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Studie zeigt: Nächtlicher Fluglärm erhöht Risiko eines Herz-Kreislauf-Todes

Studie zeigt: Nächtlicher Fluglärm erhöht Risiko eines Herz-Kreislauf-Todes

Forscher haben Sterblichkeitsdaten mit der nächtlichen Lärmbelastung um den Flughafen Zürich verglichen. Sie gelangen zum Schluss: Fluglärm in der Nacht erhöht das Risiko für einen Herz-Kreislauf-Tod deutlich.
27.11.2020, 14:0527.11.2020, 14:05
ZUM FLUGHAFEN ZUERICH IM DAEMMERLICHT UND BEI NACHT STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- An Airbus A320-214 aircraft from Swiss International Air Lines (SWISS) at Zurich A ...
Flughafen Zürich.Bild: KEYSTONE

Konkret erhöht sich das Risiko bei einer nächtlichen Lärmbelastung zwischen 40 und 50 Dezibel um einen Drittel, wie das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut am Freitag mitteilt. Bei einer Belastung über 55 Dezibel steige das Risiko für einen Herz-Kreislauf-Tod gar um 44 Prozent. Die Ergebnisse der Studie werden in der englischen Fachzeitschrift «European Heart Journal» veröffentlicht.

«Wir haben festgestellt, dass zwischen 2000 und 2015 bei ungefähr 800 von 25'000 Herz-Kreislauf-Todesfällen in der Nähe des Flughafens Zürich Fluglärm die Ursache war», zitiert die Mitteilung Martin Röösli, Leiter der Einheit «Environmental Exposures and Health» am Tropeninstitut und Korrespondenzautor der Studie. Das entspreche drei Prozent aller beobachteten Herz-Kreislauf-Todesfälle.

Forscher grenzten Lärmbelastung von anderen Faktoren ab

Bisherige Studien über Verkehrslärm und Herz-Kreislauf-Sterblichkeit konzentrierten sich laut Mitteilung auf die langfristige Lärmbelastung. Die Studie des Schweizerischen Tropeninstituts könne dagegen erstmals aufzeigen, dass «akuter nächtlicher Fluglärm innerhalb von zwei Stunden ab der Lärmbelastung einen Herz-Kreislauf-Tod auslösen kann.»

Anhand der Studienergebnisse schlussfolgert Röösli, dass das in Zürich-Kloten geltende Flugverbot zwischen 23.30 und 6 Uhr zusätzliche Herz-Kreislauf-Todesfälle verhindert.

Die Lärmbelastung wurde anhand einer Liste aller Flugzeugbewegungen beim Flughafen Zürich zwischen 2000 und 2015 und in Verbindung mit bereits vorhandenen Berechnungen der Fluglärmbelastung modelliert. Dabei berücksichtigt wurde der Flugzeugtyp, Flugroute sowie Tages- und Jahreszeit. Die Lärmbelastung wurde von anderen Faktoren abgegrenzt. (aargauerzeitung.ch)

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