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Bitcoin verursacht 98 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr

FILE - An advertisement for the cryptocurrency, Bitcoin, is displayed on a building in Hong Kong on Nov. 18, 2021. (AP Photo/Kin Cheung, File)
Crypto Theft Ring
Transaktionen mit der Kryptowährung Bitcoin belasten die Rechenzentren weltweit.Bild: keystone

Bitcoin verursacht 98 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr – doppelt so viel wie dieses Land

Das Bitcoin-Netzwerk hat derzeit einen mehr als doppelt so grossen ökologischen Fussabdruck bezüglich Kohlendioxid wie die Schweiz. Dies zeigen Zahlen des Krypto-Portals Digiconomist.
31.05.2025, 07:5631.05.2025, 07:57

Auf das Jahr gerechnet, verursacht das Netzwerk der populären Kryptowährung derzeit 98 Millionen Tonnen CO2. Zum Vergleich: Die Treibhausgasemissionen der Schweiz beliefen sich zuletzt auf jährlich rund 41 Millionen Tonnen.

Eine einzelne Bitcoin-Transaktion verursacht laut dem Portal aktuell so viel CO2 wie das Schauen von rund 105'000 Stunden YouTube-Videos – oder die Abwicklung von 1,4 Millionen Visa-Transaktionen.

Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf der sogenannten Blockchain-Technologie. Die Herausforderung ist, Transaktionen auf der Blockchain fälschungssicher zu validieren.

Bislang wird bei diesen Systemen das Verfahren «Proof of Work» angewendet. Dabei müssen komplizierte kryptografische Rätsel gelöst werden wodurch schlussendlich Bitcoins generiert werden. Dieser Vorgang wird auch «Mining» genannt.

Beim «Mining» konkurrieren viele Akteure untereinander, aber nur einer kommt letztlich zum Zug. Das verbraucht viel Strom. Oft stammt dieser aus fossilen Quellen, was zu einem hohen CO2-Ausstoss führt.

(sda/awp)

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91 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Laborant
31.05.2025 09:46registriert November 2019
Manchmal frage ich mich, warum mir all die Mühe mache, möglichst alles mit dem Velo oder Zug zu erledigen. Seit Jahren nicht mehr in die Ferien gegangen... Dann liest man sowas.
Ganz ehrlich... ich fühle mich je länger desto mehr verarscht.
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RuediRupf
31.05.2025 10:51registriert November 2023
Das Prinzip von BC-Mining könnte man in der Landwirtschaft anwenden: Ein Bauer muss sein Feld umpflügen. Er versteckt irgendwo ein Goldvreneli, tausende pflügen den Acker (umsonst) um, nur einer hat am Schluss die Münze in der Tasche. Und der Bauer lacht weil er für fast gratis einen umgepflügten Acker hat. 😉
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SusiBlue
31.05.2025 09:45registriert Februar 2016
Noch ein Grund, Kryptowährungen zu verbieten und abzuschaffen.
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Die Schweiz steht am häufigsten am Uno-Folter-Pranger – die Sonntagsnews
Die Titlis-Bahnen haben eine frühere Nachrüstungsempfehlung des Gondel-Herstellers Garaventa nicht umgesetzt und die Schweiz ist weltweit am häufigsten mit Folter-Beschwerden bei der Uno konfrontiert – die Sonntagsnews.
Die Schweiz ist laut einer Auswertung der «SonntagsZeitung» weltweit am häufigsten mit Folter-Beschwerden bei der Uno konfrontiert gewesen. Sie habe sich in den letzten Jahren 133 Mal vor dem Uno-Ausschuss gegen Folter verantworten müssen. Die meisten Klagen stammten von abgewiesenen Asylsuchenden, die ihre Ausschaffung verhindern wollten und Foltergefahr geltend machten. Laut dem Staatsrechtsprofessor Markus Schefer von der Uni Basel bedeute dies nicht, dass es in der Schweiz besonders viele Menschenrechtsverstösse gebe. Vielmehr zeige die hohe Zahl, dass das Rechtssystem hierzulande funktioniere. «Es lohnt sich hier, eine Beschwerde einzureichen, weil die Entscheide der Uno hier ernst genommen werden», sagte Schefer zur «SonntagsZeitung». Ein weiterer Grund für die vielen Beschwerden sei die hohe Dichte an NGOs und spezialisierten Anwälten in der Schweiz sowie, dass Uno-Menschenrechtsverfahren hier relativ gut bekannt seien.
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