit der grünen Bewegung überhaupt aufs Tapet kommt. Ihr Buch «Die unheimlichen Ökologen» ist äusserst lesenswert!
    Nur schon alleine die Tatsache, dass die Ecopop-Initiative nur mit tatkräftiger Unterstützung der AUNS, der Schweizerzeit von Ulrich Schlüer und der Schweizer Demokraten zustande kam, bringt einen zum Erschaudern.
    7 0 Melden
  • Chamudi 11.06.2014 09:55
    Highlight Highlight Die Ecopop Initiative muss angenommen werden. Aber anstatt Entwicklungshilfe nach Afrika zu zahlen sollte die Schweiz das Geld für Landkäufe verwenden. So könnte man ganze Länder aufkaufen und dann kleine Schweizen mit Schweizer Regeln bilden. Also gute Ausbildung, 2 Kinder Regeln etc.
    9 51 Melden
    • MediaEye 11.06.2014 12:33
      Highlight Highlight Landclaiming? Wir sind doch keine Chinesen und Europäer
      21 3 Melden
  • Lumpirr01 11.06.2014 09:31
    Highlight Highlight Obige Befragung der Nationalräte stammt aus dem Jahr 2011 und die Liste enthält Mitglieder, die zurückgetreten sind (z. bsp. Lieni Füglistaller)!!
    Wieviel Grünfläche für Wohnbauten wurden seither in den letzten 3 Jahren verbraucht und wieviel verstopfte Kreisel sind seither dazugekommen? Muss denn die Schweiz wirklich auf den totalen Kollaps zusteuern? Was sind das für Leute, die an sowas ihre Freude haben? Sind denn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im übrigen Europa so schlecht, dass dort keine vernünftigen wirtschaftliche Tätigkeiten ausgeübt werden können?
    14 6 Melden
  • Roboter 10.06.2014 17:40
    Highlight Highlight Guter Artikel der endlich mal ein kleines Schlaglicht auf die wirkliche Gesinnung vieler "grüner" Ideen wirft. Wer
    Ideen wie die von Ecopop nach genauerem überlegen noch unterstützt muss sich schon fragen ob er vielleicht auch selber ein braunes Hemd anziehen sollte.

    Dass die ganzen Rechts-Trolle nun schon aus den anderen News Portalen zu Watson gekommen sind, war ja abzusehen, schade. Total Normcore.
    28 12 Melden
    • MediaEye 11.06.2014 12:34
      Highlight Highlight auch ein Roboter sollte besser lesen können, oder ist das schon selektive Wahrnehmung??
      6 8 Melden
  • dorobo 10.06.2014 13:08
    Highlight Highlight die untenstehenden beiträge, wie auch der artikel, sind besorgnis erregend. verteilungsprobleme werden nicht dadurch gelöst in dem willkürlich irgendwelche personen ausgeschlossen werden. umweltverschmutzung und immigration sind globale probleme, die keine grenzen kennen. vorgehen wie die masseneinwanderung- und ecopopinitiative sind keine lösungen. sie widerspiegeln viel mehr ein, an sich feiges, faules und egoistisches, einigeln, welches, in einer immer mehr vernetzten welt, mittel- bis langfristig überhaupt keine wirkungen aufweisen wird.
    23 10 Melden
  • Hans der Dampfer 10.06.2014 10:17
    Highlight Highlight Ich weiss nicht inwiefern grüne Politiker mit Nazis verglichen werden können aber für mich spricht die Initiative das richtige Thema an. Irgendwie schizophren ist das auf der einen Seite das höchste Gericht der CH Wörter wie "Sau-Jugo" erlaubt und den Hitlergruss als problemlos einstuft, andererseits aber tatsächliche Lösungsansätze in die "braune" Ecke gestellt werden. Das ist, wie sich frührer schon gezeigt hat, eine schlechte Taktik.
    8 18 Melden
    • skap 10.06.2014 13:31
      Highlight Highlight ich unterstütze weder den hitlergross, rassistische äusserungen noch die ecopop-initiative. das bundesgericht mag für dich schizophren sein, aber die meisten gegner waren in den anderen themen auch gegner des bundesgerichtsentscheids.
      12 3 Melden
  • MediaEye 10.06.2014 09:49
    Highlight Highlight ein gut geschriebener Artikel mit all den richtigen Gründen und Argumenten für ein JA zur ECOPOP-INITIATIVE.
    Und ja, es mag stimmen, das die Gründung und die Geschichte von Personen mit eher fragwürdigem Hintergrund stammt; aber dies ist nun mal schon lange her und deshalb eben Geschichte.
    Abber trotzdem wird immer noch versucht, die Bewegung in diese Ecke zu rücken, weil die Argumente zwar alle stimmen und richtig sind, dies aber im politischen Mainstream angeblich nicht opportun ist oder zu sein scheint.
    Dies ist aber der erste Artikel, welcher halbwegs fair mit den Initianten und ihren Bewegründen umgeht.

    Deshalb ein deutliches JA zur ECOPOP-INITIATIVE
    10 28 Melden
  • Lumpirr01 10.06.2014 09:31
    Highlight Highlight Einen Zusammenhang zwischen aktuellen ökologischen Anliegen und braunem Gedankengut à la 1933 bis 1945 kann ich mit bestem Willen nicht erkennen und zu dieser Erkenntnis kommen wahrscheinlich so ziemlich alle Leser, auch wenn sie diesen Artikel mehrmals durchlesen!
    8 17 Melden
  • Tux 10.06.2014 09:09
    Highlight Highlight Übrigens:
    Hansjörg Walter ist kein SP-Politiker, sondern ein SVP-Politiker....
    6 3 Melden
    • MediaEye 10.06.2014 11:25
      Highlight Highlight genau so wie Heinz Brand GR
      3 2 Melden
    • skap 10.06.2014 13:21
      Highlight Highlight eine tabelle muss man schon noch lesen können..... ;)
      10 1 Melden
    • MediaEye 10.06.2014 17:18
      Highlight Highlight @skap; wenn sie denn übersichtlich dargestellt wäre, bin ja auch reingefallen
      4 3 Melden
  • Tux 10.06.2014 09:08
    Highlight Highlight Solange wir in 2-Dimensionalen politischen Systemen denken, bei welchen die Kirche (CVP/EVP) mittig liegt und alles andere links oder rechts davon eingereiht wird, werden wir dieses fisako haben und in diesem Wischi-Waschi-Zeugs leben...
    Ein gutes politisches System sollte 3-Dimensional ausgelegt sein. Da drin gibt es keine "Mitte" mehr - sondern es beginnt zu agieren und interagieren.
    Wir können Menschenfreundlich sein und "Fremde" willkommen heissen (links) aber trotzdem dagegen sein, dass jeder gleich hier wohnt (rechts).
    Wir können pro Armee sein (rechts) und trotzdem Frieden wollen (links).
    Wir können aktives Mitglied bei Greeepeace sein und bei den Grünen mitwirken und trotzdem auch das Ausländerproblem wahrnehmen.
    Wir Menschen denken nicht mehr nur 2-Gleisig, sondern beginnen vermehrt vernetzt zu denken und zu handeln. Unsere komplexe Gesellschaft verlangt nach komplexeren Politstrukturen in welchen unsere heutige Komplexität abgebildet werden kann.....
    Die Zeit wäre Reif.
    11 8 Melden
    • MediaEye 10.06.2014 17:00
      Highlight Highlight das dies auch die Grünen, die Roten und die Bürgerlichen begreifen würden
      3 4 Melden
  • Schneider Alex 10.06.2014 06:39
    Highlight Highlight Diejenien ParlamentarierInnen, welche den "Sinneswandel" vollzogen haben, werde ich sicher bei der nächsten Wahl nicht mehr wählen. Ich lass mich doch nicht verarschen!
    7 2 Melden
    • Hans der Dampfer 10.06.2014 10:41
      Highlight Highlight Das haben schon viele gesagt aber die wenigsten tun es. Einerseits "vergisst" der semi-plitische Mensch schnell. Andererseits ist es aber auch fast unmöglich denn sind die Volksvertreter erst einmal gewählt, ändern 60% nach der Wahl ihre Meinung weil sie im Bundeshaus auf lobbyisten treffen die sie um den Finger wikeln. So wird aus dem Hoffnungsträger schnell mal eine Maionette.
      7 1 Melden
  • Schneider Alex 10.06.2014 06:34
    Highlight Highlight Oh jeh! Schon wieder wird die Nazi-Keule ausgepackt. Lasst doch einfach mal den gesunden Menschenverstand wirken.
    ECOPOP-Initiative: Zuwanderungsregelungen sind ein normales politisches Instrument der Länder!

    Weltweit regeln die Länder die Zuwanderung mengenmässig und nach beruflichen Anforderungen. Die Schweiz macht hier keine Ausnahme: Sie beschränkt die Zuwanderung aus Drittstaaten (Länder ausserhalb der EU). Da die gegenwärtig hohen Zuwanderungsströme die Schweiz hoffnungslos überfordern (Infrastrukturengpässe, steigende Boden- und Mietpreise, Integrationsprobleme, Wachstumstempo allgemein) ist es angebracht, die Personenfreizügigkeit auch mit der EU neu zu verhandeln. Die ECOPOP-Initiative ist ein taugliches Instrument gegen die ungebremste Zuwanderung und hat mit Fremdenfeindlichkeit nichts zu tun.
    10% für die freiwillige Familienplanung sind ein kleiner Anstoss für einen sinnvollen Einsatz der Entwicklungshilfegelder.
    12 21 Melden
    • MediaEye 10.06.2014 09:38
      Highlight Highlight RICHTIG! Und genau dieses 3-Kreise-Modell ist ausserdem Menschenrechtswidrig und verstösst gegen UN-Konventionen.
      15 2 Melden
  • Jol Bear 09.06.2014 20:25
    Highlight Highlight Grüne Politik ist nicht mit "ökologischem" Denken gleichzusetzen. Die Grüne Partei der Schweiz war vor allem ein Sammelbecken ehemaliger Linken links der SP: Poch, RML und andere, meistens Kommunisten. Jene "Grünen", die sich dazu gesellten, sind zumeist solche, die einen zentralen, mächtigen Staat wollen, welcher den Menschen per Gesetzen ökologisches Verhalten diktiert. Aus der wissenschaftlichen Ökologie ist z.B. bekannt, dass viele kleinere, sich selbst regulierende Ökosysteme mit begrenztem Austausch zu anderen Ökosystemen für das Ganze viel stabiler sind, als einzelne Grosssysteme. Daraus könnte abgeleitet werden, dass einheitliche grosse Staatsgebilde (z.B EU) im Krisenfall weniger stabil und stärker anfällig sind, als mehrere kleine, dezentral organisierte Länder. Wo viel Macht konzentriert ist, lauert die grösste Gefahr für Unheil; das gilt in der Natur und in der Politik. Dass die Grünen Politiker nicht EU-kritischer sind, sich nicht konsequent für föderalistische und autonome Strukturen einsetzen, nicht für möglichst viel Freiheit des Individuums sind, ist erstaunlich. Der abgenutzte Spruch " aussen grün, innen rot" hat offenbar seine Berechtigung. Wer davon abweicht, wird nach Rechtsaussen verbannt.
    18 6 Melden
    • MediaEye 10.06.2014 17:04
      Highlight Highlight Es gibt die "Gurken"-Grünen (aussen und innen grün) die "Melonen"-grünen (aussen grün und innen rot) und die "Lind"-Grünen (nur angehaucht, aber blau).
      Aber es stimmt, was die Grünen wollen ist eine staatliche "Öko-Diktatur"
      8 4 Melden
  • André Dünner 09.06.2014 20:09
    Highlight Highlight Wer wie die Schweiz von der Welt lebt, ist gezwungenermassen verpflichtet mit der Welt zu leben.

    Anstehende Aufgaben, auch weltweite, können nur gemeinsam gelöst werden. Heisst aber auch nicht einer Welt-Regierung.

    Und daher werde ich wohl nur schwer von meinem Nein zur Initiative abzubringen sein. Umwelt schützen tun nicht nur einige wenige mit stimulierenden Argumenten und Kosten abwälzend auf andere, sondern ist Aufgabe von allen zusammen.
    16 12 Melden
    • Freddie248 10.06.2014 08:00
      Highlight Highlight Warum wird immer der Handel infrage gestellt?
      Es geht um die Migration!
      Und ja, die Schweiz ist abhängig, aber nicht von der Migration, sondern vom Handel.
      3 8 Melden
  • Lumpirr01 09.06.2014 18:58
    Highlight Highlight Endlich haben doch auch grün denkende Leute begriffen, dass immer mehr Leute und die expandierende Wirtschaft in der Schweiz Grünflächen verbrauchen für Wohnraum, Fabriken, Verkehrsflächen usw.
    Die ganze Wirtschaft und die Produktion von Lebensmittel konnte bisher nur dank dem Erdöl ausgiebig befriedigt werden. Irgendwann in Zukunft werden aber die fossilen Brennstoffe versiegen. Gut, vielleicht wird die entstehende Lücke dann irgendwie gestopft, wenn die Regeln der Physik überlistet werden können..................
    15 8 Melden

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