DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Pflichten nicht wahrgenommen»

«Sozial-Irrsinn»-Kampagne: Aufsichtsbeschwerde gegen die Gemeinde Hagenbuch eingereicht



Hagenbuch ZH, 21.03.2014 / Therese Schläpfer will Gemeindepräsidentin werden . 
Bild: Heinz Diener

Hagenbuchs Gemeindepräsidentin Therese Schläpfer (SVP). Bild: DIGITAL IMAGE

Nächste Runde im Fall um die eritreische Flüchtlingsfamilie von Hagenbuch: Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) der Bezirke Winterthur und Andelfingen hat gegen die Gemeinde Hagenbuch eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht. «Die Gemeinde Hagenbuch hat im öffentlich gewordenen ‹Fall Hagenbuch› ihre Pflichten nicht ausreichend wahrgenommen», heisst es in einer Medienmitteilung der KESB.

Die Gemeinde Hagenbuch benötige Unterstützung bei der Bewältigung von Gemeindeaufgaben, beim Schutz der Persönlichkeitsrechte der betroffenen Familie und der korrekten Information gegenüber der Wohnbevölkerung sowie den Medien, heisst es in der Begründung zur Aufsichtsbeschwerde.

Grosszügig Fakten verschwiegen

Der Fall um die eritreische Familie sorgte schweizweit für Aufsehen, nachdem die Gemeinde angekündigt hatte, dass sie den Steuerfuss erhöhen müsse, weil die Betreuung der Flüchtlingsfamilie die Gemeindekasse übermässig belaste. Nicht nur die «Problemfamilie» mache der Gemeinde sorgen, sondern auch die teuren Massnahmen der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) seien der Grund für das Loch in der Kasse.

Grosszügig unterschlagen wurde im Verlauf der Kampagne allerdings, dass für eines der Kinder der Kanton die Heimkosten komplett übernimmt und dass die Gemeinde für die drei anderen Kinder, die die Schulpflege Hagenbuch selber ins Schulheim geschickt hat, nur die Heimkosten berappen muss, der Kanton aber die restlichen Kosten für Miete, Sozialhilfe und sozialpädagogische Betreuung beisteuert. Therese Schläpfer musste die ursprüngliche Zahl von 60'000 Franken monatlicher Ausgaben auf die Hälfte runter korrigieren. (meg)

Update folgt ...

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

170'000 Impfungen in der Schweiz verabreicht – 42 Mal gab's Nebenwirkungen

Das Warten hat ein Ende: Der Bund hat die Impfzahlen der Kantone veröffentlicht. In der Schweiz sind bis am Donnerstag rund 170'000 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Das entspricht rund zwei Prozent der Bevölkerung, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mitteilte.

Anteilsmässig die meisten Personen geimpft hat bisher der Kanton Basel-Stadt mit 5,54 Dosen pro 100 Einwohner. Auch im Kanton Appenzell Innerrhoden sind bereits 5,10 Dosen pro 100 Einwohner verabreicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel