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Suffragetten am 3. März 1913 in Washington.

Amerikanische Feministinnen demonstrieren im März 1913 in Washington. Bild: Library of congress

«Hässlich, grossmäulig, kurzhaarig»: Amerika träumt seit über 100 Jahren von Hillary

Für die einen war es eine Utopie, für die andern ein Albtraum: So schrieben die amerikanischen Medien früher über die Möglichkeit einer Präsidentin. 



Nur noch wenige Tage, dann sind wir Präsidentin. Endlich! Grossartig! Viele Jahre nach Ceylon, Indien, Israel, Grossbritannien, Portugal, Norwegen, der Ukraine, Deutschland und Dutzenden anderer Länder werden dann auch die USA von einer Frau regiert. Leute, die USA! Das mächtigste Land der Welt! Was für eine berauschende Vorstellung! Falls alles gut geht.

Dabei können sich die USA schon lange eine Frau an der Spitze vorstellen. Schon seit über hundert Jahren. Wobei die Sache mit der Vorstellung natürlich öfter eine Horrorvorstellung war. Die dunkle Seite einer zukunftsbejahenden Wissenschafts- und Technikgläubigkeit. Dark Science Fiction quasi. 

Eine besonders abgeklärte Meinung vertrat 1893 die kleine «Roanoke Times» unter dem Titel «When a Woman Is President». Sie berief sich dabei auf eine noch kleinere Publikation der katholischen Kirche.

queen victoria albert and their children. by franz xavier winterhalter 1846

Das grosse Vorbild: Queen Victoria, hier mit Mann und fünf Kindern. Bild: wikipedia

Die beiden waren sich einig: Wenn die Geschichte so erfolgreiche Regentinnen wie Katharina die Grosse, Maria-Theresia und – damals gerade aktuell – Queen Victoria kennt, so dürfte eine amerikanische Präsidentin (und mit ihr weibliche Senatsmitglieder) wirklich keine Gefahr für das Volkswohl darstellen. Die «Revolution» läge einzig darin, dass eine Präsidentin nicht über eine dynastische Erbfolge, sondern über eine Volkswahl an die Macht kommen müsste. 

«Frauen sind genauso wenig die Feinde der Männer wie Männer die Feinde der Frauen sind.»

1893, «The Roanoke Times», Virginia

Auf der gleichen Zeitungsseite fand sich auch der Debattenbeitrag «May Women Smoke», der in der erstaunlichen Erkenntnis gipfelte, dass Rauchen aus zarten Frauen starke Frauen macht:

«Lady Colin Campbell erklärt, dass die Frau mit ihrer feineren Bauweise  Tabak viel nötiger hat als ein Mann.» 

1893, «The Roanoke Times»

Was schliessen wir daraus? Frauen, raucht euch ganz einfach zur Präsidentschaft!

Das grosse Bashing begann, als die amerikanischen Suffragetten aktiv für das Frauenstimmrecht zu kämpfen begannen. «Who wants to be a Presidentess»? fragte 1909 ein Leserbrief in der «New York Times» und teilte gleich mal gegen die damalige First Lady Edith Roosevelt aus:

«Zum Erfreulichsten der letzten acht Jahre zählt, wie wenig Frau Roosevelt das Rampenlicht gesucht hat. Ich denke, sie war damit zufrieden, eine ganz gewöhnliche Gattin zu sein.»

1909, Leserbrief in der «New York Times»

Bild

Die Familie Roosevelt mit First Lady Edith. Bild: AP/PBS

Die Möglichkeit einer Präsidentin wurde zur Zumutung und Gefahr:

«Der gewöhnliche Mann steht vor der Gefahr, dass eine Frau Präsident der Vereinigten Staaten werden könnte.»

1910, «Meade County News».

Auch eine Schülerin, die sich erdreistete, an ihrer Mädchenschule eine feministische Abschlussrede zu halten, schaffte es grossräumig in die Zeitung:

«Weiblicher Präsident ist Gewissheit, verkündet Klassen-Prophetin»

1913, Headline in «The Evening Star»

Zu den prominentesten Suffragetten zählte die Operndiva Lillian Nordica, eine Frau, deren Leben so dramatisch war wie Wagner, die zwischen Amerika, Australien und Bayreuth pendelte, sich zweimal scheiden liess und ihren dritten Mann aus ihrem Testament strich. Ihr Lieblingsthema: eine Frau an der Spitze Amerikas.

«Sollte eine Frau die nötigen Qualifikationen für eine Präsidentschaft besitzen, wieso sollte sie dann nicht auch das Amt innehaben?»

1913, Lillian Nordica in «The El Paso Herald»

lillian nordica opera

Lillian Nordica, Abenteurerin, Operndiva, Suffragette. Bild: wikipedia/ nordica memorial association

Als sie wieder einmal nach Australien reiste, rammte ihr Schiff ein Korallenriff, sie erlitt eine Unterkühlung und starb an einer Lungenentzündung.

Weit mehr Spass und Leidenschaft als am Entwurf einer feministischen Utopie hatten die amerikanischen Medien an technologischen Visionen. 1922 stellte sich die Sonntagszeitung «American Weekly» New York im Jahr 2022 so vor: Auf Strassenebene gibt es nur noch Park- und Wasseranlagen, die mit riesigen Rollbändern ausgerüstet sind.

Der Verkehr wird über Hochstrassen geführt. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein eigenes Auto und ein eigenes Flugzeug. Luftschiffe sind Teil des öffentlichen Verkehrs. Alle Transportmittel bewegen sich geräuschlos. Im Restaurant werden die Bestellungen über einen Tischlift direkt von der Küche zum Gast geliefert, Servicepersonal ist weitgehend überflüssig. Alle Wolkenkratzer sind genau 80 Stockwerke hoch.

New York im Jahr 2022

Bild: chroniclingamerica.loc.gov

Nordicas Mitstreiterinnen sahen die grösste Gefahr für die Verhinderung einer Frau als Präsidentin tragischerweise in der Frau selbst. 1916 erklärte die Feministin Berneice Marshall dies in der «Washington Times»: Die Frau kenne die Welt ausserhalb ihres Haushalts gar nicht und fürchte sich davor.

Über Politik könne sie weder reden noch nachdenken, weil sie weder in der Schule noch als Ehefrau damit in Kontakt käme. Mit diesem bequem in seiner Unmündigkeit verharrenden Hausmütterchen schien eine politische Einflussnahme unmöglich:

«Das glühend ausgemalte, schreckliche Bild von der hässlichen, grossmäuligen Frau in Hosen, mit kurzem Haar, die auf dem Stuhl des Staatsoberhauptes im Weissen Haus sitzt, wird niemals wahr werden.»

1916 in der «Washington Times» 

Bild

Berneice Marshall in der «Washington Times». bild: chroniclingamerica.loc.gov

Andere dagegen beschäftigten sich bereits mit futuristischen Benimmregeln:

«Wenn eine verheiratete Frau Präsidentin der Vereinigten Staaten wird, wie genau spricht man dann ihren Mann an?»

1920, unbekannte Zeitung aus Minnesota

Mit einer Frau an der Macht, so beschwor die «New York Times» 1920, würden Frauen Hosen tragen, die Regierungsgebäude wären voller schreiender Babys, Tabak würde milder und die virile Kraft und das Ansehen der USA allgemein gemindert.

«All unsere grossen Schlachtschiffe würden in schwimmende Kaufhäuser verwandelt werden.»

1920, «New York Times»

Bild

Die Präsidentin fährt vor: Karikatur von 1920. bild: new york times

1928 sagte die «Los Angeles Times» fürs Jahr 1975 korrekt den Minirock voraus, einen Himmel voller Flugzeuge und das gnadenlose Matriarchat:

«Zweifellos wird es dann eine Präsidentin mit einem Kabinett und einem Senat aus Ladies geben. Männer werden auf den Status von Haustieren zurückgestuft.»

1928, «Los Angeles Time»

Ja sicher. Männer als Haustiere. Und umgekehrt. Sodom und Gomorrha und so. Trotzdem werden wir jetzt Präsidentin. Jetzt!

Und hier seht ihr, was dabei rauskommt, wenn Haustiere wie Trump aussehen: 

Die medialen Quellen zu diesem Beitrag finden sich über den Artikel «Predictions of a Presidentess» der Technikjournalistin Adrienne LaFrance in «The Atlantic».

Das sind die mächtigsten Frauen der Welt

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 06.11.2016 14:49
    Highlight Highlight Wenn Hillary Clinton von der US-Amerikanischen WählerInnenschaft dem katastrophalsten und so offensichtlich für das Verantwortungsvolle Amt eines Präsidenten absolut ungeeignetsten Kandidaten, welchen die Welt (mit Ausnahme von Kim Jong Un) je gesehen hat nicht den Vortritt gewährt werden sollte, dann würde das beweisen, dass die Emanzipation von Frauen und Männern immer noch nicht so weit ist, wie die Bekämpfung des Rassismus.
    Hillary hat sicher auch Schwächen, und zu diesen gehört wohl ein etwas übertriebener Ehrgeiz.
    Aber ich glaube auch, dass sie in diesem Wahlkampf sehr viel gelernt hat.
  • lilie 06.11.2016 13:46
    Highlight Highlight "Mit einer Frau an der Macht würden Frauen Hosen tragen, die Regierungsgebäude wären voller schreiender Babys, Tabak würde milder und (...) all unseren grossen Schlachtschiffe würden in schwimmende Kaufhäuser verwandelt".

    Unsere armen Vorfahren wären schockiert, wenn sie wüssten, dass ihre schlimmsten Alpträume wahr wurden: Frauen tragen Hosen, geraucht wird, wenn überhaupt, nur noch "light" und es gibt tatsächlich Firmen, welche Kinderhorte anbieten.

    Da ist es doch direkt beruhigend zu wissen, dass wenigstens die Kriegsmaschinerien so gut geölt sind wie nie zuvor. Welch Glück!
  • Follo 06.11.2016 13:13
    Highlight Highlight Ich frage mich woher diese Befürchtung kommt, dass wenn eine Frau zu einem politischen Oberhaupt wird, die Männer unweigerlich «degradiert» werden. Wie genau sollte das passieren? Wie wahrscheinlich ist das und vor allem, wieso sollte so etwas passieren? Das wahrscheinlichste Szenario ist doch, dass die Veränderungen – wenn es sie gibt – geringfügig sind. Es wird keine schwimmende Kaufhäuser geben, das Weisse Haus wird nicht Pink, genau so wenig wie plötzlich Armut und Kriege von dieser Erde verschwinden.
    • rodolofo 06.11.2016 14:52
      Highlight Highlight Warum wehrst Du Dich gegen solche feministischdominanten Phantasien?
      Ich fänd's irgendwie noch geil, zu einem "Männlichen Haustier" degradiert zu werden.
      Aber nur mit Artgerechter Freiland-Haltung!
      Daa luegi druff!
    • Follo 06.11.2016 15:50
      Highlight Highlight Tja Rodolofo, wenn du willst nehme ich dich schon an die Leine ;-) Aber eigentlich begegne ich Menschen am liebsten auf Augenhöhe. Dass chani aber ned, wenn i di hinterher schleipfe. Mein Punkt ist, dass man nur Angst haben muss die Leitung abzugeben, wenn man fürchtet so behandelt zu werden wie man selbst behandelt hat.
    • rodolofo 06.11.2016 18:47
      Highlight Highlight @ Follo
      Du sollst das, was ich hier sage, nicht allzu ernst nehmen!
      Hier geht es nur um FREIWILLIGE Rollenspiele und um (erotische) Phantasien, die in der Realität anders sind, als vorgestellt, und die darum auch ganz anders umgesetzt werden, als wie sie phantasiert werden.
      Bin ja ein Softie. Die harte Tour vertrage ich ganz und gar nicht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • NWO Schwanzus Longus 06.11.2016 12:30
    Highlight Highlight Das einzige Argument für Hillary ist gar keins da es genauso sexistisch ist jemanden nur wegen des Geschlechts zu wählen. Ausserdem scheint es so zu sein das die US Geheimdienste selbst versuchen Hillary zu verhindern sonst würden sie nicht versuchen über das FBI Druck auf sie zu machen.
    • rodolofo 06.11.2016 14:58
      Highlight Highlight Ja genau das versuchen sie!
      Ich hoffe sehr, dass Hillary jetzt endlich die Augen aufgegangen sind über den faschistoiden Staat im Staate, bestehend aus der (professionellen) Armee, den Geheimdiensten, den Grossbanken und den Multinationalen Konzernen, zusammengefasst im Begriff Militärisch-Industrieller Komplex!
      Diese unheimlichen Kräfte und Seilschaften hintertreiben die eigene Demokratische Regierung und wollen den ihnen genehmeren Donald Trump an der Macht sehen!
      Hillary wird über ihren eigenen Schatten springen müssen, da sie von diesen Kreisen mitfinanziert wird, ähnlich wie Barak Obama.
    • NWO Schwanzus Longus 06.11.2016 17:22
      Highlight Highlight Sie verkörpert eben das Establishment und die Wall Street. Und sie ist auf einer Linie mit den Aggressiven Fraktionen der Armee. Hillary wird eine Aggressive Politik führen im Sinne ihrer Spender wie Saudi-Arabien, Neocons, Wall Street und co. eine Frau mit diesem Kriminellen Drang nach Macht wird nichts verändern sondern den Eliten dienen. Obama ist übrigens keiner der je diese Kräfte ausschalten wollte sondern eine Marionette von denen.
    • rodolofo 06.11.2016 17:45
      Highlight Highlight Im Moment bleibt uns gar nichts Anderes übrig, als auf Hillary Clinton zu hoffen.
      Sie hat im Laufe ihrer Karrière bewiesen, dass sie sich verwandeln kann.
      Also könnte sie sich auch stärker vom linken "Bernie-Flügel" beeinflussen lassen, Obamas Reformen und Erfolge absichern und dann -befreit von ihren Verpflichtungen- eine historische Präsidentin werden.
      Die Hoffnung bei einem Präsidenten Trump liegen hingegen weit unter Null.
      Trump wäre der Super-Gau!
      Wenn Dir das noch nicht klar geworden ist, dann bin ich froh, dass Du wenigstens auch nicht mitwählen darfst bei diesen dramatischen Wahlen.
  • flyingdutch18 06.11.2016 12:27
    Highlight Highlight Endlich findet in zwei Tagen ein selten schmutziger Wahlkampf sein Ende. Wäre Hillary ein Mann, wäre sie nicht dermassen von Trump und seinen Anhängern beleidigt, kriminalisiert und verteufelt worden. Nach den "early voters" zu beurteilen, sieht es gut für Clinton aus. Dann wird der faschistoide, rassistische, frauenfeindliche, narzisstische Trump von der Mehrheit der Amerikaner in die Wüste geschickt. Hoffentlich!
    • stadtzuercher 06.11.2016 12:57
      Highlight Highlight "Wäre Hillary ein Mann, wäre sie nicht dermassen von Trump und seinen Anhängern beleidigt, kriminalisiert und verteufelt worden."

      Wäre Trump eine Frau, wäre er nicht dermassen von Hillary und ihren Anhängerinnen beleidigt, kriminalisiert und verteufelt worden.
    • wonderwhy 06.11.2016 13:45
      Highlight Highlight Wie schnell man doch vergisst wie genau die Seite, die heute Sexismus gegenüber Hillary geltend machen will, damals mit Palin rumgesprungen ist.
    • rodolofo 06.11.2016 15:14
      Highlight Highlight Gegen Palin hatten wir ja sachliche Argumente zur Hand! Da brauchten wir keinen Sexismus.
      Ausserdem hätte ich Palin niemals sexistisch angemacht!
      Einfach dass das klar ist.
      Ich finde übrigens SVP-Frauen in der Regel sehr viel angenehmer und leichter zu ertragen, als SVP-Männer.
      Und genauso erging es mir mit Palin.
      Das ist so eine resolute "Rösseler" vom Land.
      Die finde ich sogar noch geil, wenn ich nicht dauernd mit ihnen zu tun haben muss.
  • Nausicaä 06.11.2016 12:19
    Highlight Highlight Ihre Agenda aussen vor lassend, mit dem Fokus auf ihrem Geschlecht: Es ist ein Zeichen. Bestimmt. Das war Obamas Wahl als Afroamerikaner auch. Ich will aber Gleichberechtigung auf gesamtgesellschaftlicher Ebene. Denn ein Zeichen ist noch kein Wandel. Weder für Frauen, noch für Afroamerikaner.
    • FrancoL 06.11.2016 13:16
      Highlight Highlight Als gäbe es in der Politik die Gleichberechtigung auf gesamtgesellschaftlicher Basis!
      Politik hat nicht sehr viel mit gesamtgesellschaftlicher Perspektive zu tun. Dazu müssten die Spiesse gewisser Machtzentren stark gekürzt werden.
      Selbst im kleinen Bereich zB der Schweiz kann nicht von einer Gleichberechtigung auf gesamtgesellschaftlicher Basis gesprochen werden, auch hier zu Lande sind die Voraussetzung nicht bei der Gleichberechtigung zu suchen, diese wird nach wie vor von der Wirtschaftsmacht dominiert.
    • Nausicaä 06.11.2016 13:59
      Highlight Highlight Ich habe nicht behauptet, dass es "in der Politik die Gleichberechtigung auf gesamtgesellschaftlicher Basis" 'gibt'. By the way, was heisst das überhaupt, ist ein bisschen unsinnig...?
      Ich paraphrasiere meine Aussage: Nur weil eine Frau oder ein Afroamerikaner Präsident ist und das sehr wohl eine gewisse Symbolkraft entfaltet, ist damit noch lange nicht viel geschafft in Bezug auf Verbesserung der Umstände und Möglichkeiten von Frauen und Afroamerikanern generell.
    • FrancoL 06.11.2016 18:34
      Highlight Highlight @Saja; Mach doch mit deiner dem Paraphrasieren weiter:
      zB nur weil ein Unternehmer Präsident des Staates xy ist und das sehr wohl eine gewisse Symbolkraft . . . .
      oder
      nur weil ein Atheist Präsident eines Staates xy . .

      Die Mächtigen in der Politik kennzeichnen mit ihrer Person nun mal die erste Wahrnehmung, was danach kommt ist dann etwas anderes.

      Nein das mit der "Gleichberichtigung. . . " hast Du tatsächlich nicht behauptet das es sie gibt aber du willst sie, in Deinem Post imperativ dargestellt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lily.mcbean 06.11.2016 12:11
    Highlight Highlight Es macht mich richtig traurig das ich mich nicht über Hilarys sehr wahrscheinlichen Sieg freuen kann. Seit vielen Jahren träumen so viele Frauen von einer Weiblichen US Präsidentin und jezt ist es ein bittersüsser Moment, in dem dieser Traum wirklichkeit wird,aber leider in Form einer kriegstreiberischen,verlogenen Person. Meine Oma, die 1942 geboren ist und sehr emanzipiert, ist entäuscht und traurig das ausgerechnet Hilary so in die Geschichte eingehen wird, weil sie "kein Stück besser ist als ihre männlichen Vorgänger".
    • Luca Brasi 06.11.2016 12:35
      Highlight Highlight Tja, willkommen in der Welt der Politik. ;)
    • FrancoL 06.11.2016 13:19
      Highlight Highlight Müssen den Frauen besser sein als Männer? Besser gesagt wer denkt das? Ist es nicht naiv zu glauben dass der Mann oder die Frau jeweils besser ist? Wo sind die Beweise dass dies auch nur annähernd so sein könnte?
      Es geht hier weniger um Frau oder Mann es geht um Macht und Machterhalt und da sehe ich keinen grossen unterschied zwischen Mann und Frau.
    • rodolofo 06.11.2016 15:20
      Highlight Highlight Jetzt stell Dir mal vor, eine Frau wie Michelle Obama müsste sich mit Putin treffen und mit diesem angemessen umgehen!
      Kannst Du Dir das vorstellen?
      Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen.
      Und genau das meinen wir mit Politischem Realismus:
      Hillary ist genau die richtige Frau zur richtigen Zeit am richtigen Ort!
      Wenn die Zeiten, die teilnehmenden Personen und die allgemeinen Umstände ändern, dann wird sich möglicherweise sogar eine Frau wie Michelle Obama bewerben?
      Wir, oder unsere Nachkommen werden das noch erleben, da bin ich mir ganz unsicher!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dä Brändon 06.11.2016 11:57
    Highlight Highlight Egal wie unfähig, verlogen und gierig diese Frau sein mag, für so viele muss es ums verrecken jetzt eine Frau sein. Wegen dieser Psychopathin wurde Sanders die Kandidatur verwehrt. In meinen Augen war er der einzig fähige Kandidat für dieses Amt.
    • lilie 06.11.2016 20:19
      Highlight Highlight @Brändon: Glaube nicht, dass es darum ging, eine Frau zu pushen. Clinton hat wohl durch ihre privaten und politischen Verbindungen einfach die grösste Lobby.
    • Enzasa 07.11.2016 09:22
      Highlight Highlight Das was Sanders passierte, musste auch Frau Clinton durchleben. Das ist amerikanischen Politik und hat nichts mit Frau Clinton zu tun
  • Luca Brasi 06.11.2016 11:43
    Highlight Highlight Ach ja, die Suffragetten...
    Play Icon
  • Mehmed 06.11.2016 11:23
    Highlight Highlight Wenn Hilary gewählt wird, werden wohl noch einige ihrer Befürworter auf die Welt kommen: Kriegsgurgel, der Wallstreet zudienend, neoliberal, korrupt, kurz der Feind von 99% der Bürger.
    • FrancoL 06.11.2016 13:23
      Highlight Highlight Ja ud wenn Trump gewählt wird sind dann 99% zufrieden? Glaube kaum! Es wird gleich wer gewählt wird WENIGE Zufriedene und VIELE Unzufriedene geben.
      Aber dies ist auch eine Tatasche die wir fast überall in Europa mit betrachten können. Heute ist der Spitzenpolitiker nur noch für eine Minderheit da und der Rest "guckt in die Röhre".
    • Enzasa 07.11.2016 09:25
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