Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Jack the Ripper 1888

Ist das Rätsel um die Prostituierten-Morde in Londons East End gelöst? Bild: wikipedia/jack1956

Berühmtester Kriminalfall abgeschlossen?

Neue Beweise entlarven den echten «Jack The Ripper» – wieder einmal

126 Jahre nach dem Ende der Mordserie in East London will ein Hobby-Detektiv mit modernster DNA-Analyse einen Barbier überführt haben – dieser reiht sich in eine Liste von über 70 Tatverdächtigen.



abspielen

In diesem Video erklärt Russel Edwards, wie er zu seinem Verdacht kommt.

Ein mit Blut getränkter Schal mit Spuren von Sperma – es wäre höchstwahrscheinlich nicht das erste Mal, dass so ein Corpus Delicti einem Tatverdächtigen zum Verhängnis wird. Russel Edwards fand genau einen solchen Schal und ersteigerte diesen 2007 bei einer Aktion. Dabei soll einiges an Geld geflossen sein, schreibt The Daily Mail.

Umfrage

War Aaron Kosminski «Jack The Ripper»?

  • Abstimmen

21

  • Ja, die Beweise sprechen eindeutig dafür.38%
  • Nein, er ist nur ein weiterer zu Unrecht beschuldigter Irrer aus dem 19. Jahrhundert.52%

Angeblich wurde der 187 Zentimeter lange und 65 Zentimeter breite Schal beim Tatort des Mordes an Catherine Eddowes gefunden. Ein Polizist soll ihn mit nach Hause genommen haben, seitdem war er im Besitz von dessen Familie und wurde bis heute – 126 Jahre danach – nie gewaschen.

Nach dem Erwerb des Textils beauftragte Edwards den finnischen Molekularbiologen Jari Louhelainen mit der Untersuchung der Körperflüssigkeiten. Resultat: Das Blut stammt eindeutig von Catherine Eddowes und das Sperma konnte dem polnischen Barbier Aaron Kosminski zugewiesen werden.

Mordserie brach ab, als Kosminski in die Irrenanstalt kam

Der polnische Barbier war bereits während der Ermittlungen in den Verdacht der Behörden geraten. Der leitende Beamte Robert Anderson soll ihn in seinen Memoiren stark belastet haben. Für Anderson war eine «jüdische Verschwörung» verantwortlich dafür, dass Kosminski nie angeklagt wurde.

Ein weiterer Faktor, der für den Coiffeur als Täter spricht, ist der Umstand, dass die Mordserie abbricht, als er in eine Irrenanstalt eingewiesen wurde. Dort verstarb Kosminski kurz darauf. 

Neue Beweise – neue Zweifel

Über die Prostituierten-Morde im Londoner East End wurden unzählige Bücher und Filme veröffentlicht und Theorien über die Täterschaft aufgestellt. Kurz nach Veröffentlichung des Buches von Edwards meldeten sich schon die ersten Zweifler: Es sei nicht bewiesen, dass der Schal tatsächlich vom Tatort stamme. Russel Edwards ist sich allerdings sicher: «Ich habe das Geheimnis gelöst.»

Ist das nun das Ende? Wahrscheinlich nicht. In den 126 Jahren sind über 70 verschiedene Tatverdächtige durchleuchtet und hunderte Internetforen mit neuen Theorien gefüllt worden. Hier sind neun weitere Verdächtige, die durch die neuen Beweise gegen Kosminski in den Hintergrund rücken.

Aaron Kosminski

Hauptverdächtiger zurzeit: der polnische Auswanderer und Barbier Aaron Kosminski.

Robert Mann

Vor der DNA-Analyse des blutgetränkten Schals führte Robert Mann die Spitze der Verdächtigen an. Er geriet aufgrund modernster Profiling-Methoden in Verdacht.

James Maybrick

James Maybrick Jack the Ripper Suspect

James Maybrick. Bild: wikipedia/Countvonalex

James Maybrick wurde 1993 durch ein veröffentlichtes Tagebuch Hauptverdächtiger im «Ripper»-Fall. Darin soll er die Taten beschrieben und zugegeben haben. Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, dass das Tagebuch gefälscht ist.

Montague John Druitt

Druitt Jack the Ripper Suspect

Montague John Druitt. Bild: wikipedia/shizhao

Druitt war ein Arzt, der von seiner Familie beschuldigt wurde, der gesuchte Serienmörder zu sein. Als Hauptgrund gaben sie seine gestörte Sexualität an. Die Ironie: Druitts Homosexualität entlastete ihn letztendlich.

Michael Ostrog

Dieser Herr war zu Zeiten der «Ripper»-Morde ein bekannter Gauner im East-End. Allerdings vertrieb er sich seine Zeit eher mit Trickbetrügereien und Diebstählen als mit dem Aufschlitzen von Prostituierten.

Francis J. Tumblety

Tumpletey Jack the Ripper Suspect

Francis J. Tumblety. Bild: wikipedia/-jha-

Tumblety galt kurz nach den Morden als Hauptverdächtiger. Unter anderem wegen seines Hasses auf Prostituierte, weil seine Frau eine war.

Frederick Bailey Deeming

Deeming Jack the Ripper Suspect

Frederick Bailey Deeming. Bild: wikipedia/Ras67

Dem Seemann aus Liverpool wurden die Morde an seinen beiden Frauen und seinen vier Kindern nachgewiesen. Zuerst glaubte man, er habe ein Alibi für die «Ripper»-Morde, später platzte dieses aber.

Josef Barnett

Barnett Jack the Ripper Suspect

Josef Barnett. Bild: wikipedia/shizhao

Barnett war ein kräftiger Fischträger, der auf die Beschreibung des Täters passte. Seine Freundin war Mary Kelly – das letzte Opfer.

William Gull

Gull Jack the Ripper Suspect

William Gull. Bild: wikipedia/magnusmanske

William Gull war der Arzt, der die königliche Familie behandelte. Er geriet dadurch in Verdacht, dass er erzählte, er wache von Zeit zu Zeit mit unerklärlichen Blutflecken am Hemd auf.

Karl Ludwig

Auch Karl Ludwig war Barbier und kannte sich daher mit Messern aus. Erschwerend kommt hinzu, dass Zeugen berichteten, ihn nach einer Mordnacht mit Blut an den Händen gesehen zu haben.

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

Artikel lesen
Link zum Artikel