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Diese Karten zeigen, wo man Bäume gegen den Klimawandel pflanzen könnte

Laubwald im Herbst, Herbstwald
Laubbäume sind für die Aufforstung besser geeignet als Nadelbäume. Sie geben mehr Feuchtigkeit ab und strahlen das Sonnenlicht besser zurück.Bild: Shutterstock

Hier könnte man Bäume gegen den Klimawandel pflanzen – in der Schweiz und weltweit

06.07.2019, 14:48
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0,9 Milliarden Hektar der Landfläche der Erde würden sich zur Aufforstung eignen; dort gepflanzte Bäume könnten zwei Drittel der von Menschen verursachten CO2-Emissionen binden. Diese Ergebnisse einer ETH-Studie hat watson heute ausführlich vorgestellt.

Derzeit ist die Erde von 2,8 Milliarden Hektar Wald bedeckt. Die ETH-Forscher berechneten, dass es unter den aktuellen klimatischen Bedingungen maximal 4,4 Milliarden Hektar sein könnten – also 1,6 Milliarden Hektar mehr. Davon sind die eingangs erwähnten 0,9 Milliarden Hektar nicht von Menschen genutzt. Das entspricht ungefähr der Fläche der gesamten USA.

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Die Studie zeigt ferner, wo eine Aufforstung weltweit am besten möglich wäre. Der Löwenanteil der dafür geeigneten Flächen entfällt auf diese sechs Staaten:

  • Russland: 151 Millionen Hektar
  • USA: 103 Millionen Hektar
  • Kanada: 78,4 Millionen Hektar
  • Australien: 58 Millionen Hektar
  • Brasilien: 49,7 Millionen Hektar
  • China: 40,2 Millionen Hektar
Gesamte verfügbare Fläche, auf der Bäume wachsen könnten (aktueller Waldbestand und für Wiederaufforstung geeignete Fläche).
Die Karte zeigt die gesamte verfügbare Fläche von 44 Milliarden Hektar, auf der Bäume wachsen könnten (aktueller Waldbestand plus für Wiederaufforstung geeignete Fläche). Die blauen Flächen markieren dicht bewaldete Gebiete, gelbe Flächen sind nur dünn bewaldet. Karte: Crowther Lab / ETH Zürich
Diese Fläche ist für die Wiederaufforstung von Wäldern verfügbar (ohne bestehende Wälder, Landwirtschaftsflächen, Wüsten und Städte).
Diese Karte zeigt die Fläche von 0,9 Milliarden Hektar, die für die Wiederaufforstung von Wäldern verfügbar ist (ohne bestehende Wälder, Landwirtschaftsflächen, Wüsten und Städte).Karte: Crowther Lab / ETH Zürich
Risk assessment of future changes in potential tree cover.
(A) Illustration of expected losses in potential tree cover by 2050, under the “business as usual” climate change scenario (RCP 8.5), from th ...
Diese Karte zeigt die erwarteten Veränderungen der potentiellen Waldbedeckung bis zum Jahr 2050, falls die gegenwärtige Klimapolitik beibehalten wird. Die Säulengrafik rechts zeigt die Verluste und Gewinne entlang von Breitengraden. Karte: Crowther Lab / ETH Zürich

Die Studie erstellt hat das Crowther Lab an der ETH Zürich. Auf seiner Website stellt das Lab ein Karten-Tool zur Verfügung, mit dem die potentielle Aufforstung weltweit für jeden beliebigen Ort visualisiert werden kann.

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Die Wissenschaftler arbeiteten nicht mit Satellitenbildern, sondern mit vorhandenen Daten. Sie speisten Informationen zu Böden und klimatischen Bedingungen für 70'000 Orte auf dem Globus ein und entwickelten Algorithmen, die das Aufforstungs-Potenzial mittels Künstlicher Intelligenz berechnen.

Aufforstungs-Potential in der Schweiz und weltweit

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Aufforstungs-Potential in der Schweiz und weltweit
In der Schweiz befinden sich die für Aufforstung geeigneten Flächen vornehmlich im Mittelland, in den Voralpen und im Jura. Das zeigt sich deutlich in diesen Screenshots der Landesteile. Hier ist die Nordostschweiz zu sehen. (karte: crowther lab / eth zürich)
quelle: crowther lab / eth zürich
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(dhr)

Diese Karte zeigt dir, wo der Wald steht

Video: other_external/DLR
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Protest gegen das Waldsterben
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Protest gegen das Waldsterben
Der Kabarettist und Schriftsteller Franz Hohler am 5. Mai 1984 an der Demonstration gegen das Waldsterben auf dem Bundesplatz in Bern. (KEYSTONE/Str)
quelle: ap/ap / francois mori
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1.35 Millionen Hektare abgeholzt
Video: srf
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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Eul doch
06.07.2019 17:13registriert Oktober 2015
Ich bin dann mal Bäume pflanzen.....
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Borki
06.07.2019 23:55registriert Mai 2018
Wenn man schon nur daran denkt, was für ein riesiges Potential unsere EFH-Dörfer eigentlich hätten... Wieviele haben eine Rasenfläche, die sie nie brauchen, wo locker 2-3 Bäume darauf Platz hätten?
Das würde die Dörfer etwas abkühlen, CO2 binden und bei den richtigen Baumarten die Biodiversität extrem fördern.
Nur im Herbst wäre es etwas lärmig, wenn die Bünzlis ihr Laubbläser hervorholen...
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Der Camembert könnte aussterben
Französische Forschende haben vor einem möglichen Ende des Camemberts mit seiner weissen, flaumigen Kruste gewarnt.

Für den Weichkäse werde derzeit ein einziger Pilzstamm der Art Penicillium camemberti verwendet, heisst es im Magazin «Le Journal» des französischen Forschungszentrums CNRS. Der Stamm werde nicht geschlechtlich vermehrt, sodass kein neues Erbgut hinzukomme. Mit der Zeit habe er so die Fähigkeit verloren, für die Reproduktion notwendige Sporen zu produzieren. In dem Beitrag heisst es, für Produzenten sei es mittlerweile sehr schwierig geworden, den Pilzstamm in ausreichender Menge zu erstehen.

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