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Zwei Wikingerstätten in Deutschland sind neu UNESCO-Erbe

epa04470262 A newly built wooden ship is on display on the grounds of the Viking Center Haithabu near Schleswig, Germany, 30 October 2014. Almost 1,000 years after the last relay race at Haithabu, a n ...
Ein nachgebautes Wikingerschiff beim Museum in HaithabuBild: EPA/DPA

«Einzigartiges Zeugnis»: UNESCO nimmt deutsche Wikingerstätte in Weltkulturerbeliste auf

01.07.2018, 11:0301.07.2018, 11:26

Deutschland hat eine neue UNESCO-Welterbestätte: Die UN-Kulturorganisation nahm am Samstag den Archäologischen Grenzkomplex Haithabu und Danewerk in Schleswig-Holstein in ihre Liste des Weltkulturerbes auf.

Die Stätte sei «ein einzigartiges Zeugnis der Wikingerzeit und ihrer kulturellen Traditionen», begründete das im bahrainischen Manama tagende Welterbekomitee am Samstag die Entscheidung. Der Archäologische Grenzkomplex ist die 43. UNESCO-Welterbestätte in Deutschland.

Haithabu ist ein historischer Wikinger-Handelsplatz an der Schlei bei Schleswig, das rund 30 Kilometer lange Danewerk eine mit der Siedlung verbundene Befestigungsanlage aus dem Mittelalter. Sie bildeten etwa zwischen dem achten und elften Jahrhundert die Südgrenze des Königreichs Dänemark und sind heute das grösste archäologische Denkmal aus der Zeit der Wikinger.

Das Welterbekomitee setzte am Samstag auch eine Reihe vorislamischer archäologischer Stätten im Iran auf die Welterbeliste. Die acht Stätten waren gemeinsam als «Sassanidische archäologische Landschaft der Region Fars» nominiert worden. Fars im Süden des Iran ist die Wiege der im 3. Jahrhundert entstandenen sassanidischen Dynastie, deren Reich sich vom westlichen Afghanistan bis nach Ägypten erstreckte.

Insgesamt 1076 Stätten auf der Liste

Zudem akzeptierte das Welterbekomitee am Samstag die Aufnahme von Stätten in Indien, Japan und Südkorea: die viktorianisch-gotischen und Art-Deco-Gebäude in der indischen Metropole Mumbai, zwölf christlich geprägte Orte in Japan und sieben buddhistische Bergtempel in Südkorea.

Auf der jährlichen Tagung befasst sich das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation noch bis Mittwoch im Golfemirat Bahrain mit neuen Nominierungen für die Liste.

Das UNESCO-Welterbekomitee entscheidet jährlich über die Aufnahme neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste. In diesem Jahr gab es insgesamt 31 Nominierungen. Auf der Welterbeliste stehen derzeit 1076 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern. (sda/afp)

Wikinger-Kurs: Kochen, schmieden, kämpfen

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Wikinger-Kurs: Kochen, schmieden, kämpfen
Der bärtige Herr heisst Jeppe Garly und will seinen Studenten beibringen, wie die Wikinger kochten, schmiedeten und kämpften. (Bild: Seljord Folkehøgsku)
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2 Kommentare
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Zweiter Weltkrieg – erinnern, aber wie?
1995 gedachte die Schweiz des Kriegsendes von 1945, auch mit einem offiziellen Schuldeingeständnis des Bundesrats für die damalige Flüchtlingspolitik. Dass die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg in den folgenden Jahren zu einem Brennpunkt der Schweizer Aussenpolitik würde, ahnte damals niemand.
Geplant war die Geste ja in dieser Form ja nicht. Im Herbst 1994 hatte der Bundesrat eine Parlamentarische Anfrage, wie die Landesregierung den 50. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs zu würdigen gedenke, noch abgewunken. 1989 habe man mit den «Diamantfeiern» anlässlich von 50 Jahren Mobilmachung bereits die Aktivdienstgeneration für ihre Leistungen verdankt.
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