Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04470262 A newly built wooden ship is on display on the grounds of the Viking Center Haithabu near Schleswig, Germany, 30 October 2014. Almost 1,000 years after the last relay race at Haithabu, a new Viking ship will sail this weekend. The wooden ship meets the criteria of Viking ships used along the coast around 1,000 years ago.  EPA/ANDRE KLOHN

Ein nachgebautes Wikingerschiff beim Museum in Haithabu Bild: EPA/DPA

«Einzigartiges Zeugnis»: UNESCO nimmt deutsche Wikingerstätte in Weltkulturerbeliste auf



Deutschland hat eine neue UNESCO-Welterbestätte: Die UN-Kulturorganisation nahm am Samstag den Archäologischen Grenzkomplex Haithabu und Danewerk in Schleswig-Holstein in ihre Liste des Weltkulturerbes auf.

Die Stätte sei «ein einzigartiges Zeugnis der Wikingerzeit und ihrer kulturellen Traditionen», begründete das im bahrainischen Manama tagende Welterbekomitee am Samstag die Entscheidung. Der Archäologische Grenzkomplex ist die 43. UNESCO-Welterbestätte in Deutschland.

Haithabu ist ein historischer Wikinger-Handelsplatz an der Schlei bei Schleswig, das rund 30 Kilometer lange Danewerk eine mit der Siedlung verbundene Befestigungsanlage aus dem Mittelalter. Sie bildeten etwa zwischen dem achten und elften Jahrhundert die Südgrenze des Königreichs Dänemark und sind heute das grösste archäologische Denkmal aus der Zeit der Wikinger.

Das Welterbekomitee setzte am Samstag auch eine Reihe vorislamischer archäologischer Stätten im Iran auf die Welterbeliste. Die acht Stätten waren gemeinsam als «Sassanidische archäologische Landschaft der Region Fars» nominiert worden. Fars im Süden des Iran ist die Wiege der im 3. Jahrhundert entstandenen sassanidischen Dynastie, deren Reich sich vom westlichen Afghanistan bis nach Ägypten erstreckte.

Insgesamt 1076 Stätten auf der Liste

Zudem akzeptierte das Welterbekomitee am Samstag die Aufnahme von Stätten in Indien, Japan und Südkorea: die viktorianisch-gotischen und Art-Deco-Gebäude in der indischen Metropole Mumbai, zwölf christlich geprägte Orte in Japan und sieben buddhistische Bergtempel in Südkorea.

Auf der jährlichen Tagung befasst sich das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation noch bis Mittwoch im Golfemirat Bahrain mit neuen Nominierungen für die Liste.

Das UNESCO-Welterbekomitee entscheidet jährlich über die Aufnahme neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste. In diesem Jahr gab es insgesamt 31 Nominierungen. Auf der Welterbeliste stehen derzeit 1076 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern. (sda/afp)

Wikinger-Kurs: Kochen, schmieden, kämpfen

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

Artikel lesen
Link zum Artikel